Artikel 7: Zeit-Fragen Nr.32/33 vom 1.9.2003
In Österreich wurde von der Bildungsministerin eine Diskussion über Werte für unsere Jugend ins Rollen gebracht, die Beachtung verdient.
hep/lb. Termingerecht zum Schulbeginn hat Bildungsministerin Elisabeth Gehrer mit einer pointierten Aussage die österreichischen Medien aus dem Sommerschlaf geweckt:
Die Jugendlichen seien (zumindest mit-) schuld am Problem der - allseits behaupteten - Unfinanzierbarkeit des Sozialsystems: Statt Kinder in die Welt zu setzen, würden sie nur von einer Party zur nächsten rauschen. Die Meinungen dazu gehen auseinander: Hat die Jugend wirklich nur «Fun» und «Ego» im Sinn oder ist es in Wahrheit nicht längst die junge Generation, die die «satten Pensionen» der Grosseltern finanziert, während sie selbst mit schlechteren Löhnen und Sozialleistungen konfrontiert ist?
Dass die Wertediskussion auch von Politikern und in den Medien nun aufgegriffen wird, ist höchste Zeit. Es ist das Verdienst der Ministerin, den notwendigen Anstoss dazu gegeben zu haben. Wie die Diskussion geführt wird, hängt von all denen ab, die sich daran beteiligen.
Die österreichische Bevölkerung schrumpft. Immer weniger Frauen bekommen immer später immer weniger Kinder. Derzeit liegt die Geburtenrate pro Frau bei 1,3 Kindern. Immer weniger Erwerbstätige, so der Bevölkerungswissenschafter Rainer Münz, würden in naher Zukunft einem nicht mehr zu finanzierenden Heer an Pensionisten gegenüberstehen. Hält die derzeitige demographische Entwicklung an, ist bei den nächsten Nationalratswahlen letztmalig die Hälfte der Wähler unter 50. Im Jahr 2050 werden 3 Millionen Österreicher über 60 Jahre alt sein - bei einer tendenziell geringer werdenden Gesamtbevölkerung.
Diese Prognose verlangt ein Umdenken: Eine Gesellschaft, die langsam ausstirbt, hat keine Zukunftsperspektive.
Die notwendige Neuorientierung wird mit strukturellen und finanziellen Massnahmen allein nicht das Auslangen finden. Die derzeit in den österreichischen Medien geführte Diskussion setzt zwar schwerpunktmässig an dieser Ebene an, der Ruf nach einer zeitgemässen und vertieften Wertediskussion ist aber, auch unter manchen Politikern, unüberhörbar.
Meist werden in diesem Zusammenhang reflexartig die nicht neuen Forderungen nach mehr Kinderbetreuungsplätzen, vor allem für die unter drei- und über sechsjährigen Kinder vorgebracht. Sie seien nötig, weil dies den Frauen erleichtere, Beruf und Familie zu vereinbaren.
Ebenfalls bekannt ist die Forderung, dass die Hausarbeit gleichmässig unter den Geschlechtern verteilt werden müsse, denn nur das würde die Bereitschaft der Frauen wirksam erhöhen, sich für mehr Kinder zu entscheiden.
Die Verbesserung steuerlicher beziehungsweise finanzieller Anreize für Familien, etwa eine volle Absetzbarkeit der privaten Kinderbetreuung, sind ein Dauerbrenner in dieser Diskussion. Man wird nicht darum herumkommen, in Zukunft mehr ausländische Facharbeiter ins Land zu holen, um die Lücken im qualifizierten Sektor des Arbeitsmarktes aufzufüllen.
Auch für das Gesundheitssystem wird man sich einiges überlegen müssen, sonst droht der Pflegenotstand. Schon bald wird es zu einer Verdoppelung der heute etwa 450 000 Pflegebedürftigen kommen. Die Pflegedauer könnte durchschnittlich etwa 7 Jahre betragen. Wer soll die Betreuung übernehmen, wenn die Angehörigen es zunehmend nicht mehr können oder wollen?
