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Die Niederlage Israels in Libanon

von Thierry Meyssan, Präsident des Réseau Voltaire

Nachdem ich zahlreiche politische Grössen und Armeeverantwortliche Libanons getroffen habe, ziehe ich Schlüsse aus dem Krieg. Der Rückgriff Israels auf massive Bombardierungen der städtischen Zonen und seine Niederlage gegenüber einer Volksguerilla ist meiner Meinung nach seit der Bombardierung von Hanoï und dem Sieg des vietnamesischen Volkes über die US-Truppen nie mehr vorgekommen. Vor allem hat der Waffengang die internationale Problematik so verändert, dass sich ein Krieg Israels gegen eine «terroristische Organisation» zu einem ideologischen regionalen Konflikt zwischen Herrschaft beanspruchenden und Herrschaft zurückweisenden politischen Lagern gewandelt hat, der sowohl Libanon als auch Israel durchzieht.

Das Scheitern der «Air Power»

Der Angriffsplan wurde von den Generalstäben der USA und Israels gemeinsam entworfen. Das Pentagon hat die Technik des «Shock an Awe» im Rahmen des für Tsahal (die israelische Armee) klassischen Blitzkriegs durchgesetzt.
Für die amerikanischen Generäle war der Moment gekommen, die «Macht der Luftangriffe» zu demonstrieren. Seit den 30er Jahren versucht die amerikanische Luftwaffe zu beweisen, dass eine massive Bombardierung aus der Luft reichen kann, um einen Feind ohne den Einsatz von Bodentruppen zur Aufgabe zu zwingen. Dazu braucht es einen Bombenhagel, der den Feind total benommen zurücklässt. Diese Theorie wurde von den Vereinigten Staaten seit etwa 60 Jahren immer wieder ohne Erfolg überall auf der Welt angewendet. Diesmal handelte es sich um die Vorstellung, dass die systematische und vollständige Zerstörung aller Städte  Südlibanons die libanesische Bevölkerung dazu bringen würde, sich gegen die Diktatur der Hizbollah aufzulehnen und der Familie Hariri zuzujubeln.
Bereits nach eineinhalb Tagen Bombardierungen hatte Tsahal alle Verbindungen zwischen dem Norden und dem Süden des Landes unterbrochen, den Flughafen von Beirut unbenutzbar gemacht, die Treibstoffreserven zerstört, die Docks der wichtigsten Häfen des Landes blockiert sowie ein Luft- und Wasserembargo errichtet. Nur die Strassen zwischen dem Norden Libanons und Syriens, auf denen sich die Flüchtlingsströme drängten, blieben erhalten.
Das Problem ist, dass die Hizbollah keine Diktatur ist, sondern eine Bewegung des Widerstands und der Solidarität. Die Bombardierungen haben 1 Million Menschen in die Flucht geschlagen. Das erste Viertel ist ins Ausland emigriert, das zweite Viertel hat in Syrien Zuflucht gefunden, und die verbleibende Hälfte ist nach Nordlibanon geflüchtet. Die Flüchtlinge haben keinerlei Hilfe vom Staat bekommen. Hingegen wurde ihnen von der Hizbollah geholfen, unterstützt von der «Freien Patriotischen Bewegung Libanon» des christlichen Generals Michel Aoun. Einige wurden von anderen Flüchtlingen aufgenommen, von Palästinensern, die seit 60 Jahren in elenden Zeltlagern leben. Weit davon entfernt, die Hizbollah für das Unglück, von dem sie heimgesucht wurden, verantwortlich zu machen, haben die Vertriebenen Tsahal für ihre zerstörerischen Angriffe, die Amerikaner für ihre Waffenlieferungen und die Regierung Siniora für ihre Kollaboration mit dem Feind verflucht.
Das Erstaunlichste jedoch ist, dass die Libanesen, die 34 Tage lang unter einem Bombenhagel, der fünfmal grösser war als die Stärke der Hiroshima-Bombe, im Süden des Landes ausgeharrt haben, keineswegs in einen Schockzustand verfallen sind. Dieses Durchhaltevermögen ist sicherlich in erster Linie auf die früheren Kriegserfahrungen zurückzuführen, aber es hängt auch stark mit ihrer Ausbildung und ihrer Betreuung, wenn nicht mit ihrem Glauben zusammen. Weit davon entfernt, die Hoffnung zu verlieren, haben sie sich auf einen langen Krieg eingestellt und wurden von der Schnelligkeit ihres Sieges überrascht.
