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Was wir über Uranwaffen wissen müssen

Angesichts der militärisch-industriellen Propaganda brauchen wir Bürger einen klaren Blick. Denn die entsetzlichen Bilder von Neugeborenen aus den Kriegsgebieten ? insbesondere dem Irak, Bosnien, Kosovo und Afghanistan ?, die trotz Militärzensur und dem selbstauferlegten Schweigen der Medien in die Öffentlichkeit gelangen, zeigen, was uns alle erwartet, wenn der Einsatz von Uranwaffen nicht sofort eingestellt wird.Die Medien und unsere Regierungen schweigen hartnäckig über eine Bedrohung, die viel schwerwiegender ist als Pest und Aids, direkter als die Klimaerwärmung und viel gefährlicher als das Ozonloch.

Was ist abgereichertes Uran (Depleted Uranium)?

von Dr. Paul Roth, Medizinphysiker (Institut für Strahlenschutz, Neuherberg)

«Abgereichertes Uran entsteht, wenn man Kernbrennstoffe herstellen will. Dann muss man aus dem natürlichen Uran, das in dieser Form dafür nicht verwendet werden kann, angereichertes Uran herstellen, und das geschieht im Prinzip wie in einer Zentrifuge in einer Molkerei. Dort wird die normale Milch, die natürliche Milch in die Zentrifuge gebracht, und auf der einen Seite entsteht der Rahm, aus dem man die Butter machen kann, und auf der anderen Seite die Molke.
Analog geschieht etwas mit dem Uran, man bringt es auch in eine Zentrifuge, und auf der einen Seite erhält man eine Fraktion, die angereichert ist, die man dann für Kernbrennstoffe verwenden kann, und auf der anderen hat man das abgereicherte Uran. Das heisst, das abgereicherte Uran ist ein Abfallprodukt, und es gibt sehr intensive Überlegungen, wie man die inzwischen sehr grossen Bestände an abgereichertem Uran, die auf der Welt vorhanden sind ? in der Grössenordnung von über 1 Million Tonnen, und sie werden täglich mehr ?, wie man dieses Uran sozusagen wieder entsorgen kann.»    ?


Warum Uran bei den Militärs so beliebt ist

von Dr. Paul Roth, Medizinphysiker

«Uran hat eine extrem hohe Dichte, es ist fast doppelt so schwer wie Blei, das heisst, wenn ein solches Urangeschoss mit höchster Wucht auf eine Panzerung trifft, dann dringt es durch diese Panzerung hindurch, fast wie durch Butter, und bei diesem Prozess verdampft noch ein Teil dieses Materials, zum Beispiel als Abrieb beim Eindringen in einen Panzer, und im Innern des Fahrzeugs entzündet sich dieses Material und führt zusätzlich dazu, dass Personen im Fahrzeug getötet werden bzw. verbrennen. Dieser doppelte Effekt, diese hohe Durchdringungsfähigkeit, also in einen Panzer einzudringen, und diese Fähigkeit, teilweise zu verbrennen, die macht diese Munition bei den Militärs so beliebt.»    ?


Uran ist radioaktiv und hochgiftig

Bei der Radioaktivität unterscheidet man zwischen Gamma-Strahlung, Beta-Strahlung und Alpha-Strahlung. Bei der Alpha-Strahlung werden Partikel, bestehend aus zwei Neutronen und zwei Protonen, freigesetzt.
Im wesentlichen durch Einatmen kann ein Uranpartikelchen in den Körper gelangen.
In einem millionstel Gramm Uran-238 werden pro Sekunde 12,4 «Alphateilchen mit einer Energie zwischen 4,15 und 4,2 MeV (Millionen Elektronenvolt) in eine zufällige Richtung abgegeben. Bloss 6 bis 10 eV (Elektronenvolt) sind notwendig, um einen DNS-Strang in einem Zellkern zu spalten. In einem Tag sendet ein Mikrogramm reines
U-238 1 071 000 Alphateilchen in das Gewebe des Organs, in dem es sich befindet, hinein. Jedes dieser Teilchen besitzt mehr als 4 MeV Energie. Die räumliche Reichweite dieser Alphateilchen beträgt etwa 6 Zellen.»
Uran ist ausserdem ein Schwermetall und führt wie bei Blei zu schweren Vergiftungen im Körper.    ?

