Gross werden im Berggebiet

von Max Hugelshofer, Schweizer Berghilfe*

Im Berggebiet aufzuwachsen ist grossartig. Die Kinder haben viele Freiheiten, sind draussen, bekommen ein Gefühl für die Natur. Allerdings: Nur wenn sie in ihrer Heimat auch einen Beruf erlernen und später eine Arbeit finden können, bleibt das Berggebiet lebendig. Ein Augenschein bei fünf von der Schweizer Berghilfe unterstützten Familien und Projekten, die genau dazu beitragen.

Reden kann die kleine Carina noch nicht wirklich. «Muuh» sagt sie, wenn sie Kühe sieht, und ihre grössere Schwester Ivana nennt sie «Ivi». Aber jodeln, das kann Carina schon fast wie eine Grosse. Wenn ihre älteste Schwester Ramona sie auf den Schoss nimmt und mit ihr das Lied «Gloggejodel» anstimmt, dann singt die Zweijährige begeistert mit. Das Musizieren liegt der Bergbauernfamilie Buchs aus Im Fang im Kanton Freiburg im Blut. Vater Patrick hat früher gejodelt, und alle Kinder sind oder waren im Jodelchor. Eigentlich hätte Familie Buchs ja einen eigenen Chor gründen können. An der Anzahl der Sängerinnen und Sänger hätte es nicht gemangelt. Zehn Kinder haben Patrick und Monika. Fünf Buben und fünf Mädchen, vom 19jährigen Samuel bis zum halbjährigen Lukas.
Aussergewöhnlich findet das niemand in der Familie. «Ganz in der Nähe hat es eine Familie mit zwölf Kindern, im Dorf oben eine mit acht», sagt Monika. «Ich selbst bin auch mit zehn Geschwistern aufgewachsen. Das ist hier nicht so speziell.» Für Monika und Patrick war immer klar, dass sie viele Kinder haben wollten. Wie viele genau, war nicht so wichtig. «Ich brauche das Leben um mich herum. Es ist spannend, wie jedes unserer Kinder seine ganz eigene Persönlichkeit hat. Und es ist schön zu sehen, wie sie sich alle auf ihre eigene Weise entwickeln.»
Die Kinder selbst reagieren auf Fragen nach ihren vielen Geschwistern verwundert. Sie haben sich noch nie gross Gedanken darüber gemacht, dass ihre Familie wohl nicht ganz dem Durchschnitt entspricht. Der 14jährige Stefan, sonst kein Freund von langen Reden, bringt es auf den Punkt: «Manchmal nervt eines der Geschwister, aber eigentlich ist es schön, immer jemanden in der Nähe zu haben, den man gern hat.»
Die Kinder haben alle ihre eigenen Freunde und Hobbys: Magaly (11) und Ivana (12) spielen Gitarre, Christelle (9) und Yanick (7) spielen fürs Leben gerne Lego. Ivana ist im Skiclub und will mal Skirennfahrerin werden. Aber am häufigsten sind sie doch mit ihrer Familie zusammen. Das liegt nur schon daran, dass es im Alltag der Familie Buchs sehr viel zu tun gibt. Und alle packen mit an.

