Leserbriefe

Liebe Leserinnen und Leser
Eigentlich hatte ich die Absicht, als «Rufer in der Wüste» kürzer zu treten, da die Empfänger meiner Sendungen vermutlich in weltanschaulicher Hinsicht mehr oder weniger meine Auffassungen teilen dürften.
Nun äussert sich die Redaktion von Zeit-Fragen im Kasten unten links auf der ersten Seite besorgt, weil offenbar trotz ehrenamtlicher Arbeit die Mittel beschränkt sein dürften. Dieses «Wochenblatt» denkt daran, nur noch vierzehntägig eine Ausgabe zu drucken. Die Herausgeber verzichten auf Inserate, weil sie ihre Unabhängigkeit bewahren wollen. Zeit-Fragen scheut sich nicht, Klartext zum Ausdruck zu bringen, nicht einfach dem Zeitgeist zu frönen. Man muss nicht mit allem, was zu lesen ist, einverstanden sein, aber es scheint mir wichtig, alle Argumente zu bedenken und zu gewichten, um zu einem ausgewogenen Urteil zu kommen.
In der erwähnten Ausgabe sind wieder höchst interessante Artikel enthalten zu politischen Abläufen, eine Rede des neuen Papstes, ein Interview mit Stephen Halbrook betreffend das «Modell Schweiz», eine kritische Meinungsäusserung zu Bildungsfragen, eine Würdigung zum Übertritt der Bourbaki-Armee 1871, ein Aufruf von Dr. Judith Barben, «Mut zur Kursänderung», usw.
Ich habe das Buch von Stephen Halbrook «Die Schweiz im Visier» vor Jahren gelesen und war höchst beeindruckt. Auch eine Broschüre von Dr. Judith Barben betreffend das Vorgehen von Spin doctors habe ich mit grossem Interesse studiert.
Ich wende gerne von Zeit zu Zeit angemessene Mittel auf, um die Zeit-Fragen in meinem Bekanntenkreis zu streuen, auch in der Hoffnung, neue Abonnenten zu werben.
Ich bin auch Abonnent der Schweizerzeit von Dr. Ulrich Schlüer und der Weltwoche und bin froh, deswegen eine kritische Sicht des Weltgeschehens zu gewinnen. Die üblichen Forumszeitungen, Radio und Fernsehen sind nicht in der Lage, eine wirklich neutrale Sicht zu verbreiten.
Ich weiss, dass die Tagespolitik auch andere Herausforderungen stellt, aber wir müssen den Horizont darüber hinaus erweitern.
Trotz meiner bald 86 Jahre kann ich nicht einfach «abschalten» und «das Leben geniessen»; ich will tiefer graben.
Mit freundschaftlichen und herzlichen Grüssen

