Botschaften in Teheran bereiten Evakuierung vor
Die Befürchtungen, dass ein Angriff auf den Iran in naher Zukunft bevorsteht, bekommen Nahrung durch einen Artikel in der Jerusalem Post vom 23. März. Dort heisst es u.a.: «In Teheran sind verschiedene ausländische Botschaften dabei, für den Fall eines westlichen Angriffes auf Iran, ihre Ernstfall-Evakuierungspläne auf den neuesten Stand zu bringen.
Laut ausländischen Quellen glauben auswärtige Diplomaten, dass ein möglicher Angriff vor Ende 2007 stattfinden würde. Bis zu dem Zeitpunkt könnte Iran über so viel angereichertes Uran verfügen, dass der radioaktive Fallout, der durch Beschädigung oder Zerstörung seiner Atomanlagen bei einem Angriff entsteht, eine humanitäre und ökologische Katastrophe verursachen würde. Grundsätzlich haben Botschaften in allen Ländern Evakuierungspläne für ihre Mitarbeiter, aber ausländische Quellen beschreiben die Atmosphäre in Iran als eine von erhöhter Bereitschaft. Kürzlich haben verschiedene diplomatische Missionen mit Sitz in Teheran damit begonnen, ihre Pläne nochmals zu überarbeiten und Botschaften ohne ständige Sicherheitsbeamte haben um solche ersucht.
Wie verlautet, sind Fachleute der Botschaften dabei, verschiedene Evakuierungsmöglichkeiten und deren Logistik zu prüfen, so zum Beispiel die zeitliche Berechnung der Routen zu verschiedenen Destinationen mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln. Zu den Plänen gehört auch die vollständige Evakuierung des gesamten Mitarbeiterstabes.» ?
Auszug aus: Amir Mizroch. Excusive: Embassies in Therean prepare escape plans. Jerusalem Post, online edition, 23.3.2007. Übersetzung Zeit-Fragen