Quelle: Bertell, Rosalie, «Depleted Uranium: All the Questions About DU and Gulf War Syndrome are not yet Answered», in: International Journal of Health Services, 2006, Volume 36, Nummer 3, Seite 505


Wie der Uranstaub den Körper schädigt

Die promovierte Biologin und Krebsexpertin Rosalie Bertell erläutert in ihrem Aufsatz ausführlich, wie die Nanopartikel aus Uran im Stoffwechselgeschehen der Körperzellen und auf die Erbinformation der DNA in den Zellen Einfluss nehmen. Sie macht deutlich, dass auf der Ebene des biologischen Zellgeschehens immer eine Vielfalt von Faktoren in Wechselwirkung zueinander stehen. Nur die Berücksichtigung dieser Komplexität bringt die volle schädigende Wirkung des Uranstaubs als radioaktives Schwermetall zusammen mit anderen Faktoren zum Vorschein. Die eindimensionalen mathematischen Schadensberechnungen der Strahlungskommissionen im Dienste des militärisch-industriellen Komplexes können ? und wollen ? die Schädigungen durch den Uranstaub nicht zur Kenntnis nehmen. Zusammenfassend stellt sie fest:
Die Probleme «sind viel zu komplex, als dass sie mittels einer reduktionistischen Methode, die den toxischen Effekt einer einzelnen Komponente herausfiltert ? selbst wenn es sich um DU handelt ?, beurteilt werden könnten. Eine Erhöhung der freien Radikale, Schwermetallvergiftungen, die Komplexität und Sensitivität gestörter Zellreaktionen, geschädigte Organellen, dysfunktionale Enzyme und Hormone und das Eindringen von Mykoplasmen ? alles Vorgänge, die gleichzeitig innerhalb lebenswichtiger Organe stattfinden ? verursachen enorme Probleme fürs das Leben und Überleben. Die von Physikern verwendete mathematische Methodik eignet sich nicht für unlösliche Nanopartikel wie das keramische DU, das zusammen mit dieser toxischen Suppe innerlich eingelagert ist.
Die mathematische Standardberechnung des strahlungsbedingten Krebstodrisikos ist auf Grund der zahlreichen anderen karzinogenen Mechanismen, der Fehlfunktionen bei der Zellreparatur und komplexen biochemischen Reaktionen, die nicht in die Berechnungen einbezogen sind, voraussichtlich irreführend. Bei den Veteranen, deren Krankheiten durch innerliche radioaktive Verseuchung und durch die verschiedenen Fehlfunktionen der Zellen verursacht wurden, und die trotzdem versuchen, ein normales Leben zu führen und ihre Familien zu ernähren, ist die strahlenphysikalische Vorhersage über das durch Niedrigstrahlung verursachte Krebs­todrisiko wahrscheinlich sowohl falsch als auch irrelevant. Die Behörden werden aber diese unzutreffenden Modellrechnungen sehr ernst nehmen, wenn es um die Vergabe von Schadensersatz geht.
Die Kriegsveteranen und auch das medizinische Personal, das ihnen hilft, müssen verstehen, was in diesem Krieg geschah und was getan werden kann, um die Situation der Veteranen zu verbessern. Sie brauchen medizinische, finanzielle und politische Hilfe.»    ?

