Leserbrief

EU-Ultimatum gegen Russland – das neue Rambouillet?

Vergleicht man den Beitrag von Wimmer mit der allgemeinen Russland- und Putin-Hetze der herrschenden atlantischen Presse («Die Welt», «Frankfurter Allgemeine Zeitung», Die Zeit und andere), dann fällt Wimmers nüchterne logische Analyse wohltuend auf.
Wimmer hat recht: Wirtschaftssanktionen sind nichts anderes als wirtschaftliche Kriegserklärungen, und ein EU-Ultimatum ist die verschärfte Form einer Vor-Kriegs­erklärung.
Die USA – und auf ihr Drängen die EU – haben bisher die Sanktionen immer mehr verschärft, immer mehr in Richtung Wirtschaftskrieg gegen Russland gedrängt. Die Wut der USA darüber, dass Russland und Putin die Eroberung der Ukraine durch die amerikanische Hochfinanz nicht tatenlos hinnahmen, sondern widersprachen, zeigt sich jeden Tag an der US-beherrschten Presse.
Warum hat sich die EU und insbesondere auch Deutschland in diese Kriegsgesänge einbinden lassen? Hier zeigt sich, dass wir eben nicht souverän, sondern Satellit der USA sind. Die EU wurde nicht nur von den USA zur Ukraine-Eroberung instrumentalisiert, sondern muss nun sogar den Pleitestaat Ukraine finanziell auffangen und sanieren (Assoziierungsabkommen). Dabei werden wir nur Kosten, nicht aber den Nutzen einer an die EU angeschlossenen und der Nato angehörenden Ukraine haben. Nutzniesser ist die amerikanische Hochfinanz, die mit Hilfe des Dreyfus-Fonds gröss­ter Landbesitzer der Ukraine und über die Strohmänner/Oligarchen praktisch Eigentümer der Grosswirtschaft der Ukraine ist. Für die Hochfinanz macht die Übernahme der Ukraine also Sinn. Für uns dagegen nicht. Wir Euro-Bürger sind die Zahlmänner dieser finanzwirtschaftlichen Eroberung der Ukraine.

Prof. Dr. Eberhard Hamer