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False Flag Terrorism: Manchmal trügt der Schein

von Dr. Bruno Bandulet, Bad Kissingen

«False Flag Terrorism» ist ein Fachausdruck, der sich auf die Arbeit von Geheimdiensten bezieht.

Nämlich auf Terroraktionen, die unter «falscher Flagge» durchgeführt und der anderen Seite unterschoben werden. Der Zweck besteht darin, eine andere Partei zu diskreditieren, die Akzeptanz für die eigene Politik zu erhöhen oder bestimmte Ziele zu erreichen.
Beweise für solche Operationen lassen sich naturgemäss schwer beschaffen ? und wenn, dann oft Jahre später. Meist bleibt es bei Vermutungen. Zum Beispiel wurde der amerikanischen Besatzungsarmee im Irak unterstellt, sie habe den inzwischen ausser Kontrolle geratenen Bürgerkrieg zwischen Sunniten und Schiiten ursprünglich selbst angeheizt.
Selbst die eher proamerikanische «Neue Zürcher Zeitung» befasste sich in der Ausgabe vom 20. April mit der These, dass die innerirakischen Gegensätze von den Besetzern zwar nicht geschaffen, aber doch verstärkt wurden, bis der gesamte Konflikt als Bürgerkrieg erschien ? und fügte hinzu: «Die These scheint sich gegenwärtig zu bestätigen. Der Terror im Irak zielt oft genau darauf ab, Sunniten und Schiiten gegeneinander aufzubringen.» Wenn das stimmt, wäre es die klassische, schon von der britischen Kolonialmacht perfektionierte Methode des divide et impera.
False Flag Terrorism wurde auch dem Kreml im Zusammenhang mit den Bombenanschlägen in Moskau unterstellt, die tsche­tschenischen Terroristen angelastet wurden, objektiv aber zum Wahlsieg Putins beitrugen. Andererseits war es verdächtig, dass die russische Journalistin Politkowskaja unmittelbar vor Putins Deutschlandbesuch ermordet wurde ? und der in London lebende Ex-Spion Litwinenko kurz vor dem Gipfeltreffen der EU und Russlands. Dass beide Morde Russ­land enorm geschadet haben, steht ausser Zweifel. Eine vergleichsweise kleinformatige Operation dieser Art war der von der NS-Regierung inszenierte Überfall auf den Sender Gleiwitz am 31. August 1939, der von Hitler als eine Rechtfertigung unter anderen für den Angriff auf Polen benutzt wurde.
Dank der Forschungsarbeit des Schweizer Historikers Daniele Ganser kann es als «sehr wahrscheinlich» gelten (so Ganser gegenüber dem DeutschlandBrief), dass inszenierter Terrorismus auch in Westeuropa von Nato-Geheimdiensten praktiziert wurde. Einzelheiten ? vor allem über die mysteriöse Organisation Gladio ? sind nachzulesen in Gansers Buch «Nato?s Secret Armies», das im kommenden Jahr auch in Deutsch herauskommen wird. Am l1. April 2005 erschien ein diesbezüglicher Artikel im Hamburger Spiegel, der sich weitgehend auf Gansers Recherchen stützte.
Der Spiegel machte dabei allerdings den Fehler, nicht klar zwischen dem Gründungszweck der Nato-Geheimarmee Gladio (benannt nach dem römischen Kurzschwert) und ihrer späteren Verwicklung in terroristische Aktivitäten zu trennen. Aufgabe von Gladio sollte es sein, sich im Falle eines sowjetischen Grossangriffs auf Westeuropa überrollen zu lassen und später den Widerstand aufzunehmen. Dazu wurde eine Vielzahl geheimer Waffenlager angelegt. Die Organisation existierte in allen Nato-Ländern (und in der Schweiz). Die Hauptfederführung lag beim Pentagon, direkt zuständig waren zwei Unterkomitees beim Nato-Hauptquartier, in denen vor allem Generäle aus den Militärgeheimdiensten sassen. Als Ausbilder der Partisaneneinheiten fungierte der britische SAS. Die genaue personelle Stärke von Gladio wurde nie bekannt. Ganser sprach von 600 bis 1000 Leuten allein in Italien ? eine grobe Schätzung.
1990, nach dem Ende des kalten Krieges, brach die Geheimhaltung zusammen, die erstaunlicherweise jahrzehntelang funktioniert hatte. Lediglich in drei Ländern folgte eine parlamentarische Untersuchung: in Italien, Belgien und in der Schweiz. In Deutschland, wo Aktivitäten «befreundeter Geheimdienste» für die Justiz grundsätzlich tabu sind, wurde die Affäre unter den Teppich gekehrt.
Am ergiebigsten sind die in Rom liegenden Dokumente, die von Ganser, dessen Familie aus dem Tessin stammt, komplett ausgewertet wurden. Sie lassen nur den Schluss zu, dass Gladio und die hinter der Organisation stehenden Geheimdienste inklusive CIA nicht nur für den Krieg trainierten, sondern auch eingesetzt wurden, um einen Linksrutsch in Italien zu verhindern. Und zwar mit Hilfe von verheerenden Terroranschlägen, die ab 1969 Italien erschütterten und die den Roten Brigaden und damit auch der italienischen Linken in die Schuhe geschoben wurden, um diese zu diskreditieren. (Umfangreiche Recherchen dazu finden sich auch in: Regine Igel, «Terrorjahre ? Die dunkle Seite der CIA in Italien», München 2006)
Nie vollständig aufgeklärt wurden die Hintergründe des Münchener Attentats vom 26. September 1980, bei dem 13 Menschen starben und 213 verletzt wurden. Der Täter, ein Neonazi aus der Wehrsportgruppe Hoffmann, starb bei dem Anschlag. Bei den Verhören kam die Polizei einem gewissen Heinz Lembke auf die Spur, und über ihn wiederum wurden umfangreiche Waffenlager in der Lüneburger Heide gefunden, die offenbar von Gladio angelegt worden waren. Am l. November 1981, als Lembke vor der Staatsanwaltschaft aussagen wollte, wurde er erhängt in seiner Zelle gefunden.