Tsahal hat zusätzlich auch vom zweiten Tag an die Studios der Fernsehstation Al-Manar sowie den nationalen Sitz der Gottespartei bombardiert, die sich beide in einem bevölkerungsreichen Viertel von Beirut befinden. Da diese Attacke die Programme von Al-Manar nur gerade zwei Minuten unterbrach und keinerlei Auswirkung auf die Organisation der Hizbollah hatte, glaubte der israelische Generalstab, dass die Direktion des Fernsehens und der Partei sich in Bunker unterhalb der Trümmer zurückgezogen hatten. Daher hat Tsahal die Bombardierungen zur Zerstörung der unterirdischen Einrichtungen während sechs weiterer Tage fortgesetzt, bevor sie realisierten, dass diese nur in der Phantasie der Fox News-Journalisten existierten. Diese Bombardierungen haben den ganzen Süden der Hauptstadt zerstört, der nur noch ein Schutthaufen ist. Aus dieser Verbissenheit im Irrtum hat die Hizbollah psychologischen Profit gezogen, indem sie im Kampf gegen eine der bestausgerüsteten Armeen der Welt unbesiegbar schien.
Die israelischen Bombardierungen stehen in keinem Verhältnis zu den Gegenschlägen der Hizbollah. Die Tsahal hat F-15-Bomber benutzt, um Bombenteppiche zu legen und alle Städte Südlibanons in Schutt und Asche zu legen. Seit der Zerstörung Hanois durch die US-Air Force im Jahr 1972 hatte keine Nation es jemals wieder gewagt, auf diese Art der Bombardierung von Städten zurückzugreifen ? seither hat auch keine moderne Armee eine derartige Niederlage gegen eine Guerilla einstecken müssen. Die Hizbollah hingegen hat Raketen benutzt, die einzig gegen militärische Ziele gerichtet waren, selbst wenn auf Grund mangelnder Zielgenauigkeit zwangsläufig auch zivile Einrichtungen getroffen wurden. Es ist erwiesen, dass der libanesische Widerstand einen Militärflughafen, das zentrale elektronische Übermittlungszentrum, das Hauptquartier des israelischen Kommandos Nord zerstört und zwei Kriegsschiffe schwer beschädigt hat.
Anlässlich der Erklärung der Uno zum Ende der Feindseligkeiten und als die Hizbollah noch zögerte, welche Haltung sie dazu einnehmen wollte, haben sich die libanesischen Vertriebenen spontan auf den Rückweg begeben. Eine halbe Stunde nach dem heiss­ersehnten Zeitpunkt entstand auf den noch befahrbaren Strassen des Landes ein riesiger Verkehrsstau. Die Vertriebenen haben sofort auf den Ruinen ihrer Wohnungen und Häuser ihr Lager aufgeschlagen und so symbolisch ihre Weigerung zum Ausdruck gebracht, ihr Land preiszugeben. Dieser menschliche Strom hat die israelischen Bodentruppen gezwungen, ihren Rückzug zu beschleunigen.
Die israelische Luftwaffe behauptet auch, innerhalb von 72 Stunden alle Abschussrampen für die Sahar-Raketen, die den Hizbollah vom Iran geliefert wurden, zerstört zu haben. Die Hizbollah jedoch bestreitet dies und gibt an, dass sie immer noch in der Lage sei, Tel Aviv zu treffen. Dies ist auch wahrscheinlich, denn als Tsahal versuchte, die Bombardierungen Beiruts wiederaufzunehmen und ­Hassan Nasrallah mit einem Vergeltungsschlag gegen Tel Aviv drohte, haben die Israeli ihr Vorhaben aufgegeben.
Die Verantwortlichen der Hizbollah sagen, dass sie lediglich ein Neuntel ihres Arsenals genutzt hätten und heute in der Lage wären, einen identischen Krieg während elf Monaten führen zu können. Die vor Ort gewonnenen Informationen zeigen, dass mehrere ihrer Anti-Panzer-Einheiten in Reserve gehalten wurden und nicht am Kampf teilgenommen haben.
Letztlich hat die vollständige Beherrschung des Luftraums Tsahal keineswegs geholfen, ihre Kriegsziele zu erreichen. Der Einmarsch der Bodentruppen hat seinerseits von Anfang an zu einem völligen Fiasko geführt.

