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Leserbriefe

Die Bush-Regierung vor Gericht

eim Attentat vom 11. September 2001 in New York prallten zwei Linienflugzeuge auf die Türme des World Trade Centers, die anschliessend zusammenbrachen und 3000 Menschen unter sich begruben. Zwei andere Flugzeuge sind am Boden zerschellt, wovon das eine ins Pentagon geprallt sein soll. Die Bush-Regierung hat kurz nach dem Attentat einen Bezug zu den «Islamisten» hergestellt, die unter der Führung von Usama bin Ladin gehandelt hätten. Weiter behaupteten sie, dass bin Ladin mit dem irakischen Diktator Saddam Hussein in Verbindung stehe, der über Massenvernichtungswaffen verfüge und deshalb eine Bedrohung für die Welt darstelle.
Inzwischen weiss man, dass die amerikanische Regierung in bezug auf die Massenvernichtungswaffen gelogen hat, und vor allem einen Grund gesucht hatte, den Irak anzugreifen und sich des Öls zu bemächtigen.
Aber wie verhält es sich nun mit dem 11. September? Die Erklärungen von Bush und Konsorten wurden ohne grosse Kritik von allen Regierungen und Medien akzeptiert, trotz ihrer Inkohärenz. Dies verhinderte jedoch nicht, dass unabhängige Untersuchungen stattfanden. Der Franzose Thierry Meyssan hat auf die Möglichkeit hingewiesen, dass die amerikanische Regierung selbst in das Attentat verwickelt gewesen sei. Diese Hypothese wurde von den Kommentatoren fast einstimmig abgelehnt und lächerlich gemacht, und dabei blieb es.
Im Internet jedoch findet man das Buch von Michel Chossudovsky mit dem Titel «Amerikas Krieg gegen den Terrorismus». Darin ist Folgendes zu lesen: «Dank genauester Recherchen kann der Autor beweisen, dass das Attentat vom 11. September das Ergebnis eines Militärkomplotts, mit der Komplizenschaft von wichtigen Mitgliedern der Bush-Administration war.» Michel Chossudovsky ist Wirtschaftsprofessor an der Universität Ottawa und Träger mehrerer akademischer Auszeichnungen. Sein Buch erschien 2002 und wurde 2005 neu aufgelegt. Darin legt er dar, dass der «Krieg gegen den Terrorismus» nur ein Vorwand ist, und es sich in Wirklichkeit um einen Eroberungskrieg handelt. Diese Informationen sind jedermann zugänglich, der sich informieren will, und somit vor allem auch den Medien und Regierungen der ganzen Welt.
Wenn nun Chossudovsky die Wahrheit sagt, müssten Bush und seine Mannschaft wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit beim Internationalen Strafgerichtshof angeklagt werden. Ausser den 3000 Toten in New York hat das Attentat vom 11. September 2001 Zehntausende von Toten im Irak, in Afghanistan und anderswo nach sich gezogen. Ganz zu schweigen von den Abscheulichkeiten, die in den Gefängnissen von Guantánamo und weiteren Folterstätten geschehen.
Man möchte also gerne erfahren, weshalb nichts unternommen wird, obwohl die Behauptungen von Chossudovsky, meines Wissens, nicht dementiert worden sind. Zurzeit unterziehen sich die westlichen Regierungen weiterhin den Anweisungen der amerikanischen Regierung und scheinen sich nicht zu schämen, dem amerikanischen Präsidenten die Hand zu schütteln.
Wenn sie beweisen können, dass Chossudov­sky sich irrt, weshalb tun sie es dann nicht?

Pierre Lehmann, Chernex VD