Es gibt doch nichts Schöneres, als die Arbeit draussen in den Bergen

Unser Besuch bei Buchs' fand an einem Sonntag statt, weil sonst nie alle zusammen daheim sind. «Am Sonntag machen wir nur die Arbeiten, die unbedingt nötig sind», sagt Patrick. Das heisst: Er steht um 4 Uhr auf, fährt zur Alp seiner Eltern, um die Kühe zu melken, die im Moment dort untergebracht sind, danach auf die selbst gepachtete Alp Gerstara. Dort melkt er die Geissen. Um 6.30 Uhr kommt Samuel ebenfalls auf die Gerstara, um den Stall zu machen, während Patrick mit den Milchkannen im Auto nach Hause fährt und dort die Geissenmilch in der kleinen Hofkäserei abliefert, wo Monika bereits am Käsen ist. Patrick fährt mit der Kuhmilch direkt nach Charmey weiter, wo er sie in der Käserei abliefert. Etwa um 8 Uhr ist er wieder daheim. Nach und nach sind inzwischen auch die jüngeren Kinder aufgestanden und trudeln am Zmorgetisch ein. Patrick ist schon wieder aufgestanden, um in der Käserei weiterzuarbeiten, als Monika einfällt, dass Ivana und Magaly ja schon bald an der Sonntagsmesse Gitarre spielen sollten. Rasch wird der Transport organisiert.
Patrick macht sich unterdessen mit Stefan und der kleinen Carina auf den Weg zum nahegelegenen Stall. Dort sind noch zwei Kälber untergebracht, die versorgt werden müssen. Als sie zurückkommen, ist Emmanuel, der Zweitälteste eingetroffen. Er macht die Bauernlehre, in Rossens im französischsprachigen Teil des Kantons. Er muss heute arbeiten, kommt aber zum Fototermin mit der ganzen Familie extra kurz nach Hause. Und wenn er schon hier ist, dann geht er auch gleich mit, als Patrick, Stefan und Carina auf die zweite, noch höher gelegene Alp fahren, um nach den dort weidenden Schafen zu sehen.
Als es um 12.30 Uhr endlich Zmittag gibt, haben die Mitglieder der Familie Buchs schon mehr gearbeitet, als es andere an einem ganzen Werktag tun. Aber das ist für sie Alltag, und niemand stört sich daran. Auch Emmanuel nicht. Der 17jährige macht keinen Unterschied zwischen Freizeit und Arbeit. «Wenn ich frei habe, dann helfe ich hier auf dem Hof mit», sagt er. «Ausgang brauche ich nicht, und in der Stube rumhocken liegt mir auch nicht so. Es gibt doch nichts Schöneres, als hier in dieser wunderschönen Bergwelt draussen sein zu können.» Er will unbedingt hier im Tal bleiben. Da, wo er aufgewachsen und zu Hause ist. Bei Fribourg, wo er im Moment in der Lehre ist, ist es ihm schon zu flach. «Kürzlich ist alles Vieh auf die Alp gezogen. Ich war richtig neidisch auf die Kühe. Die dürfen hoch in die Berge, und ich muss unten bleiben.»

Eine gute Stelle zu finden, ist schwierig

Aufwachsen und leben in den Bergen ist aber nicht nur einfach. Vor allem für die Eltern. Eine gute Stelle zu finden, ist schwieriger als im Flachland. Und sie nach dem ersten Kind zu behalten, ist für junge Mütter oft unmöglich, weil es an Betreuungsangeboten fehlt. Im Oberwallis hat sich eine Gruppe von Einwohnern zusammengetan, um dies zu ändern. Herausgekommen ist die nach einem alten Wort für einen Zwerg benannte Kindertagesstätte Gogwärgi, in der seit anderthalb Jahren Kinder ab dem Alter von 6 Monaten bis zur Einschulung betreut werden. Zum Zmittag und noch ausserhalb der Schulzeiten werden auch Schulkinder bis zwölf Jahre betreut. Heute sind es am Morgen vier Kinder, die von Kita-Leiterin Brigitte Furrer und den beiden Praktikantinnen Kerstin Zur­briggen und Jessica Amstutz betreut werden. Kurz vor dem Mittagessen kommen dann nochmals zwei dazu. Sie waren am Vormittag im Kindergarten, der im gleichen Gebäude – einem ehemaligen Schulhaus – untergebracht ist. Zusammen essen Kinder und Betreuerinnen Zmittag. Dann müssen noch die Zähne geputzt werden, bevor man endlich weiterspielen darf. Die beiden Jungs setzen ein Lego-Rennauto in immer neuen Variationen zusammen, und die kleinen Mädchen jagen sich unermüdlich durch das Spielhaus und die kleine Rutschbahn herunter.
Auch wenn es beim Abschied vom Mami oft noch einige Tränen gibt – die Kinder sind gern im Gogwärgi, wo sie neue Freunde kennenlernen und mit ihnen spielen können. «Meine eigenen Kinder hatten in diesem Alter leider nur sehr wenig Kontakt mit Gleichaltrigen», sagt Dagmar Furrer, die Gemeinderätin von Fieschertal und Präsidentin des Vereins Kindertagesstätte Gogwärgi ist. «Nur schon deshalb hätte ich es begrüsst, wenn es zu meiner Zeit schon eine Kita gegeben hätte. Aber vor allem wäre ich ab und zu um das zusätzliche Betreuungsangebot froh gewesen.» Für Dagmar Furrer ist die Kita auch ein wichtiges Instrument gegen die Abwanderung. «Wenn man will, dass junge Familien hierbleiben oder sogar von auswärts hierherziehen, dann muss man ihnen auch die entsprechende Infrastruktur bieten.» Nicht zuletzt stärkt die Kita das Goms, weil sie immerhin vier neue Arbeitsplätze geschaffen hat. Die Kita-Leiterin Brigitte Furrer stammt ursprünglich aus der Region, musste aber ins Flachland ziehen, um ihren Beruf ausüben zu können. Nun konnte sie zurückkommen.