Und dann kommt man immer wieder auf einen zentralen Punkt: die Frage unserer Kindererziehung. Kindern und Jugendlichen müssten in der Erziehung wieder Werte mitgegeben werden, damit sie nicht immer mehr zu verträumten Egoisten entarten, die nur auf ihre eigenen Vergnügungen aus sind, sondern wieder in stärkerem Ausmass Verantwortung für andere und vielleicht auch für eine eigene Familie mit Kindern übernehmen.
Wirtschaftsminister Bartenstein hat zu Recht darauf hingewiesen, dass es - bei aller Notwendigkeit von Reformen - der finanzielle Rahmen allein nicht sein könne, sonst müssten die Geburtenraten in den Wiener «Nobelbezirken» österreichweit am höchsten sein. Dem sei aber keineswegs so. Es seien die bäuerlichen Familien im Mühl- und Waldviertel, in denen es die meisten Kinder gebe. Finanziell sehe es dort gar nicht so gut aus.
Auch für Bildungsministerin Gehrer ist klar, dass die Gesellschaft überlegen müsse, «welchen Stellenwert Kinder und Familie in unserem Wertegefüge haben». Sie wehrt sich dagegen, dass es «naiv oder reaktionär» sein solle, eine Diskussion darüber einzufordern.
Laut soziologischer Begriffsdefinition sind Werte «bewusste oder unbewusste Vorstellungen des Gewünschten, die sich als Präferenz bei der Wahl zwischen Handlungsalternativen niederschlagen.» Damit seien Werthaltungen gesellschaftlich relevant und würden als zentral für die Organisation einer Gesellschaft gelten: «Sie bilden Massstäbe des Handelns für zahlreiche Situationen; der Grad ihrer Verbindlichkeit für alle Mitglieder lässt auf die Integration einer Gesellschaft schliessen.» (Lexikon zur Soziologie, 1994)
Das heisst, die «Werte» der Jugendlichen sind ein Problem, das Gesellschaft und Politik sehr wohl etwas angeht!
Diese Fragen können und dürfen aber nicht Politikern und Medien überlassen werden. Die Diskussion über Werte müsste im Gegenteil breit geführt werden. Welche Werte eine Gesellschaft prägen sollen, ist eine Frage, bei der alle Menschen angesprochen sind, auch die Jugendlichen selbst. Dass die Auseinandersetzung damit in erster Linie eine Aufgabe für Eltern und Pädagogen ist, ergibt sich schon daraus, dass jeder Mensch seine Werthaltungen in der Kindheit ausprägt, in einem Alter, in dem er dem Einfluss der Politik noch gar nicht direkt ausgesetzt ist und in dem er Vorgaben, die aus den Medien auf ihn einströmen, noch nicht beurteilen und richtig einordnen kann.
Dazu liegen einige Untersuchungen aus neuerer Zeit vor, die differenzierte Antworten auf diese Frage ermöglichen. Am aufschlussreichsten auf dem Gebiet der Jugendforschung ist sicherlich die «Österreichische Jugend-Wertestudie» aus dem Jahr 2000 sowie deren Vergleich mit den Ergebnissen der Vorgängerstudie aus dem Jahr 1990. Unter Leitung des Österreichischen Instituts für Jugendforschung wurden im Auftrag von Bildungs- und Sozialministerium Werthaltungen junger Menschen zwischen 14 und 24 Jahren erforscht.
Kommunale Studien (z. B. Jugendstudie der Stadt Dornbirn, 2001) oder der «3. Bericht zur Lage der Jugend in Österreich» des Sozialministeriums (1999) kommen im übrigen zu ähnlichen Befunden. Die wichtigsten Ergebnisse und Trends werden im folgenden dargelegt.
