Wir gratulieren Professor Dr. Albert Stahel

Unser Vorschlag zu seinem Geburtstag: Die Landeshymne von 1945/46 wieder einführen

Professor Dr. Albert Stahel war von 1980 bis 2006 hauptamtlicher Dozent für Strategische Studien an der Militärakademie der ETH Zürich (Milak) und von 1986 bis 2010 las er als Titularprofessor an der Universität Zürich im Rahmen der Politikwissenschaften. Von 1989 bis 1992 lehrte er Internationale Beziehungen an der Abteilung für Politikwissenschaften der Universität Genf.
2006 gründete er das Institut für Strategische Studien in Wädenswil. Das Institut publiziert regelmässig Artikel und Beiträge zu den Themen Strategie und Kriege der Gegenwart. Seit 2006 ist er Geschäftsführer und Vizepräsident des Forums «Humanitäre Schweiz». Am 31. Januar 2010 wurde er für die SVP in den Gemeinderat von Wädenswil gewählt. Im Mai 2011 trat er zu den Grünliberalen über.
Stahel ist unter anderem Mitglied beim International Institute for Strategic Studies in London und der Clausewitz-Gesellschaft in Hamburg. Seit April 2011 ist er Präsident der Lesegesellschaft Wädenswil. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Rufst du, mein Vaterland

1. Strophe

Rufst du, mein Vaterland

Sieh uns mit Herz und Hand,

All dir geweiht.

Heil dir, Helvetia!

Hast noch der Söhne ja,

Wie sie Sankt Jakob sah,

Freudvoll zum Streit!

3. Strophe

Frei, und auf ewig frei

Ruf’ unser Feldgeschrei

Hall’ unser Herz!

Frei lebt, wer sterben kann,

frei wird die Heldenbahn

steigt als ein Tell hinan,

nie hinterwärts!

2. Strophe
Da, wo der Alpenkreis
Nicht dich zu schützen weiss
Wall dir von Gott,
Stehn wir den Felsen gleich,
Nie vor Gefahren bleich,
Froh noch im Todesstreich,
Schmerz uns ein Spott.

4. Strophe

Doch, wo der Friede lacht

nach der empörten Schlacht

drangvollem Spiel,

o, da viel schöner, trau’n,

fern von der Waffen Grau’n,

Heimat, dein Glück zu bau’n

Winkt uns das Ziel!

Text: Johann Rudolf Wyss

Johann Rudolf Wyss, geboren am 4. März 1782 in Bern, gestorben am 21. März 1830, war ein Schweizer Dichter und Professor für Philosophie.
Nach seinen Studien in Bern, Tübingen, Göttingen und Halle arbeitete er als Hauslehrer in Yverdon.
1805 wurde er zum ordentlichen Professor an die Berner Akademie berufen und wirkte von 1827 bis 1830 als deren Oberbibliothekar. In dieser Zeit war er auch Lehrer von Jeremias Gotthelf.
Er war Herausgeber des 1811 von ihm zusammen mit Gottlieb Jakob Kuhn und Ludwig Meisner begründeten volkskundlichen Almanachs Alpenrosen und zusammen mit Rudolf Emanuel Stierlin edierte er die Berner Chronik von Valerius Anshelm.
1811 verfasste Johann Rudolf Wyss den Text zur Schweizer Nationalhymne Rufst du mein Vaterland, welche bis 1961 gültig war.    •

Quelle: Historisches Lexikon der Schweiz