Betreuung von Kindern und Jugendlichen im Berner Oberland

Es sind aber nicht nur die Kinder aus dem Berggebiet selbst, für die eine Betreuung in den Bergen ein gefragtes Angebot ist. Ein Beispiel aus dem Gadmental im Berner Oberland zeigt eine andere Art von Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Im Grin bei Gadmen haben Christian Feuz und Isa Oggier aus einem verfallenen Bauernhaus ein Daheim gemacht. Für sich, für ihre drei Kinder und für eine Handvoll Jugendlicher und junger Erwachsener, die im Moment nicht alleine in der Gesellschaft zurechtkommen.
In der Küche dieses Hauses kämpft Wuli mit der Brotknetmaschine. Der Knethaken will und will nicht einrasten. Und das, nachdem schon die Herstellung des Teigs alles andere als einfach war und er sich bei der benötigten Wassermenge erst kräftig verrechnet hatte. Aber Wuli gibt nicht auf. Er geniesst es, selbst etwas zustandezubringen. Auch wenn es anstrengend ist. Der 16jährige, der mit vollem Namen Abduwali Dhiblawe  heisst, ist in verschiedenen Heimen aufgewachsen und hat sein bisheriges Leben mehr oder weniger auf dem Sofa verbracht. Tagesstrukturen kannte er bisher nicht, und konzentriert arbeiten ist etwas Neues für ihn. Beides muss er lernen, bevor er eine Chance hat, eine Lehrstelle zu finden, im Berufsleben Fuss zu fassen und sich in der Gesellschaft zu integrieren. Im abgelegenen Weiler Grin, bei Christian und Isa, hat er die Chance dazu. «Es ist streng, aber es gefällt mir sehr», sagt er.
Im Moment ist Wuli einer von drei jungen Leuten, die hier betreut leben und arbeiten. Ausserdem ist das ehemalige Bauernhaus das Zuhause von Christian und Isas drei Kindern Lola, Elio und Maël. Gemeinsam mit jeweils einem oder zwei Zivildienstleistenden und dem Angestellten Pedro Burri bilden sie das Evergrin-Team. Bei so vielen Leuten ist Platz Mangelware. Zimmer gibt es längst nicht genug im Haus. Darum leben momentan ein Zivi sowie Wuli in einem selbst umgebauten Bauwagen. «Wir sind zu unserem ersten Bauwagen gekommen, als wir akute Platznot hatten», erinnert sich Christian. Aus der Not machte er eine Tugend und baute sich ein Zimmer auf Rädern. Inzwischen sind er und seine Leute zu einer Kapazität für solche Wagen geworden und bauen sie auch im Kundenauftrag aus. «Es ist eine sehr gute Arbeit für unsere Leute. Sie ist handwerklich sehr vielseitig und befriedigend, weil man sieht, was man geleistet hat.» Überhaupt ist die körperliche Arbeit für die betreuten Menschen ein wichtiger Bestandteil auf dem Weg in ein selbstbestimmteres Leben. So führt das Evergrin-Team im Auftrag Dritter auch Gartenarbeiten durch, unterhält Wege und saniert Trockenmauern. Rund die Hälfte der Einkünfte der Familie Feuz/Oggier kommt aus diesen Aufträgen, die andere Hälfte sind Betreuungsentschädigungen. Momentan sind die Evergrins aber wieder mit dem Ausbau eines neuen Bauwagens beschäftigt. Es eilt, denn bald kommt ein neuer Zivi, und der muss irgendwo untergebracht werden.
Aus Wulis störrischem Teig ist inzwischen ein wunderbar duftendes Brot geworden. Dazu hat er zwei grosse Schüsseln Salat gemacht, während Isa einen Flammkuchen zubereitet hat. Am Mittagstisch kommt das ganze Evergrin-Team zusammen. Sie berichten von der Arbeit am Vormittag, scherzen, plaudern und planen den Nachmittag. Und sie langen kräftig zu, denn es schmeckt gut. Schon wieder ein Erfolgserlebnis für Wuli.

