Vom US-Bürger bis zum Vier-Sterne-General: Die Mehrzahl der Amerikaner wollen keinen Krieg

ef. Nach einer Umfrage von Reuters/Ipsos unterstützen nur 20% der US-Bevölkerung den Krieg in Syrien. Bei derselben Umfrage in der Woche vom 19.–23. August (in derselben Woche, in welcher der Chemiewaffenanschlag in Syrien stattfand) haben ohne die wachsende Kriegspropaganda noch weniger, nämlich nur 9% der US-Bürger den Kriegs­einsatz unterstützt. Wie die «Washington Post» vom 26. August berichtete, hat auch der US-Kongress laut Umfrage dem Kriegseinsatz eine deutliche Absage erteilt: Nur 15% seiner Mitglieder stimmten dem Einsatz zu.
Auch die US-Militärführung verweigert dem Präsidenten offen die Gefolgschaft. Von den Vier-Sterne-Generälen bis zum einfachen Soldaten wird die Sinnlosigkeit eines weiteren Krieges betont. Die verheerenden Kriege im Irak und in Afghanistan stecken allen noch in den Knochen. Das Argument, der Einsatz diene der «nationalen Sicherheit», das Obama gegenüber den Soldaten jeweils bemühte, hat dieses Mal nicht funktioniert, sie glauben es ihm nicht – zu Recht.

Quelle: «Washington Post» vom 26. u. 29.8.2013, «Deutsche Wirtschaftsnachrichten» vom 1.9.2013