Das Versagen der Bodenoffensive

Vom ersten Tag an ist der Versuch, mit Panzern ins Land einzudringen, fehlgeschlagen, und die Kavallerie musste zum Rückzug blasen. Traditionellerweise ist ein schnelles Vorwärtskommen gerade die Stärke von Tsahal. Dieser erste Misserfolg wurde als ein verfrühter Versuch interpretiert. Die Generalstäbe waren der Meinung, dass sobald die Bomber das Terrain freigemacht hätten, die Bodentruppen keine Probleme mehr haben würden, die verbleibenden Widerstandszellen zu säubern. Die Hizbollah wurde als eine terroristische Splittergruppe von 250 bis 500 Kämpfern mit modernen Waffen dargestellt. Die Erklärungen von Hassan Nasrallah, dass die Partei Gottes über mehrere tausend kriegserprobte Kämpfer und 15 000 Reservisten verfüge, wurden als Prahlerei abgetan. Dies war ein schwerwiegender Irrtum und einzig einer Selbsttäuschung zuzuschreiben. Es brauchte absolut keine komplexen Nachrichtendienste, um die tatsächliche Situation einzuschätzen, um so mehr als die Hizbollah seit Jahren Pressebesuche in ihren Einrichtungen organisierte, um dadurch Abschreckung zu erzielen. Aber die Rhetorik des «Krieges gegen den Terrorismus», der alle patriotischen Bewegungen mit fanatischen Splittergruppen gleichsetzt, hat über die allen bekannte Realität gesiegt.
Die Hizbollah ist ein Widerstandsnetz, das sich im Laufe der israelischen Besetzung (1982?2000) gebildet hat. Da sie sich völlig bewusst ist, dass der Frieden in der Region unmöglich ist, solange die Frage des ­politischen Regimes, das in Israel in Kraft ist, nicht geregelt ist, hat sie die letzten sechs Jahre damit verbracht, sich auf neue Kämpfe vorzubereiten. Sie hat ihre Untergrundstruktur beibehalten und gleichzeitig einen politischen und parlamentarischen Flügel entwickelt. Sie hat bei ihren Mitgliedern ? Männern wie Frauen ? auf die Ausbildung einer kämpferischen Disziplin grossen Wert gelegt. Sie hat mit der Unterstützung ihrer syrischen, iranischen und vielleicht auch russischen Verbündeten ein beeindruckendes Waffenlager errichtet.
Sie hat ihre eigenen Irrtümer aus der vorhergehenden Periode analysiert und die Kampfmethoden der Israeli in Palästina und die der Amerikaner im Irak studiert. Sie hat sich die Guerillatechniken bestens angeeignet und diese modernisiert. Gemäss den von den libanesischen Generälen A. H. und E. H. ausgearbeiteten Theorien hat die Hizbollah eine Form der Guerilla erfunden, die auf die Verwendung verschiedenster Waffen setzt. So haben sie bereits früher uralte Feldtelephone im Boden vergraben, die im Unterschied zu den digitalisierten Kommunikationsmitteln nicht abgehört werden können. Gleichzeitig benutzen sie High-tech-Infrarot-Nachtsichtgeräte, um die Mobilität ihrer Kommandos zu erhöhen.
Der Krieg in Libanon war also kein asymmetrischer Krieg zwischen einer modernen, gut ausgerüsteten Armee und einer Guerilla von Landstreichern. In dieser Schlacht des israelischen Goliath gegen den libanesischen David verfügte der Schwache nicht nur über eine Steinschleuder, sondern auch über RPG-29-Vampire, die besten Raketenabschussrampen der Welt.
Die Technik des Blitzkriegs, die 1939 den Sieg der Deutschen ausmachte, hat seine Grenzen gefunden. Sie stützte sich vollständig auf den Einsatz von Panzern. Mit der Zeit sind diese immer schwerer geworden, um Geschossen widerstehen zu können, die immer stärker wurden. Heute sind manche mit abgereichertem Uran überzogen, um ihre Panzerung zu verstärken. Sie waren leichte Beute für die russischen RPG der Hizbollah. Man muss sich im übrigen fragen, ob der Libanon-Krieg nicht das Ende der Panzer bedeuten wird, wie die Schlacht von Azincourt das Ende der Ritter bedeutete. Vorläufig hat das israelische Verteidigungsministerium angekündigt, dass es die Produktion der Merkava-Panzer, die bis anhin als die besten der Welt angesehen wurden, einstelle.

