«Wenn es die «Schweinegrippe» ist..., ist sie nicht gefährlich»
Interview mit Prof. Bernard Debré, Abgeordneter des französischen Parlaments
Bernard Debré, Professor der Medizin, Abgeordneter (UMP) von Paris und Mitglied des nationalen Ethikausschusses, behauptet das Gegenteil dessen, was der Premierminister am Freitag erklärt hat. Während François Fillon sich angesichts der «unvermeidlichen» Pandemie der Grippe A-H1N1 alarmiert zeigte, meint Bernard Debré, dass man die Sache aufbausche.
Le journal du dimanche: Sie gehören zu denen, die meinen, dass man «zu viel» aus der Grippe A-H1N1 mache. Aber macht man jemals genug, um eine Pandemie einzudämmen?
Bernard Debré: Diese Grippe ist nicht gefährlich. Wir sind uns bewusst geworden, dass sie vielleicht sogar ein bisschen weniger gefährlich ist als die saisonale Grippe. Die Übung muss also jetzt abgebrochen werden!
Übertreiben Sie nicht ein bisschen?
Dieser Typus von Grippe wurde erwartet und machte grosse Angst. Allen war noch das Phänomen der Vogelgrippe H5N1 präsent, die mit einer Sterblichkeitsrate von 60 – 65% für den Menschen sehr gefährlich, aber nicht ansteckend ist, da sie die Artenschranke nur schwer durchbricht. Wir befürchteten eine Neuzusammensetzung der Gene, die einen sehr virulenten und ansteckenden Virus hätte hervorbringen können. Diese Lotterie hat stattgefunden. Aber sie hat eine gute Zahl geliefert: H1N1. Man fürchtete einen Pikbuben, hat aber eine Herzdame gezogen…
Nach den Vorfällen in Mexiko, mussten die Staaten reagieren…
In Mexiko hat die Grippe Tote gefordert, da sie gerade ausgebrochen war. Wie bei allen neuen Krankheiten, gegen die der Körper noch keine Abwehr entwickelt hat, betrifft es vor allem junge Menschen und weniger junge aber sehr behinderte, unterernährte und geschwächte Menschen… Alle Massnahmen wurden ergriffen, wie die schnelle Entwicklung von Impfstoff, die Isolierung der Kranken, statistische Erfassung von Tag zu Tag… Das ist eine Übung in Lebensgrösse einer medizinischen Armee des Staates, die sich in Stellung begibt gegen ein Übel, das eines Tages auftreten könnte. Aber irgendwann muss man diese Übung abbrechen.
Warum jetzt abbrechen, wenn doch der Krieg für den Herbst angesagt ist?
Alles, was wir tun, dient nur dazu uns Angst zu machen. Ja, diese Grippe breitet sich sehr schnell aus. Und was heisst das? Ein Kranker steckt zwei oder drei an, während bei einer klassischen Grippe einer angesteckt wird. Aber es bleibt ein Grippchen, es ist weder Ebola noch Marburg… Übrigens stelle ich fest, dass die öffentlichen Ämter, ohne es zu sagen, bereits begonnen haben, einen Gang zurückzuschalten. Die Kranken, bei denen man übrigens nicht mehr überprüft, ob sie das H1N1 oder einen einfachen Schnupfen erwischt haben, werden von nun an aufgefordert, Paracetamol zu nehmen.
Sie klagen die Staaten an, panisch reagiert zu haben?
Ab dem Zeitpunkt, wo die WHO etwas schnell angefangen hat, mittels täglicher Pressemitteilungen und wiederholten Pressekonferenzen aktiv zu werden, hatten die Regierungen nicht wirklich eine andere Wahl, als dem zu folgen. Ich werfe ihnen vor, dass sie in der Folge einer politisch medialen Vermarktung dieses Ereignisses erlegen sind.
Trifft das auf Frankreich zu?
Natürlich! Es gibt 800 registrierte Fälle in Frankreich. Das ist ein Witz! Werden wir ab jetzt auch über Durchfallerkrankungen Buch führen? Man hätte von Anfang an mit offenen Karten spielen sollen: Wir bewegen uns im Rahmen einer Übung in Lebensgrösse. Punkt. Es ist unnötig, die Bevölkerungen verrückt zu machen, ausser man möchte ihnen zu politischen Zwecken, die folgende Botschaft einhämmern: Liebe Leute, schlaft ohne Furcht, wir wachen über euch.
Sie haben Roselyne Bachelot im Rahmen der Debatte über das Krankenhausgesetz vehement widersprochen. Ist Ihre Kritik an ihrem Plan zur Bekämpfung der Grippe nicht eine politische Abrechnung?
Ich klage nicht Roselyne Bachelot an. Sie ist nicht mehr verantwortlich als jener Abgeordnete der Grünen, der in der Nationalversammlung forderte, dass die Gesundheitsministerin über die verfügbare Anzahl wasserdichter Anzüge und die Qualität der Masken Rechenschaft ablegen solle…
Der Fehler ist also politischer Natur…
Nein, denn, ich wiederhole mich, am Anfang war das Vorgehen gerechtfertigt. Aber es ist zumindest ein wirtschaftlicher Fehler. Ich verstehe nicht, warum der Staat eine verbindliche Bestellung von 100 Millionen Impfdosen gemacht hat. Man hätte die Laboratorien ihre Produkte entwickeln lassen sollen und dann nach Bedarf Impfstoff kaufen. Wir wissen bereits, dass die Impfstoffe nicht vor dem 15. November fertig sein werden. Das bedeutet, dass sie erst dann zur Verfügung stehen werden, wenn der erste Höhepunkt der Ansteckung bereits überschritten ist. Was soll mit den Hunderten Millionen von gelagerten Masken geschehen? Sollen die an saisonaler Grippe Erkrankten gezwungen werden, sie zu tragen? Was mir noch schlimmer erscheint, ist, dass man Spitalbetten und Ambulanzen für nichts in Beschlag genommen hat und somit anderen Kranken Zeit und Chancen auf Genesung geraubt hat.
