Narco-State Kosovo?
Eine US-Gabe der besonderen Art
km. Von 1839 bis 1842 und von 1856 bis 1860 führten Grossbritannien und dann Grossbritannien und Frankreich zwei «Opiumkriege» gegen China. China, das beide Kriege verlor, wurde gezwungen, das Land für den britischen Opiumhandel und dann für alle europäischen Waren zu öffnen. Das Ziel, «die Chinesen vom Rauschgift abhängig und so die chinesische Wirtschaft handlungsunfähig zu machen» (Internetlexikon Wikipedia) wurde erreicht und so ein Wirtschaftskrieg gegen China (das bis dahin viel mehr nach Europa exportiert als aus Europa importiert hatte) gewonnen. China sank «von der einst unumschränkten Hegemonialmacht Asiens zu einem halbkolonialen De-fakto-Protektorat westlicher Mächte» (Wikipedia) herab.
Haben die Opiumkrieger des 19. Jahrhunderts Nachfolger in der US-Politik gefunden?
Die US-Regierung und ihre folgsamsten Vasallen-Regierungen in Europa haben die Unabhängigkeitserklärung Kosovos als erste anerkannt. Die US-Regierung hatte hierauf am meisten gedrängt und schon allein dadurch alle ernsthaften Verhandlungen, die zu einer einvernehmlichen Lösung über den künftigen Status Kosovos hätten führen können, sabotiert. Und das, obwohl bestens bekannt war und ist, dass bekannte Namen der heute in Kosovo tonangebenden Kräfte engste Verbindungen zur Organisierten Kriminalität (OK) haben, beziehungsweise dieser sogar zuzurechnen sind.
Für die meisten Menschen in Kosovo hat sich mit der Unabhängigkeitserklärung nichts zum Besseren hin verändert. Die Wirtschaftslage ist katastrophal, fast die Hälfte der arbeitswilligen Bevölkerung ist ohne Arbeitsplatz. 9 Jahre nach dem völkerrechtswidrigen Krieg und nach 9 Jahren Besetzung durch Unmik und Kfor hat sich die Situation der Menschen fast nur verschlechtert. Die bittere Hypothek eines uranverseuchten Landes lastet auch auf den Kosovaren.
Wozu also der ganze «Unabhängigkeitszauber»?
Da gibt es die Überlegung, das «unabhängige» Kosovo soll zur unangefochtenen europäischen Drehscheibe der OK und damit des europäischen Rauschgifthandels werden. Unangefochten, weil nun die OK Regierungsämter mit diplomatischer Immunität besitzt und so ungeschoren in der ganzen Welt herumreisen und ihren eigentlichen Geschäften nachgehen kann. Ein Treppenwitz der Geschichte also, wenn gerade in dieser Situation die Europäische Union eine 2000 Personen starke Beamtentruppe nach Kosovo schicken will, die sich auch noch Eulex nennt, also eine Beamtentruppe, die nach offizieller Lesart «Unterstützung für mehr Rechtsstaatlichkeit» (Presseerklärung der deutschen Bundesregierung vom 5. März) in Kosovo sein, aber auch auf wohl nicht absehbare Zeit das letzte Wort in der Politik Kosovos haben soll.
Für die «Politik» vielleicht, zum Beispiel bei der Gängelung und Drangsalierung der Bevölkerung dort. Aber wohl kaum für die gerade in Amt und Würden geratenen Gangster des Landes. Wozu auch! Wenn es Teil eines strategischen Plans ist, diese Herrschaften und den Rauschgifthandel fest installieren zu wollen.
Sehr wahrscheinlich ist auch schon ausgemacht, woher das Rauschgift kommen wird: aus Afghanistan. Von dort wird nämlich erneut berichtet, dass das US-Militär in den Drogenhandel zutiefst verstrickt ist und US-amerikanische Militärflugzeuge das Opium des Landes ausfliegen: zum Beispiel hin zu den US-Luftwaffenstützpunkten in Kirgistan und in der Türkei (vgl. Vladimir Radyuhin: «Narco Aggression: Russia accuses the U.S. military of involvement in drug trafficking out of Afghanistan», www.globalresearch.ca vom 24. Februar; aber auch: Prof. Dr. Albert A. Stahel und Claudine Nick: «Das Werden eines ?Narco State?. Afghanistan im Spannungsfeld von Organisierter Kriminalität, Terrorismus und der Machtpolitik der USA», Zeit-Fragen Nr. 11 vom 10. März).
Der russischen Regierung ist die Verstrickung der US-Politik in den afghanischen Rauschgifthandel seit langem bekannt, und die russische Regierung erkennt auch sehr genau, worum es eigentlich geht: nicht nur um sehr viel Geld für dunkle Geschäfte der US-Politik, sondern auch um den gezielten Versuch einer Destabilisierung ihres Landes mittels enormer Verbreitung des Rauschgifthandels, des Rauschgiftkonsums und der Rauschgiftkriminalität.
Gewisse Regierungen Europas aber scheinen für die Pläne der US-Politik auch noch die Hand zu reichen, eben wie Vasallen, denen das Schicksal ihrer eigenen Völker gleichgültig ist. Oder warum sonst sagen sie so bereitwillig ja zu einem OK-Staat Kosovo und zu einer weiteren Ausbreitung der OK und des Rauschgiftproblems in den Ländern Europas? Oder sind auch schon diese europäischen Regierungen unheilbar eng mit der OK verstrickt? Oder tobt auf dem Balkan schon jetzt ein verdeckter und vertuschter kalter Krieg zwischen den USA und der EU?
Immerhin: Manche behaupten, die US-Luftwaffe habe schon 1999 den für die EU günstigen Transportkorridor im nördlichen Serbien gezielt bombardiert und dort wichtige Infrastruktur zerstört, um diesen Korridor weniger nutzbar zu machen und die Position der EU zu schwächen, den von der US-Regierung selbst favorisierten Korridor aber, der südlich von Camp Bondsteel verläuft, geschont. Sollen also die 2000 Eulex-Beamten am Ende doch noch gegen die Truppen von Camp Bondsteel antreten? ?