Das Schweizer Wunder

von Alain Bournazel, Präsident des «Rassemblement pour l’indépendance
et la souveraineté de la France» (RIF)

Die Schweiz ist ein kleines Land, das immer wieder erstaunt, weil die Eigenheiten dieser Nation, die in einer geographisch wenig vorteilhaften Umgebung prosperiert, so gross sind. Die Schweiz ist trotz ihrer vier offiziellen Sprachen ein geeintes Land: Es wird deutsch, französisch, italienisch und im Kanton Graubünden rätoromanisch gesprochen. Trotz weniger Energiequellen und Rohstoffe ist die Schweiz eines der bestentwickelten Länder der Welt. Sie verdankt dies einem leistungsfähigen Bildungssystem.
Auch wenn sie sich Schweizerische Eidgenossenschaft nennt, ist die Schweiz ein föderalistisches Land, in dem die Staatsgewalt auf Grund der 26 Kantone stark dezentralisiert ist. Die Schweiz ist ein Musterbeispiel eines demokratischen Landes. Die Durchführung von Volksbefragungen ist weit verbreitet, und sie kann seitens des Parlaments oder der Bürger selbst initiiert werden.
Obwohl alle europäischen Länder von der Immigration betroffen sind, konnten sich nur die Schweizer, dank der SVP, direkt zu diesem Problem äussern. Es war bereits seit mehreren Jahren anhängig. Bei einer Einwohnerzahl von 8 Millionen wandern jährlich 80 000 Ausländerinnen und Ausländer in die Schweiz ein, obwohl der Ausländeranteil im Land bereits 23% ausmacht. Mit viel gesundem Menschenverstand haben sich die Schweizer Bürgerinnen und Bürger durch den Druck der Europäischen Union und die Orakelsprüche zurückgebliebener Politiker nicht missbrauchen lassen.
Die Schweiz hat dem sogenannten Eu­ropa deutlich gemacht, dass sie Meister ihres Schicksals bleiben will. Es wäre nun an der Zeit, dass die französische «classe politique» endlich aufhört, sich den Launen der Europäischen Union zu unterziehen, um endlich den Bedürfnissen und Erwartungen des französischen Volkes Rechnung tragen zu können.    •
(Übersetzung Zeit-Fragen)