Deutsche Exporte nach Russland gehen um 20 Prozent zurück

Die deutschen Exporte nach Russland werden in diesem Jahr um 20 Prozent oder 8 Milliarden Euro sinken. Davon geht der Kreditversicherer Euler Hermes aus. Für einige Unternehmen könnte sich die Situation nach den Worten von Ralf Meurer, dem Vorstandsvorsitzenden der Euler Hermes AG, dramatisch zuspitzen. «Es gibt deutsche Unternehmen, die einen Ausfall russischer Abnehmer nicht lange durchhalten», sagte er vor dem Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten. Vor allem einige Anlagenbauer seien doch sehr auf den russischen Markt fokussiert gewesen. «Hier sind sogar Insolvenzen auf Grund des Ausfalls russischer Kunden nicht auszuschliessen», ergänzte er. «Wir sind mit vielen Kunden wöchentlich im Gespräch, um die Risikolage zu diskutieren.» Betroffen sind vor allem Unternehmen des Anlagenbaus, Autohersteller und Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln. Im Maschinenbau sank der Umsatz mit Russ­land im ersten Halbjahr um 20, für Autohersteller um 25 und für die Nahrungsmittelbranche um mehr als 30 Prozent.    •

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29.8.2014