Bis heute unvollständig ist auch unser Wissen über den Anschlag vom 11. September 2001. Bekanntlich gab die Katastrophe den Anstoss für eine Neuausrichtung der amerikanischen Weltpolitik, für den Krieg gegen den Terrorismus, für die Besetzung Afghanistans und des Irak, für die Errichtung zahlreicher neuer US-Stützpunkte in der ganzen Welt (demnächst auch in Afrika), für die erstmalige Ausrufung des Nato-Bündnisfalles und nicht zuletzt für die Verwicklung der Bundeswehr in den Krieg am Hindukusch, der nicht zu gewinnen ist.
Im Falle des 11. September hat es sich ohne Zweifel um eine Verschwörung gehandelt, denn eine solche setzt laut amerikanischem Strafrecht eine geheime Absprache zwischen mehreren Beteiligten voraus. Ganser unterscheidet zwischen drei Verschwörungstheorien:
1.    Die erste, die sogenannte Überraschungstheorie, geht davon aus, dass der 11. September von Usama bin Ladin in Afghanistan geplant und von 19 Muslimen mit Hilfe von vier entführten Flugzeugen ausgeführt wurde. Die US-Behörden seien von dem Attentat, das fast 3000 Tote forderte, völlig überrascht worden. Diese Version vertritt der 2004 erschienene offizielle «9/11 Commission Report».
2.    Die zweite Theorie, die sogenannte «Let-It-Happen-on-Purpose-Theory» (Lihop), behauptet, bin Ladin und al-Kaida hätten den Anschlag zwar geplant und ausgeführt, jedoch hätten Teile der US-Regierung davon rechtzeitig erfahren und absichtlich (on purpose) nicht eingegriffen, um eine schon vorher geplante Serie von Kriegen im Mittleren Osten zu legitimieren.
3.    Die extremste Theorie nennt sich «Make-It-Happen-on-Purpose-Theory» (Mihop) und unterstellt, dass ein bestimmter Flügel der Geheimdienste bzw. der Regierung die Anschläge selbst organisiert und die bekannten Videos von bin Ladin gefälscht habe. Diese Version wurde zum Beispiel von Kevin Barrett, einem Professor an der Universität von Wisconsin, vertreten. James Fetzer wiederum, emeritierter Philosophieprofessor der Universität von Minnesota, kann sich zwischen Theorie 2 und 3 nicht entscheiden, hält aber die offizielle Überraschungstheorie für Unsinn.
Tatsächlich kann der offizielle «9/11 Commission Report», der nicht zuletzt auch für Deutschland zu weitreichenden neuen «Bündnisverpflichtungen» geführt hat, nicht überzeugen. Zum einen unterlässt es der «Report», die finanzielle Seite des 11. September aufzuklären: die abnorm hohen Bargeldabhebungen bei den Banken im Juli und August 2001; die vor dem 11. September an der New Yorker Börse aufgebauten spekulativen Positionen, mit denen unbekannte Parteien an den Anschlägen verdient haben; und die Finanzierung der Anschläge selbst.
Auf Seite 172 des «Report» heisst es: «Bisher war die US-Regierung nicht in der Lage, den Ursprung der Gelder zu ermitteln, die für die 9/11-Angriffe verwendet wurden. Letzten Endes ist die Frage von geringer praktischer Bedeutung.»
Wirklich? Die Kommission hätte zum Beispiel nachforschen können, von wem die Gelder kamen, die 2000 auf die Bankkonten von Mohammed Atta in Florida eingezahlt wurden. Sie hätte auch Berichten nachgehen können, wonach ein pakistanischer Geheimdienstdirektor mit den Überweisungen zu tun hatte ? derselbe Direktor, der am Morgen des 11. September mit Geheimdienstexperten des Senats und des Repräsentantenhauses frühstückte und der bald nach dem 11. September von seinem Posten zurücktrat.
Ebenfalls nicht untersucht wurde, warum im Juli und August 2001 auffallend viele Dollarnoten von den Banken bezogen wurden ? 5 Milliarden mehr als im Durchschnitt. Es war der stärkste Anstieg des Bargeldumlaufs seit 1947, dem Jahr, als die Federal Reserve diese Daten zuerst veröffentlichte. Dass Bargeld vor einem Kriegsausbruch und im Krieg gehortet wird, ist ein bekanntes Phänomen. Eine Erklärung wäre auch, dass gewisse Personen einer befürchteten Sperrung ihrer Konten zuvorkommen wollten. Tatsächlich liess Präsident Bush am 24. September 2001 eine Reihe von Bankkonten einfrieren. Aber da hatten zahlreiche Leute (darunter Verwandte von bin Ladin, der Ex-Chef des saudischen Geheimdienstes und nach unbestätigten Berichten sogar ein Bankchef) die USA bereits auf Sonderflügen verlassen. Jedenfalls wird die aussergewöhnlich grosse Nachfrage nach Dollar-Banknoten im Sommer 2001 im «Commission Report» nicht einmal erwähnt. Überhaupt macht der «Report» einen grossen Bogen um die finanziellen Hintergründe des 11. September.
Völlig unterschlagen wird ausserdem der Einsturz des dritten Gebäudes des World Trade Center (WTC 7), in dem sich Büros des Pentagon, des CIA und des Secret Service befanden. WTC 7 wurde bekanntlich nicht von den Flugzeugen getroffen. Die «New York Times» kommentierte, WTC 7 sei das «grosse Geheimnis» der Anschläge. Jedenfalls hätte das begrenzte Feuer, das dort ausbrach, das 170 Meter hohe Gebäude nicht innerhalb von sieben Sekunden zusammenstürzen lassen können. «Nach meiner Meinung ist das Gebäude WTC 7 mit grosser Wahrscheinlichkeit fachgerecht gesprengt worden», sagte Hugo Bachmann, emeritierter Professor für Baustatik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule.
Da die fachgerechte Sprengung eines solchen Hochhauses tagelange Vorbereitungen benötigt, liegt der Schluss nahe, dass jemand vorher gewusst hat, was am 11. September passieren würde. Aber selbst dann bleibt die Frage offen, warum WTC 7 gesprengt wurde. Somit stellen die mysteriösen Vorgänge um WTC 7 die gesamte offizielle Version zum 11. September in Frage. ?