K. J. B-T., Beringen

Sehr geehrte Zeit-Fragen-Redaktion
Ein glücklicher Umstand hat mich zu Ihrer Seite geführt. Gerne lese ich, was Ihre Autoren verfasst haben. Sie haben mir viele erhellende Blickpunkte gegeben und mich einiges von dem, was um mich herum geschieht, mit anderen Augen betrachten lassen. Zugleich haben Sie mir bestätigt, was mir ein dpa-Korrespondent zu Zeiten des Kosovo-Krieges ans Herz gelegt hat: «Wenn Sie wissen wollen, was tatsächlich geschieht, dann schauen Sie sich in der Schweiz um. Lesen und hören Sie Schweizer Medien. Sprechen Sie mit Schweizern.» Freilich weiss ich aus eigenem Erleben, dass und wie auch in der Schweiz manipuliert wird und Themen inszeniert werden. Doch gibt es in der Schweiz – wie Zeit-Fragen belegt – auch noch denjenigen Journalismus, wie er jenseits Ihrer nördlichen Grenze recht selten geworden ist.
Mein besonderes Interesse gilt Ihren Betrachtungen und Kommentierungen der EU. Dass Sie dieses Gebilde aus verschiedenen Gründen mit besonderem Argwohn betrachten, liegt in der Natur der Schweizer Geschichte und des Schweizer Selbstverständnisses. Das ist in Ordnung so und von uns Nicht-Schweizern zu repektieren. Zumal gerade wir Deutschen einen speziellen Grund zum Argwohn hätten: Es war der Reutlinger Ökonom und spätere US-Eisenbahnminister Friedrich List, der mit seinem Werk über das System der nationalen Ökonomie wissenschaftlich dargelegt hat, dass einer wirtschaftlichen Einigung die politische Einigung zwingend vorangehen muss. Bismarck ist ihm gefolgt und hat 1871 das Deutsche Reich gründen können. Die Skandinavier sind in den 1920er Jahren mit ihrem Wirtschafts- und Finanzverbund gescheitert, weil sie auf die politische Einigung verzichtet haben. Schweden hat damals die Notbremse gezogen, ist aus dem Verbund ausgestiegen, und während die Weltwirtschaftskrise die Länder rundum schädigte, ging es in Schweden flott wieder bergauf.
Die politische Einigung der europäischen Länder ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Utopie. Weder wollen die Länder mit Bundesverfassung diese Verfasstheit aufgeben, noch wollen diejenigen, die mit zentralistischen Strukturen gut gefahren sind, ihr System aufgeben. Zeit-Fragen hat immer wieder und mit Recht darauf aufmerksam gemacht, dass es eine praktikable Lösung gibt, die diesen Konfliktbereich gegenstandslos macht. Diese Lösung ist die Efta-Konstruktion. Diesen Weg des allseitigen Respekts und der friedlichen Kooperation zu gehen erscheint unmöglich, solange die Transatlantiker in Deutschland und Europa das Sagen haben.
Über die Folgen dieses Unvermögens lässt sich spekulieren. Dass eine politisch nicht geeinte «EU» auf Dauer keine Chance hat, liegt für viele auf der Hand. Im Grunde ist die «EU» schon längst gescheitert und nichts anderes mehr als ein unproduktiver und inhaltsleerer Firmenmantel. Die Leute, die ich kenne, wären alle liebend gerne Europäer, doch nicht unter den real existierenden «EU»-Bedingungen. Für diesen planwirtschaftlichen, technokratisch-bürokratistischen und seelenlosen Apparatismus schlägt ihr Herz nicht. Möglicherweise muss es erst den Knall geben, den der frühere Opel-Chef und spätere General-Motors-Europe-Chef vor fast 20 Jahren in einem Interview mit der nicht mehr existierenden deutschen Wochenzeitschrift Die Woche skizziert und charakterisiert hat. Bleiben Sie uns Lesern erhalten.

W. Sch., Stuttgart

 

