kn. Dass die angebliche «humanitäre Katastrophe» in Kosovo für die Nato nur ein Vorwand war, ihre Macht auf dem Balkan auszubauen, belegt auch der Bau der riesigen Anlagen bei Urosevac. Camp Bondsteel &endash; die Zahlen sind erdrückend: 30 Hektar gross, umgeben von einem 12 Kilometer langen Zaun. Camp Bondsteel - die siebtgrösste «Stadt» des Kosovo und eines der grössten US-Militärcamps ausserhalb Amerikas seit dem Vietnamkrieg. 3000 von knapp 5900 US-Soldaten sind dort stationiert. 550 Zivilisten und 130 Angehörige fremder Armeen leben im Camp. Auf dem Gelände befinden sich eine Kommandozentrale, Munitionsdepots, 45 Bunker, zwei Ausbildungszentren, Gefängnisse, Krankenhäuser, Speisesäle, Fitnessstudios, Kirchen, Kinos, Restaurants, Geschäfte, eine Bank, eine Post, und es wird weiter gebaut. Das Camp produziert seine eigene Elektrizität und bereitet täglich zwei Millionen Liter Trinkwasser auf.
Nur die Planung dieses Armeestützpunktes muss mehrere Jahre in Anspruch genommen haben.
«All dies sieht kaum nach Rückzug aus - und die suggestive Realität von Camp Bondsteel steht gegen jene anders klingenden Signale aus Washington.» («Die Welt», 24.7.01). Im Gegenteil: Bisher gibt es nur Landebahnen für Hubschrauber. Es sollen jedoch solche für Kriegsflugzeuge bis hin zu B-52-Bombern gebaut werden. Damit schaffen sich die USA einen Aussenposten, der für Operationen im ganzen Mittleren Osten dienen soll. Vor einigen Tagen hat die US-Armee die UN-Behörde Unmik beauftragt, Eigentümer von 900 Hektar Ackerland bei Urosvevc ausfindig zu machen, weil die USA nun auch offen die Absicht erklärt, dieses Land auf 75 Jahre zu pachten und im 21. Jahrhundert auf dem Balkan fest Fuss zu fassen.
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