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Juden in New York protestieren gegen Israels Politik und das Wahlergebnis

Rund 900 New Yorker Juden haben am 13. Februar an einem 24-Stunden-Protest gegen die Politik und den Krieg Israels gegen die Palästinenser im Gaza-Streifen sowie gegen das Ergebnis der israelischen Parlamentswahlen demonstriert. Die Demonstranten riefen nach Gerechtigkeit für das palästinensische Volk und einem Ende der Besetzung Palästinas.
Diese Demonstration war eine von vielen jüdischen Protestveranstaltungen für Frieden in Israel und Palästina und gegen die andauernde Blockade des Gaza-Streifens. Am 11. Februar zum Beispiel hatten US-amerikanische Juden gegen die Besetzung Banner mit der Aufschrift «Freies Palästina» an fünf verschiedenen Orten gehisst.
«Die vor kurzem begangenen Verbrechen der israelischen Regierung gegen die Palästinenser in Gaza haben mich das erste Mal in meinem Leben dazu gebracht, mich als Jüdin zu äussern», sagte eine an der Demonstration teilnehmende Jüdin.
Die Protestveranstaltung fand vor der World Zionist Organization und der Jewish Agency statt, weil beide Organisationen die Politik der israelischen Regierung uneingeschränkt unterstützen.
«Als ein Kind von Holocaust-Überlebenden und als Jüdin weise ich es zurück, dass die World Zionist Organization und die Jewish Agency Israels barbarisches Vorgehen in Gaza verteidigen», sagte eine andere jüdische Protestteilnehmerin.
Die Demonstranten hielten Plakate hoch mit den Aufschriften «Nein zur Zerstörung Gazas» und «Juden fordern Gerechtigkeit für das palästinensische Volk».
Organisiert wurde der Protest von einer neuen Vereinigung jüdischer Friedenskämpfer, die sich den Namen «Juden sagen Nein» gegeben haben. Während der Demonstration wurden Solidaritätsadressen aus Israel und aus Palästina verlesen.
Ein weiterer Demonstrationsteilnehmer wird mit den Worten zitiert: «Nach den Wahlen in Israel glaube ich, dass es wichtiger denn je ist, unsere Stimme zu erheben.» Ein Bürgerrechtsanwalt sagte: «Die fehlende Bereitschaft Israels, das Völkerrecht zu achten, ist zermürbend. Das Völkerrecht entschuldigt aber weder Israel noch irgendein anderes Land.»

Quelle: http://nyc.inddymedia.org/or/2009/02/103502.html vom 14.2.2009