Ein tragischer Analysefehler

Aber über die Strategie, die Taktik und die Bewaffnung hinaus ist die wichtigste Lehre aus dem Libanon-Krieg der Wert der Truppen. Bei früheren Konflikten setzte Tsahal in der vordersten Front professionelle Einheiten ein und liess in den folgenden Tagen einen Schwarm von Reservisten aufmarschieren. Diese waren zäh im Kampf, um das eroberte Land zu verteidigen und neues zu erobern. Aber die Zeiten haben sich geändert. Die Helden der jüdischen Legion und der Hagannah sind tot. Ihre Enkelkinder sind die Nutzniesser eines Apartheidregimes, die nicht mehr für eine Partei kämpfen, sondern für ihre Privilegien. Ihre militärischen Erfahrungen beschränken sich auf das Niederknüppeln von anderen Menschen in den palästinensischen Territorien. Sie haben die Konfrontation mit dem patriotischen Widerstand eines unabhängigen Landes nicht ertragen.
In Tat und Wahrheit war dieser Krieg nicht derjenige Israels gegen Libanon, sondern der des Zionisten gegen das egalitäre Ideal. Man muss an dieser Stelle daran erinnern, dass Tsahal nicht aus dem israelischen Volk besteht, sondern aus Israeli jüdischer Abstammung, die die Araber bekämpfen, selbst wenn diese Israeli sind. Im Laufe der Jahre, hat sich diese Armee vor allem dem Erhalt der Ordnung gewidmet oder eher der Aufrechterhaltung der Apartheid. Die antizionistischen israelischen Juden haben sich zunächst für die Kriegsdienstverweigerung und für die Insubordination entschieden. Heute setzen sie ihre Hoffnung in die Hizbollah. Sie haben dem libanesischen Widerstand alle internen Dokumentationen von Tsahal übermittelt, die schnell ins Arabische übersetzt und an die Guerilla verteilt wurden. Auf diese Weise verfügten die Widerstandskämpfer über präzise Beschreibungen der Einheiten, die sie bekämpften. Sie kannten die militärischen Hierarchiestufen und die Rangabzeichen ? so nahmen sie speziell die Offiziere ins Visier, bevor sie wieder verschwanden.
Diese Qualität der Informationen des Widerstandes, der einen deutlichen Gegensatz bildet zur Selbsttäuschung der zionistischen, militärischen Informationen, ist Teil der Erklärung für das Resultat dieses Krieges. Die Erinnerung an die Stadt Aïta Al-Chaab an der libanesisch-israelischen Grenze wird bleiben, in der ungefähr hundert Kämpfer während 34 Tagen den Angriffen der Tsahal widerstanden haben, ohne je aufzugeben.