Käserlehrling in Luthern.
(Bild Yannick Andrea, Schweizer Berghilfe)

Lehrstellen in abgelegenen Gebieten

Besonders wichtig fürs Berggebiet und für die dortige Jugend ist natürlich ein gutes Angebot an Lehrstellen. In vielen abgelegenen Regionen in den Bergen mangelt es daran. Joel Wechsler aus Luthern im Napfgebiet hatte Glück. Er konnte direkt im Dorf, in der Napf-Chäsi, seine Lehre als Milchtechnologe machen. Dass er Käser werden würde, war für Joel bereits seit der Kindheit klar. Er wünschte sich schon mit zehn Jahren ein kleines Käsekessi zum Geburtstag und experimentierte damit auf dem elterlichen Hof. «Es fasziniert mich, wie viele verschiedene Lebensmittel man aus Milch machen kann», sagt Joel. Und er mag sie alle. «Bei uns in der Familie bin ich ganz klar der, der am meisten Milchprodukte isst. Sicher vier Kilo Joghurt pro Woche und viel Käse.»
Dass er dann die Lehrstelle bei der Napf-Chäsi bekam, war für ihn aber nicht nur deshalb ein Glücksfall. Sondern auch wegen des kurzen Arbeitswegs und vor allem, weil Käsermeister Markus Stirnimann die Genossenschaftskäserei in den vergangenen Jahrzehnten stetig ausgebaut und dabei diverse Spezialitäten ins Angebot aufgenommen hat. Dadurch wird Joels Arbeit und Ausbildung sehr vielseitig. Hartkäse, Weichkäse, Joghurt, Butter – Joel hat alles bereits in verschiedensten Varianten produziert. «Viele meiner Kollegen aus der Berufsschule machen mehr oder weniger jahraus, jahrein das gleiche. Ich bin froh, ist das bei mir anders.» So will Joel denn auch der heimischen Käserei treu bleiben. Seinen weiteren beruflichen Werdegang hat er bereits mit dem Chef abgesprochen: Zuerst stehen einige «Wanderjahre» an, in denen Joel in anderen Betrieben Erfahrung sammeln und seinen Horizont erweitern soll. Dann wird er nach Luthern zurückkehren. Irgendwo anders zu leben, kann er sich sowieso nicht vorstellen.