Quelle: Bertell, Rosalie, a.a.O., Seiten 516


Bei dem Aufschlag eines Geschosses entsteht durch Verbrennung Uranoxid-Feinstaub

«Bei dem Aufschlag auf ein hartes Ziel entzündet sich Uran. Die Temperatur des entstehenden Metallrauches durch DU liegt zwischen 3000° und 6000 ° C. Dies im Gegensatz zu einer im Irak durchschnittlichen Umgebungstemperatur von 22° bis 45 ° C oder 575 ° C Flammentemperatur durch TNT in anderen Kriegen. Bei dieser hohen Temperatur nimmt das Uranoxid Keramikeigenschaften an, und es wird unlöslich in Körperflüssigkeiten. Aus diesem Grund wird das einmal eingeatmete Uranoxid zur chronischen Quelle einer Uranschwermetall- und einer radioaktiven Kontaktstrahlungsvergiftung im Körper. [?]
Die Nanopartikel aus Uranoxid, die in dem Metallrauch entstehen, können eingeatmet die Blut-Luft-Schranke überwinden, in Körperzellen eindringen und eine maximale Strahlendosis an das Gewebe abgeben (Kontaktdosis durch einen Partikel mit maximaler Oberfläche im Verhältnis zum Volumen, mit wenig Selbstschutz), und so werden freie Radikale und oxidativer Stress in den Zellen erzeugt.»

Quelle: Bertell, Rosalie, a.a.O., Seiten 504, 507

«Dokumente des US Army Materiel Command stellten fest, dass die Uranoxide zu 57 Prozent unlöslich und zu 43 Prozent löslich sind und dass mindestens 50 Prozent von ihnen eingeatmet werden können.     ?

Quelle: Doug Rokke, «Sofortiges Handeln bezüglich abgereichertem Uran erforderlich», 16.6.05


Grauenvolle Folgen für das werdende Kind

«Lösliches Uranoxid und alle Nanopartikel können in die Plazenta eindringen, und sie sind besonders giftig für den sich schnell entwickelnden Embryo oder Fötus. In niedrigen Dosen schädigen sie das fötale Gehirn und bewirken so Verhaltensprobleme wie Aggressivität und Hyperaktivität oder geistige Behinderung. Weitere teratogene Effekte sind angeborene Missbildungen und Krankheiten. Die noch nicht vollständig entwickelten Immun- und Hormonsysteme des Fötus sind stärker gefährdet als die eines ausgewachsenen Menschen.
Eine offizielle epidemiologische Studie beschäftigte sich mit der Gesundheit der Kinder von Golf-Kriegs-Veteranen. Es war eine Studie über Veteranen im allgemeinen und beschränkte sich nicht auf diejenigen, die am Golf-Kriegs-Syndrom litten oder von denen man wusste, dass sie DU ausgesetzt gewesen waren. Diese von Han Kang vom US-Department of Veterans? Affairs durchgeführte Studie über Geburtsfehler bei Kindern von Kriegsveteranen in den Vereinigten Staaten konzentrierte sich auf die erste Schwangerschaft nach der Heimkehr aus dem Golf-Krieg. Knapp unter 21 000 Veteranen aus allen vier Abteilungen der Streitkräfte, teils noch im Aktivdienst, teils pensioniert, wurden in der Studie berücksichtigt (das sind etwa 70% der Personen, die Fragebögen erhalten haben). Bei männlichen Golf-Kriegs-Veteranen fand man eine um das Doppelte und bei weibliche Veteranen eine um das Dreifache erhöhte Wahrscheinlichkeit, Kinder mit Geburtsschäden zu bekommen, als  bei Veteranen, die nicht im ersten Golf-Krieg gedient hatten. Zu den Geburtsdefekten gehörten zusammengewachsene Finger und Zehen, Herzgeräusche, Anomalien der Chromosomen und Gehirntumore. Die Forscher schlossen Fälle von Entwicklungsstörungen, vorgeburtlichen Komplikationen und Kinderkrankheiten aus der Studie aus.»    ?

Quelle: Bertell, Rosalie, a.a.O., Seiten 514

*Epidemiologie ist das Studium der Verbreitung und der Ursachen von gesundheitsbezogenen Zuständen und Ereignissen in Populationen.

«Uranwaffen sind ein Verbrechen gegen Gott und die Menschheit.»
Doug Rokke