Hassan Nasrallah ? Ho Chi Minh und Mandela zugleich?

Die Regierungen Israels und der Vereinigten Staaten bestehen hartnäckig darauf, diesen Konflikt als eine Etappe des «Krieges gegen den Terrorismus» darzustellen, obwohl der Widerstand aus dem Volk und die Niederlage von Tsahal dieser Analyse widersprechen. Die Hizbollah ihrerseits stellt diese Kämpfe als eine Schlacht im Krieg zwischen der zionistischen Ideologie und dem egalitären Ideal dar, der in dieser Region geführt wird. Diese politische Analyse, die nun in dieser Region Oberhand gewonnen hat und die Verhältnisse im Nahen Osten umkehrt, hat die Wut der extremsten Generäle innerhalb des Generalstabs von Tsahal hervorgerufen.
Wenn es auch unmöglich ist, die Zahl der antizionistischen israelischen Offiziere anzugeben, die heimlich mit der Hizbollah in Kontakt sind, so ist es dagegen einfach, die Art und Weise zu bewerten, wie die Israeli den Widerstand wahrnehmen. Meinungsumfragen haben gezeigt, dass die täglichen Sendungen des Senders Al-Manar auf Hebräisch von den Israeli mehr gehört wurden als die Nachrichtensendungen ihrer eigenen Fernsehkanäle.  Sie haben auch aufgezeigt, dass die Israeli doppelt so grosses Vertrauen in Hassan Nasrallah haben wie in Ehud Olmert, um die aktuelle Krise zu lösen. Weit davon entfernt, von Tsahal ausgelöscht worden zu sein, ist die Hizbollah nun ein unsichtbarer politischer Akteur in Israel geworden, wo sie das mögliche Ende der Apartheid und die Errichtung eines dauerhaften Friedens für ausnahmslos alle Bevölkerungsgruppen verkörpert.

Die israelische Niederlage

Die israelische Offensive in Libanon war die Folge einer Verknüpfung von Interessen:
? Für die Neokonservativen, die in den Vereinigten Staaten an der Macht sind und hier die Befehlsgeber sind, handelt es sich strategisch um die Verfolgung des Plans, die Grenzen des Nahen Ostens neu zu setzen, und taktisch darum, die Hizbollah zu eliminieren, bevor sie Syrien und später Iran angreifen.
? Für das zionistische Regime, das in Israel an der Macht ist, handelt es sich strategisch darum, die Bevölkerungen aus Südlibanon zu verjagen, diese Zone und ihre Wasservorkommen zu annektieren, um dort ein Homeland (bantoustan) für die Araber aus dem Westjordanland ? vielleicht auch aus Gaza ? zu schaffen. Taktisch geht es darum, die Hizbollah als Opposition zur Regierung Siniora zu eliminieren.
? Für das Finanzsystem, das in Libanon von der Familie Hariri verkörpert wird, erlauben die Zerstörungen eine Neuauflage der riesigen Operationen des Wiederaufbaus des Landes, mit denen sie sich in den 90er Jahren bereichert haben.
Nun sind aber die Grenzen Libanons nicht verändert worden; die Bevölkerung Südlibanons hat ihr Land wiedergewonnen, von dem sie verjagt worden waren; die Hizbollah ist die erste politische und militärische Kraft Libanons geworden und wird zu einem wesentlicher Akteur des israelischen innenpolitischen Lebens; die Libanesen haben sich wiedervereint; Syrien hat wieder die regionale Vorherrschaft gewonnen; der Iran ist durch den Sieg seines libanesischen Verbündeten gestärkt worden. Was die finanziellen Ziele angeht, riskiert die Familie Hariri ? die sich in Beirut kaum an der Macht wird halten können ?, ihre riesigen Besitzungen, die sie während des ersten Wiederaufbaus illegal erworben hat, zu verlieren.  
Die militärische Offensive hat in allen Punkten zu einer Niederlage geführt.    ?

Quelle: www.voltairenet.org, Originaltitel: «La défaite d?Israël au Liban», 6.9.2006