Der Premierminister spricht von Millionen von Ansteckungen. Ist Ihre pointierte Position da nicht etwas kühn?
Im Moment zählen wir weltweit etwa 800 Tote, wobei in der südlichen Hemisphäre die Ansteckungsrate zweifelsohne gerade ihren Höhepunkt erlebt. Dies sind vielsagende Zahlen. Natürlich, kann dieses Virus mutieren und virulent werden. Zurzeit ist die Mehrheit der Virologen jedoch nicht dieser Ansicht… Nehmen wir an, dass der schlimmste Fall eintritt. Können wir sicher sein, dass die bestellten Impfstoffe wirksam sein werden? Nein.
Ist unsere Gesellschaft übervorsichtig bis zum Letzten geworden?
Das ist das Weltuntergangssyndrom. Der Mensch wurde durch ein Virus geschaffen und wird durch ein Virus sterben. Das war schon immer so. Vor dem Virus gab es die Angst vor den Mikroben mit der Pest und der Cholera. Die Menschheit hat diese Schlacht gewonnen. Also Achtung vor der Revanche des Virus! •
Quelle: Le journal du dimanche, 25.7.2009
Übersetzung Zeit-Fragen
WHO im Verbund mit Pharmaindustrie
Klaus Stöhr, Leiter des Influenza-Impfstoff-Programms der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Vogelgrippe-Kampagne der WHO 2005/2006 wechselte anschliessend zum Pharma-Konzern Novartis, der jetzt gerade einen neuen Grippe-Impfstoff gegen die Schweinegrippe «Optaflu» auf den Markt bringen möchte. Stöhr hatte es schon bei der Vogelgrippe geschafft, eine für den Menschen nicht existierende Erkrankung so zu verkaufen, dass Milliarden für Medikamente aus Steuergeldern ausgegeben wurden. Es spielte damals keine Rolle, dass es die «Vogelgrippe» beim Menschen gar nicht gab und dass deshalb die gebunkerten Medikamente auch noch nicht einmal klinisch für diesen Einsatz beim Menschen getestet waren. Jetzt strebt Novartis eine Abnahmegarantie für seinen gerade zugelassenen «Optaflu»-Impfstoff an.
Quelle: Wodarg-Blog vom 4.8.2009
Kritik an der bisher beispiellosen Impfkampagne kommt auch aus den Ländern. «Wenn der Verlauf der Schweinegrippe so harmlos bleibt wie jetzt, wäre ein Massenimpfprogramm nicht gerechtfertigt», sagt Matthias Gruhl, Abteilungsleiter Gesundheit in Bremen und mitverantwortlich für die Pandemieplanung.
Quelle: Spiegel Online vom 1.8.2009
Zusammenhang zwischen Schweinegrippeimpfung und tödlicher Nervenkrankheit
Internes Schreiben offenbart die Bedenken von Neurologen angesichts von 25 Todesfällen in den USA
Eine Warnung, dass die neue Grippeschutzimpfung mit einer tödlichen Nervenerkrankung in Verbindung steht, wurde von der Regierung in einem vertraulichen Brief an leitende Neurologen übermittelt. […] Den Neurologen wurde mitgeteilt, dass sie mit einem Ansteigen der Hirnerkrankung mit dem Namen Guillain-Barre-Syndrom rechnen müssen, das durch den Impfstoff ausgelöst werden könne. […] Der Brief, der an circa 600 Neurologen am 29. Juli versandt wurde, ist ein erstes Zeichen dafür, dass auf den höchsten Ebenen Bedenken bestehen, dass der Impfstoff selbst schwere Komplikationen verursachen könnte. […] Bereits zuvor sind Bedenken geäussert worden, dass der neue Impfstoff nicht ausreichend getestet sei und dass die Folgen, insbesondere für Kinder, unbekannt sind.
Quelle: Jo Macfarlane, „Swine flu jab link to killer nerve disease: Leaked letter reveals concern of neurologists over 25 deaths in America“, http://www.dailymail.co.uk/home/search.html?s=y&authornamef=Jo+Macfarlane
Übersetzung Zeit-Fragen
«Was wir hier erleben, ist ein Grossversuch an der deutschen Bevölkerung.»
Wolfgang Becker-Brüser, Herausgeber des «Arznei-Telegramms», hat die geplante Massenimpfung gegen die Schweinegrippe in Deutschland kritisiert.
Quelle: Spiegel Online vom 1.8.2009
8 Milliarden für Pharmafirmen
Nahezu 8 Milliarden Dollar werden für die «möglicherweise pandemische Schweinegrippe» und die damit möglicherweise einhergehenden Zwangsimpfungen ausgegeben. Dies scheint nur der Bereicherung der Pharmafirmen, die den Impfstoff herstellen, zu dienen.
Quelle: Ron Paul, http://www.CampaignForLiberty.com/article.php?view=119 Page 2/2
Übersetzung Zeit-Fragen