Quelle: DeutschlandBrief vom Juli 2007

Krypto-Handys


Als in den französischen Banlieues Unruhen ausbrachen, hatte der israelische Geheimdienst die Hand im Spiel. Das jedenfalls ist aus westeuropäischen Geheimdienstkreisen zu hören. Der Dienst habe an die Jugendlichen sogenannte Krypto-Handys verteilt, die von der französischen Polizei nicht abgehört werden konnten und mit denen die Übergriffe organisiert wurden. Absicht war, die Richtung der traditionell proarabischen französischen Aussenpolitik zu ändern. Die Israeli hätten allerdings das Ausmass der Unruhen unterschätzt.

Quelle: DeutschlandBrief vom Juli 2007

Die offizielle Geschichte des 11. Septembers ist nicht glaubwürdig

Daniele Ganser: «Meine Studenten und andere Leute haben mich immer gefragt: Wenn es bei diesem ?Krieg gegen den Terrorismus? wirklich um Erdöl und Erdgas geht, könnten die Attentate des 11. Septembers nicht auch manipuliert worden sein? Oder ist es ein Zufall, dass die Muslime von Usama bin Ladin genau in dem Augenblick zugeschlagen haben, als die Länder des Westens begannen zu verstehen, dass sich eine Erdölkrise ankündigte? Da habe ich begonnen, mich zu interessieren, was über den 11. September geschrieben wurde. Vor allem habe ich den offiziellen Untersuchungsbericht zu den Terroranschlägen studiert, der im Juni 2004 veröffentlicht wurde. Die Information, die wir haben, ist nicht sehr genau. Wichtige Fragen und Ereignisse werden im sechshundertseitigen Untersuchungsbericht überhaupt nicht erwähnt, darunter zum Beispiel der Einsturz des sogenannten ?dritten Turmes?, [?] der Turm heisst WTC 7. Einige spätere US-Regierungsberichte sagen, ein kleines Feuer habe das WTC 7 zum Einsturz gebracht. Aber ich habe mit Professoren gesprochen, die die Struktur der Gebäude gut kennen; sie sagen, dass ein kleines Feuer die Struktur einer so grossen Dimension nicht zerstören kann. Die offizielle Geschichte des 11. Septembers, die Schlussfolgerungen der Kommission, sind nicht glaubwürdig.»

Aus einem Gespräch zwischen Silvia Cattori und Dr. Daniele Ganser, Dezember 2006