An Wichtigkeit nehmen die ersten Plätze Freundschaften (für 73% der Befragten «sehr wichtig») und Familie (für 69% sehr wichtig) ein. Auch eine feste Paarbeziehung hat nach wie vor einen hohen Stellenwert. Kinder als Basis einer funktionierenden Lebensgemeinschaft haben aber an Bedeutung verloren: 1990 sagten 49% der Befragten, Kinder seien wichtig, 2000 sind es nur mehr 27%, die das wichtig finden!
Traditionelle Politik wird abgelehnt. 53% geben an, «kaum» oder «gar kein» Interesse an Politik zu haben - wobei unter «Politik» vor allem Parteien und Parlament verstanden werden. Das Interesse an (basis-)demokratischen Aktivitäten ist dagegen hoch. Immerhin geben 45% an, sich schon an Unterschriftensammlungen beteiligt zu haben.
Eine demokratische Regierungsform findet zwar auch unter Jugendlichen eine grosse Mehrheit (80%), 57% könnten sich aber auch eine «Expertokratie» (Fachleute statt Politiker treffen wichtige Entscheidungen) «gut» oder «sehr gut» vorstellen.
Dass die jungen Menschen nur Geld und materielle Güter im Sinn hätten, geht aus der Studie nicht hervor. An der Spitze der Prioritätenliste gesellschaftlicher Ziele stehen die Wünsche nach der Förderung «persönlicher Entfaltung» (78%), danach, «mehr Wert auf das Familienleben zu legen» (73%) oder danach, «einfacher und natürlicher zu leben» (62%).
Zuviel darf man aus solchen Zahlen sicher nicht herauslesen, sie zeigen vermutlich gewisse Trends auf; wie zum Beispiel den Umstand, dass bei der überwiegenden Zahl der Befragten der Wunsch nach Familie und Freundschaft sehr stark ist. Gleichzeitig nimmt persönliche Entfaltung den höchsten Stellenwert ein und der Wunsch, Verantwortung für Kinder zu übernehmen, nimmt ab. Das geringe Interesse an Politik mag vielleicht eine Ursache darin haben, dass offizielle Partei- und Parlamentspolitik häufig weit entfernt von den Bürgern stattfindet, eine andere Wurzel dieses Desinteresses ist möglicherweise eine Form der Selbstbezogenheit, wie sie heute häufig unter Vorschulkindern und Schülern anzutreffen ist. Viele würden vielleicht gerne mehr und anderes wollen, zum Beispiel Verantwortung übernehmen, sind aber auf Grund ihrer Erziehung zu schwach - so bleibt es nur beim geäusserten Wunsch. Und sie fahren dennoch fort, ihr Leben so abgeschottet, selbstverliebt und so «vergnüglich» wie möglich zu fristen. Obwohl sie anders wollen würden, reicht ihre Konstitution nicht für mehr?
Die von Ministerin Gehrer neu in Gang gebrachte Wertediskussion führt, wenn wir sie zu Ende denken, zur Frage nach der Erziehung unserer Kinder. Denn es geht letztlich um verinnerlichte gefühlsmässige Einstellungen, die es ausmachen, dass sich ein Mensch im Leben für die eine oder andere Handlungsmöglichkeit entscheidet. Und diese Einstellung entwickelt ein Kind im Zusammenspiel mit seinen Eltern beziehungsweise Erziehern.
hep. Zu der erwähnten Wertedebatte in Österreich ist ein Buch zu empfehlen, das einen ausserordentlich interessanten und tiefgehenden Beitrag liefert: «Kinder brauchen Werte. Wie Eltern die moralische Intelligenz fördern können» von Robert Coles, Arzt, Kinderpsychiater und Harvard Professor (rororo Sachbuch 60982, Dezember 2002).
Das Buch widmet sich der zentralen Frage, wie sich die Fähigkeit, zwischen richtig und falsch, gut und böse zu unterscheiden, ausbilden kann und wie moralische Vorstellungskraft in den verschiedenen Stadien des menschlichen Lebens wachsen kann. Robert Coles, Jahrgang 1929, erzählt aus seinem Leben von Gesprächen mit Ärzten, Kinderpflegerinnen, Lehrerinnen und Müttern; von dem Austausch mit Anna Freud, Erik Erikson oder D. W. Winnicot, und vor allem von zahlreichen Beispielen aus dem Alltag mit Heranwachsenden aller Altersstufen.
