Leserbrief

«Das Crescendo der Friedenskräfte ist möglich»

Ich bin zutiefst besorgt über eine drohende Megakatastrophe, nämlich die eines dritten Weltkrieges. Oft treten Verdrängungsmechanismen bei mir in Kraft, die sagen: «Es wird schon gutgehen», weil man es ja gar nicht wahrhaben will. Leider muss ich aber nun klaren Blickes feststellen, dass wir wirklich am Rande einer Katastrophe stehen. Nach der Lektüre «Wiederkehr der Hasardeure» und auch den jüngsten Berichten von Willy Wimmer: «Wir nähern uns in meiner Einschätzung, einer globalen Katastrophe» muss uns allen klar werden, dass die Uhr «fünf vor zwölf» geschlagen hat. Dem Artikel von Karl Müller folgend, soll nach dem «Weissbuch 2016» die Sicherheitspolitik und somit die Bundeswehr die Rolle einer globalen Führungsmacht einnehmen.
In Angst und Panik zu verfallen, schafft keine Lösung, genauso wenig wie sich dem Schicksal einfach zu ergeben. Unsere geschichtlichen Erfahrungen aus dem vorigen Jahrhundert sollen uns dazu ermutigen, die Stimme zu erheben und lauter werden zu lassen, um unserer Regierung deutlich zu machen, dass wir Deutsche gerade in der Frage von Krieg oder Frieden eine eindeutige
Position beziehen und nicht mehr bereit sind, das ständige Brechen des internationalen und auch nationalen Rechtes durch unsere vermeintlichen Volksvertreter zu dulden.
Gerade Deutschland hat es in der Hand, auf Grund seiner geografischen Lage im Herzen Europas, seines wirtschaftlichen und militärischen Potentials die von den USA gesteuerte Aggressionsmaschine der Nato zu schwächen, um somit das Schlimmste zu verhindern. Daher ist es mir ein Anliegen im Rahmen dieses Leserbriefes, insbesondere alle Deutschen aufzurufen, gemeinsam zu überlegen, was wir gegen das Drohende tun können. Wie können wir Deutsche das Crescendo organisieren, mit möglichst vielen Kräften in unserem Land?

Werner Voß, Wiehl (D)