Sehr geehrte Damen und Herren
Ihre kurze redaktionelle Mitteilung auf Seite 1 der Nummer 19/2013 Ihrer Zeitung habe ich mit Betroffenheit gelesen. Ihr Entschluss, Zeit-Fragen nur 14tägig herauszugeben, kommt mir insofern entgegen, weil ich als Niedriglohnbeschäftigter und «Single» nur über wenig Freizeit verfüge. Deshalb konnte ich Ihnen auch keine Leserbriefe mit Kommentaren, Fragen oder auch – in seltenen Fällen – Kritik zu Ihren hochinteressanten Artikeln schreiben, was ich oft gerne getan hätte. Aber bitte: Veröffentlichen Sie Zeit-Fragen weiter!
Wenn ich Zeit-Fragen nach dem deutschen Schulnotensystem bewerten sollte, erhielte sie, ohne zu zögern, Note 1 = sehr gut! Meistens schneide ich die interessantesten Artikel aus, um sie im Archiv als Argumente für Leserbriefe zu sammeln, die ich an die Lokalpresse schreibe. Leider werden die Leserbriefe, die gegen die EU gerichtet sind, von den Tageszeitungen nicht mehr veröffentlicht.
Ausser Ihren Artikeln über aktuelle Zeitfragen lese ich auch immer gerne Ihre Artikel über die Geschichte der Schweiz sowie über ihr politisches System, über direkte Demokratie und über das Milizsystem. Zu praktisch allen Fragen und Problemen vertreten Sie in Zeit-Fragen einen vernünftigen Standpunkt, sei es zur Verteidigung der nationalen Souveränität der Schweiz, zur Landesverteidigung, zum Schulsystem, zum Umweltschutz usw. Ausserdem gefallen mir Ihre Veröffentlichungen von Stellungnahmen ausländischer Politiker (von Putin bis Lafontaine) oder von der Rede von Papst Franziskus zu den ausländischen Botschaftern in Zeit-Fragen Nummer 19.
Hochinteressant sind auch die Artikel von Finanz- und Wirtschaftsexperten wie Wilhelm Hankel und Eberhard Hamer. Bei einem kürzlich erschienenen Artikel von Professor Hamer (Unternehmer und Vertreter des Mittelstandes) erinnerte ich mich an Berichte der Peking Rundschau, die zu Maos Zeiten jede Form von privatem Unternehmertum verteufelte, aber nach Maos Tod und der Kulturrevolution die Dogmen von Karl Marx widerlegte. Ich stehe seit 1967 in Korrespondenz mit Radio China International – früher Radio Peking – und hatte bis zum Jahr 2000 auch die Peking Rundschau und China heute abonniert. Man darf aber nicht übersehen, dass die Reformpolitik in China zu extremen Klassengegensätzen unter einem korrupten diktatorischen System geführt hat. Nicht zuletzt meine Erkenntnisse über China lassen die Schweiz (nicht nur) in meinen Augen als ein wunderbares Modell erscheinen, wie es auch Stephen Halbrook in Zeit-Fragen Nummer 19 bemerkt.
Sie, verehrte Mitarbeiter von Zeit-Fragen, tragen lobenswerterweise dazu bei, dass die Schweiz erhalten bleibt und andere Länder von ihr lernen können. Machen Sie bitte weiter so!

Mit herzlichen Grüssen, G.F., Bielefeld

 

Sehr geehrte Redaktion
Ich bin erst vor kurzem auf Zeit-Fragen gestossen und möchte mich bei Ihnen für Ihre ausgezeichnete Arbeit bedanken. Die von Ihnen publizierten Artikel haben wesentlich mehr Fleisch am Knochen, als man das von den übrigen mehr oder weniger gleichgeschalteten Medien gewohnt ist. Vor allem ist es hoch zu schätzen, dass Sie Ihr Archiv unentgeltlich zur Verfügung stellen. Besonders Ihre Artikel zum schweizerischen Schul- und Erziehungswesen habe ich mit grossem Gewinn gelesen. Ich bin immer auf der Suche nach alternativen Stimmen und habe neben dem «Europäer» mit Zeit-Fragen nun eine zweite Schweizer Publikation gefunden, die mein Hirn vor dem Einrosten bewahren kann.
Als Zeichen meiner Hochschätzung habe ich 100 Franken gespendet. Keep up your good work! Auch wenn sie nur noch alle 14 Tage erscheint.

W. G., Tessin

 

Sehr geschätzte Redaktion der Wochenschrift Zeit-Fragen!
Seit längerer Zeit senden Sie mir Ihre Wochenzeitschrift zu, wofür ich mich sehr herzlich bedanke. Was mir dabei besonders gefällt ist die Tatsache, dass Sie auch auf Probleme eingehen, die ausserhalb der Schweizer Grenzen liegen und vor allem die objektive Berichterstattung und die ausgezeichneten Kommentare zum Weltgeschehen sowie Ihr starkes demokratisches Engagement in der Schweiz, das für Europa Vorbildcharakter hat und seine Wirkung auch in Österreich  nicht verfehlt.
Leider bin ich bereits 83 Jahre alt und tu mich beim Lesen schon schwer, aber ich hoffe, dass ich es noch ein Weilchen schaffe. Ihnen und allen Ihren Mitarbeitern sage ich ein herzliches Dankeschön, wünsche Ihnen weiterhin viel Mut, Erfolg und Zuversicht und grüsse Sie aus dem Pielachtal.