Üblicherweise - so Coles - richten wir das Augenmerk zu stark auf die Frage, wie klug ein Kind ist, was es kann oder nicht. Aber achten wir auch darauf, ob ein Kind grosszügig oder egoistisch ist, ob es einen Blick für andere hat und für deren Lage? Lebt es nur in seiner eignen Welt oder überlegt es sich, wie diese Situation jetzt wohl für den anderen ist? Wieso gibt es Kinder, die an andere denken und solche, die andere, sogar ihre eigenen Eltern oder Geschwister, nicht einmal grüssen?
Eigenschaften wie Respekt, Ehrlichkeit, Fairness, Verantwortungsbewusstsein, Mitgefühl, Freundschaft, die Fähigkeit eine Überzeugung zu haben und zu ihr zu stehen, könnten Eckpfeiler dafür sein, was wir mit moralischer Intelligenz oder Gewissen meinen. Ihre Ausbildung anzustreben, ist eine zutiefst gefühlsmässige Aufgabe. Was heisst das für uns als Eltern oder Lehrer?
Unser Charakter als Erzieher ist das, was wir sind, wie wir handeln und leben - und so erfahren ihn auch die Kinder in unserer Umgebung. Sie nehmen und speichern, was sie bei uns beobachten. Sie sammeln, verarbeiten und imitieren, was sie sehen, und befolgen später oft den Rat, den wir ihnen auf diese Weise bewusst oder unbewusst gegeben haben. Das Kind ist ein Zeuge, ein ständig wachsamer Zeuge der Moral der Erwachsenen oder ihres Fehlens. Unablässig hält das Kind Ausschau nach Hinweisen auf richtiges Verhalten und findet sie in Hülle und Fülle in der Art und Weise, wie wir Eltern und Lehrer unser Leben gestalten, Entscheidungen treffen und in unserem Handeln unsere tiefsten Ansichten, Wünsche und Wertvorstellungen - unser Bild vom Menschen ausdrücken.
Wertevermittlung und Förderung von «moralischer Intelligenz» beginnt mit dem ersten Atemzug unserer Kinder und hört nicht auf. Schon vor der Sprachentwicklung beginnt das «moralische Leben». Der Charakter eines Kindes, das vom Säuglingsalter an gut ernährt wurde, aber auch erlebt und gelernt hat, dass noch andere Menschen um es herum sind, dass es nicht immer sofort und als erstes zu essen bekommt und das miterlebt hat, dass andere auch ihren Hunger stillen wollen, unterscheidet sich vom Charakter eines Kindes, dem immer alles sofort gegeben wurde, dem nie etwas verweigert wurde und das nie Bedürfnisse anderer Menschen kennengelernt hat. Es unterscheidet sich allerdings auch von dem Kind, dem zu vieles, was es gebraucht hätte, verwehrt wurde.
In einem Abschnitt wird ein Gespräch mit Eltern wiedergegeben, in dem die Frage aufgeworfen wird, ob sich moralisches Verhalten von selbst einstellt, wenn die Erziehung von Liebe und Fürsorglichkeit geprägt ist, man sein Kind im Auge hat, ihm Aufmerksamkeit widmet und ihm gibt, was es braucht. Die meisten Eltern stimmten hier nickend zu, nur eine Mutter wandte ein, dass es zwischen ihr und ihrer Tochter, die sie auch sehr liebe, Situationen gebe, in denen sie ihr klar machen müsse, dass sie etwas falsch mache und dass sie dies manchmal nur durch ein klares, lautes «Nein» zum Ausdruck bringen müsse, ein Nein, das die Tochter ruhig ein bisschen erschrecken dürfe. Manchmal müsse man doch zeigen, dass es einem ernst ist. Sie stellt die Frage, ob wir Kindern nicht auch klarmachen müssen, dass sie etwas auf keinen Fall tun dürfen (beispielsweise auf die Strasse laufen, mit spitzen Gegenständen herumfuchteln, mit Tieren grob sein usw.).
