Effektive Mikroorganismen
Wer kennt nicht den Frust, wenn Schädlinge und Schnecken das schönste Gemüse fressen und unsere Anstrengungen, einen guten Ertrag zu erarbeiten, zunichte machen. Man probiert mit Dünger, vielleicht auch mit Giftstoffen.
Das ist Schnee von gestern! Heute können wir mit «Effektiven Mikroorganismen» (EM) unsere Böden wirksam pflegen, brauchen keine Kunstdünger und keine Gifte mehr. Dieses EM ist eine Mikroorganismensuppe aus 85 verschiedenen Stämmen, alles aufbauende ungiftige Mikroben. Milchsäurebakterien, Photosyntheseorganismen, Hefen und Pilze sind die Hauptgruppen. Eine wichtige Entdeckung von Teruo Higa, dem Erfinder dieser Mikrobenkombination, ist, dass die anaeroben und aeroben Organismen in Symbiose sehr wohl an der Luft leben können, und erst in der Kombination ergibt sich die antioxidative und aufbauende Wirkung.
Der japanische Agronom und Mikrobiologe Professor Teruo Higa hat vor mehr als 20 Jahren diese Mikroorganismenkombination entwickelt, und seither wird weltweit damit experimentiert und gearbeitet. In der Schweiz gibt es eine Interessengemeinschaft mit mehr als 600 Mitgliedern.
Die EM-Studienreise ins Chiemgau im September hat uns gezeigt, wie EM von Bauern auf ihren grossen Höfen angewendet wird. Direkt beim Grasmähen wird es mit Sprühgeräten auf die Wiese gespritzt, das geerntete Gras kann direkt als Viehfutter verwendet oder als Silage unter Luftabschluss fermentiert werden. Es riecht nachher wie Sauerkraut, die Kühe lieben es, sie werden gesund davon, und der Tierarzt muss kaum mehr kommen. Im Stall verhindert es die Ammoniakbildung der Gülle, es stinkt nicht mehr. Die fermentierte Gülle verätzt die Pflanzen nicht und stinkt nicht beim Ausbringen.
In einem Hof mit 18 000 Legehennen haben wir die gute Wirkung selbst sehen können. Die Hühner haben keine Milben mehr, sie rupfen sich keine Federn aus, und sie legen schöne grosse Eier. In der Ventilationsluft wird EM vernebelt und dem Trinkwasser wird EM zudosiert, das ist alles. Die Hühner sind 1½ Jahre ertragreich statt nur 1 Jahr ohne EM.
Der Beeren-Franz giesst seine Beerenplantagen mit EM. Er produziert ohne Pflanzenschutzmittel wohlschmeckende Blaubeeren und Himbeeren, Trauben, Äpfel und Birnen.
Ein Imker spritzt EM in die Bienenwaben und bekämpft damit verschiedene Ungeziefer, seine Bienen sind gesund, er hat weniger Verluste und gute Erträge.
Grosse Wunden bei einem Pferd wurden täglich mehrmals mit EM ausgewaschen, statt das Tier zu töten, 2 Wochen später war es wieder geheilt und wohlauf.
Und meine eigenen Erfolge? Im Garten habe ich einige Obstbäume; im letzten Herbst habe ich im Wurzelbereich von jedem Baum mit dem Locheisen drei etwa 30 cm tiefe Löcher gemacht. In jedes Loch gab ich zwei Esslöffel einer Mischung aus 80% Steinmehl und 20% EM-Keramikpulver. Dann goss ich in jedes Loch Wasser mit etwa 5% EMa,1 fertig. Diesen Herbst konnte ich von 2 jungen Zwetschgenbäumen erstmals sehr gute Früchte ernten, der Mirabellenbaum trug ebenfalls, was nur etwa alle 3 Jahre vorkommt, Äpfel und Birnen gab es in guter Qualität und Menge.
Die Gartenbeete wurden mit EMa-Wasser gegossen, es gab gutes Gemüse, Stangenbohnen, Tomaten und Salat. Bei den Tomaten haben wir Fehler gemacht, Tomaten sollen nicht gegossen werden, auch nicht an die Wurzel ? dann bilden sie kilometerlange Wurzeln und bleiben gesünder. Nächstes Jahr bekommen sie noch ein Regendach, dann sollten sie noch besser gedeihen.
Während des Sommers habe ich Bokashi gemacht. Rasenschnitt und Unkraut habe ich jeweils mit 20% EMa-Wasser benetzt und in ein Plastikfass gegeben. (Es gibt noch wirksamere Methoden, indem EMa mit Zuckerrohrmelasse zusätzlich aktiviert wird; im Buch von Anne Lorch gibt es gute Anleitungen.) Oben luftdicht verschlossen (Plastikfolie, am Rand gut hinuntergestossen, mit Steinen beschwert), in den Fassboden Löcher gebohrt, damit der Saft ablaufen kann. Die Fässer unter die Apfelbäume gestellt, der Saft ist bester organischer Dünger.
Im Herbst, beim Vorbereiten der Beete für den Winter habe ich umgegraben und in jede Fuhre von diesem fermentierten Grünzeug verteilt. Bokashi muss mit Erde vermischt werden, weil es zu sauer ist für die Wurzeln. Die Beete werden mit 1% EMa-Wasser begossen und bedeckt mit Häcksel vom Baumschnitt, ebenfalls während des Sommers in Plastiksäcken mit EMa fermentiert.
Unkraut mit viel Erde an den Wurzeln, Fallobst usw. werfe ich in den Kompost. Mit EMa übergossen, verrotten die Abfälle schnell und ergeben eine gute Gartenerde. Bokashi ist allerdings der bessere Dünger, weil er organisch bleibt; im Kompost verwandeln sich die Nährstoffe dagegen in die mineralische Form, was für die Pflanze wieder mit Photosynthese erzeugte Hilfsstoffe braucht, um den mineralischen Dünger aufzunehmen.
Beobachten Sie selbst, wieviel länger ein Blumenstrauss hält, der EMa ins Wasser bekommt.
So macht das Gärtnern Spass!
Werner Frey, Thalwil
Verkauf:
Martha Barbon, Grüenfeld 2, CH-8833 Samstagern;
Walter und Ruth Dörig (-Grätzer), Ebnetwies 9,
CH-9502 Braunau,
www.ig-em.ch, www.em-schweiz.ch,
www.bionova-hygiene.ch.
Deutschland: www.emev.de, www.emiko.de,
www.zivilcourage.ro
Österreich: www.multikraft.at
1 EMa ist aktivierte EM-1-Grundsubstanz. 3% EM 1 + 3% Zuckerrohrmelasse + 94% Wasser während 10 Tagen bei 35 °C in einem geschlossenen Kanister fermentieren lassen. Man kann das selber machen oder fertig kaufen.
EM Keramikpulver ist mit EMa angemachte Tonmasse, die nach dem Brennen gemahlen wurde. Es gibt auch Keramikröhrchen, um Wasser zu aktivieren, und EM-Keramikgeschirr, um die Getränke zu aktivieren. Es gibt viele weitere Produkte, auch für die Körperpflege usw.