Ihr A. P., Rabenstein


Ich bin zwar kein Leserbriefschreiber, was aber nicht heisst, dass ich die Zeitung nicht ansprechend finde. Ganz im Gegenteil, ich bin heute der Ansicht, dass ich dank Zeit-Fragen erst zu einem (positiv-)kritischen und mitdenkenden Menschen geworden bin. Zeit-Fragen hat mir zu so vielen Themen die Augen geöffnet bzw. die ergänzende Information zu den grossen Medienhäusern gegeben.
Als ich vor vielen Jahren erstmals Zeit-Fragen gelesen hatte, dachte ich manchmal: das kann (darf) man doch so nicht schreiben, oder das kann doch nicht sein. Mit den Jahren hat sich aber immer wieder gezeigt, dass die Zeit-Fragen-Artikel inhaltlich das Zeitgeschehen richtig wiedergegeben haben! Auch wenn es entgegen den grossen Schlagzeilen von Tageszeitungen, TV usw. war.
Was mir auch sehr gut an Zeit-Fragen gefällt, ist, dass die Art, wie die Artikel verfasst sind, immer etwas Völkerverbindendes hat und nicht wie in den anderen Medien immer gegeneinander gehetzt wird.
Kurzum, Zeit-Fragen finde ich nicht nur ansprechend, sondern hervorragend. Daher hebe ich auch alle gelesenen Exemplare auf.
Mir bleibt nur der Dank an alle, die für das regelmässige Erscheinen von Zeit-Fragen zuständig sind!
Danke und liebe Grüsse, W. D., Embrach

Ich möchte Ihnen nur meine (und im Namen meines Volkes) Dankbarkeit zum Ausdruck bringen für Ihre Weltoffenheit, Ihre Besorgtheit um die Wahrheit und Ihren unermüdlichen Einsatz für höhere Ziele.
Grüsse aus Serbien,
G. M.

 

Sehr geehrte Damen und Herren
Ihre Mitteilung in der Ausgabe vom 27. Mai 2013, dass der Verlag sich vorbehält, Zeit-Fragen nur noch alle 14 Tage erscheinen zu lassen, habe ich mit grossem Bedauern zur Kenntnis genommen. Habe ich doch  jede Woche voller Freude und Spannung diese Zeitschrift erwartet.
Ich möchte hervorheben, dass die informative und aufschlussreiche Lektüre mit Brisanz und Humor geschrieben ist und im besonderen Wissen enthält und vermittelt.
Mein Interesse an Zeit-Fragen ist gross, weil ich diese Lektüre brauche. Ich werde weiterhin zu Ihrem Leserkreis gehören.
Mit besten Grüssen
G. M., Hozminden

 

Sehr geehrte Frau Chefredaktorin
Sehr geehrte Damen und Herren
Da ich den ganzen Monat Mai abwesend war, habe ich durch Horizons et débats vom 3. Juni erfahren, dass Sie Ihre sehr wertvolle Zeitung nur noch alle 14 Tage herausgeben wollen. Ich sehe darin kein Problem, wenn die Qualität und die Fülle die wöchentliche Publikation kompensieren. Ihre ausgezeichnete Zeitung muss Leuchtturm und ein Licht bleiben, die den Geist der Menschen erhellen und ihm in dieser Zeit grosser Umwälzungen den Weg weisen.
Als Geopolitologe und Geograph bin ich auch an vorderster Front daran, die heimtückischen und freiheitsfeindlichen Veränderungen zu analysieren, die unsere Gesellschaften bedrohen.
Ihre Entschiedenheit und Ihr Mut sowie Ihre Worte und Taten sind ein Garant für die Unabhängigkeit des Geistes und der Handlungen.
Ich hatte bisher nicht das Vergnügen, die Frau Chefredaktorin kennenzulernen, aber ich bleibe ein vorbehaltloser Unterstützer dieser Zeitung und ihrer mutigen ehrenamtlichen Mitarbeiter.
Nehmen Sie Kontakt mit mir auf, falls Ihre Zweifel bestehenbleiben.
P. K., Yverdon

Auf unsere redaktionelle Mitteilung in der Ausgabe Nr. 19 vom 27. Mai haben wir so viele weitere positive Rückmeldungen erhalten, dass wir gerne noch einmal eine kleine Auswahl davon an unsere Leserschaft weitergeben möchten. Wir danken allen nochmals ganz herzlich für ihr häufig auch persönliches Echo und ihr differenziertes Mitdenken.

Die Redaktion