Die zentrale Frage lautet: Wie bringe ich dem Kind (in diesem Fall dem Kleinkind, das erst beschränkt mit Sprache kommuniziert) bei, zwischen richtig und falsch zu unterscheiden? Wir dürfen uns als Eltern oder Erzieher nicht um diese Frage herumdrücken. Das Gewissen fällt nicht vom Himmel. Wenn wir unseren Schülern ein schwaches, widersprüchliches und kompromisslerisches moralisches Leben vorleben, verwundert es nicht, wenn wir eine Generation vor uns haben, die mit sich beschäftigt ist und nicht an die anderen, geschweige denn an die Zukunft denkt.
Das Buch bietet keinen Katalog von Regeln, es denkt mehr über eine Haltung nach, an der man Tag für Tag arbeitet, um sie für sich selbst zu finden und sie mit anderen zu teilen. Weil sich moralisches Verhalten als Antwort auf moralische Erfahrungen zeigt, die das Kind tagtäglich in Familie, Kindergarten und Schule macht. Es bietet eine Fülle von Beispielen und Anregungen, wie wir in der überlebenswichtigen Frage nach Werten in der Erziehung, nach richtig oder falsch ein Stück weiterkommen.
Die Wertediskussion muss geführt werden, und sie muss grundlegender geführt werden, als politischer Alltag und quotenheischende Medien es erlauben.
Oftmals kommt unter Eltern oder Lehrern die Frage auf, wie denn die moralische Entwicklung von Kindern gefördert werden könnte. Verschiedene Situationen im Alltag werfen die Frage auf, wie man den Kindern klarmachen kann, dass die Fähigkeit, sich in andere Menschen einzufühlen, der entscheidende Aspekt moralischen Verhaltens ist.
Robert Coles nimmt in diesen Situationen häufig eine Geschichte aus Leo Tolstois «Erstem russischen Lesebuch», die sich für fast alle Altersstufen eignet. Sie heisst «Der alte Grossvater und sein Enkel».
Der Grossvater war sehr alt geworden. Seine Beine wollten nicht mehr gehen, seine Augen nicht sehen, seine Ohren nicht hören, und er hatte keine Zähne mehr. Wenn er nun bei Tische sass und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er Suppe auf das Tischtuch, und es floss ihm das Essen auch wieder aus dem Mund. Sein Sohn und dessen Frau ekelten sich davor, und deswegen musste sich der alte Grossvater allein hinter den Ofen in die Ecke setzen, und sie gaben ihm sein Essen in einer Tasse. Da sah er betrübt nach dem Tisch und die Augen wurden ihm nass. Einmal wollte der alte Mann die Tasse verrücken, dabei fiel sie zur Erde und zerbrach. Die Schwiegertochter schimpfte mit dem alten Mann, weil er alles im Haus verschüttete und Tassen zerbrach. Sie sagte, sie werde ihm von nun an das Essen in einer Spülschüssel geben. Der alte Mann seufzte nur und schwieg. Einmal sahen der Mann und seine Frau, wie ihr kleiner Sohn zu Hause auf dem Fussboden mit ein paar Brettern spielte und etwas daraus baute. Der Vater fragte: «Was machst du da Mischa?» Und Mischa antwortete: «Lieber Vater, ich mache eine Spülschüssel. Wenn du und die liebe Mutter einmal alt seid, könnt ihr aus dieser Schüssel essen.» Da sahen sich Mann und Frau eine Weile an und begannen zu weinen. Sie schämten sich, dass sie den alten Mann so gekränkt hatten. Und von diesem Tag an sass er wieder bei ihnen am Tisch, und sie bedienten ihn.
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