Verbundenheit mit der Bergwelt

Diese Verbundenheit mit der Heimat ist etwas, das viele Jugendliche und Kinder aus dem Berggebiet miteinander verbindet. Doch wie sehen das Jugendliche aus dem Flachland? Könnten sie hier leben? Die Lehrlinge der Reishauer AG aus Wallisellen bei Zürich haben es ausprobiert. Einmal pro Jahr werden sie zu «Bergversetzern». Zum Lehrlingslager gehört beim Industriebetrieb bereits seit 1972 ein Arbeitseinsatz im Berggebiet. Koordiniert werden diese Einsätze von «bergversetzer», der von der Schweizer Berghilfe finanzierten Organisation für Arbeitseinsätze im Berggebiet. Dieses Jahr packen die Jungen bei Familie Barbüda in Luchsingen im Glarnerland an.
Die Lamas von Familie Barbüda schauen etwas kritisch über ihren Zaun. Aus dem Wohnhaus tönt Geschepper, Krachen, Lachen und Geschrei. Junge Leute tragen Balken und Türen an ihrem Gehege vorbei, aus einem Fenster fliegt immer wieder Bauschutt in eine bereitstehende Mulde. Barbüdas sanieren ihr Wohnhaus. Doch zuerst muss die alte Wohnung ausgehöhlt werden. Bei den strengen Abbrucharbeiten erhalten Barbüdas wertvolle Hilfe aus dem Unterland. 14 Lernende aus dem ersten Lehrjahr verbringen hier ihr Lehrlingslager. Eine Woche lang wohnen sie in einer Skihütte in der Nähe und gehen Barbüdas zur Hand. Bei der Arbeit auf der Baustelle packen sie kräftig mit an und lernen nebenbei einander und ihre Ausbildner besser kennen. «So ein Arbeitseinsatz schweisst zusammen», sagt Raymond Schneider. Er muss es wissen, schliesslich begleitet er seine Lehrlinge schon seit 30 Jahren ins Lager. «Wir haben schon viele verschiedene Arbeiten gemacht», sagt Raymond. «Aber Abbrechen ist am besten. Da können die Jungs richtig Energie ablassen. Dafür sind wir immer zu haben.»
Die Jugendlichen geniessen die Abwechslung zum Berufsalltag und zeigen trotz einsetzendem Muskelkater auch am dritten Tag noch vollen Einsatz. Einige von ihnen kennen das Berggebiet von den Ferien, für andere ist es eine völlig neue Erfahrung, nur schon ein paar Tage ausserhalb der Agglomeration zu verbringen. «Es ist schön, aber ich bin froh, muss ich nicht hier leben», sagt einer. «Die Leute sind alle sehr nett. Und ich finde es eindrücklich, wie viel Christian und seine Frau Barbara selbst machen auf ihrer Baustelle», findet ein anderer.
Auch wenn die Arbeit streng und nicht immer lustig ist: Der Arbeitseinsatz wird den Jungen lange in guter Erinnerung bleiben. Und damit auch das Berggebiet. Das weiss Fabian Bucher, Koordinator bei «bergversetzer», aus Erfahrung. «Bei einem Arbeitseinsatz im Berggebiet gewinnen alle», sagt er. Die Jugendlichen bekommen ein unbezahlbares Erlebnis, die Bergbevölkerung wird ein Leben lang auf deren Verständnis und Solidarität zählen können. Und der Auftraggeber kann Arbeiten ausführen, für die ihm sonst das Geld fehlen würde. Christian Barbüda nennt sogar Zahlen: «Eine Baufirma hat mir die Abbrucharbeiten für mehrere zehntausend Franken offeriert. Das hätten wir uns schlicht nicht leisten können.» Die Reishauer-Lehrlinge haben also mit ihrem Einsatz für Familie Barbüda bereits Berge versetzt. Und sie wissen, dass das Aufwachsen im Berggebiet wunderschön, aber auch herausfordernd ist.
Diese Beispiele zeigen, wieviel die Unterstützung der Berghilfe zu einem lebendigen Berggebiet beiträgt. «Wenn Kinder und Jugendliche davon profitieren, wirkt unsere Hilfe besonders langfristig», sagt Regula Straub, Geschäftsführerin der Schweizer Berghilfe. «Und wenn ich mir diese Kinder und Jugendlichen ansehe, dann mache ich mir keine Sorgen um unser Berggebiet.»    •

Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Berghilfe. Erstveröffentlichung in der Berghilf-Ziitig 2/2016, © Max Hugelshofer, Schweizer Berghilfe

*Schweizer Berghilfe

Die Schweizer Berghilfe ist eine ausschliess­lich durch Spenden finanzierte Organisation, mit dem Ziel, die Existenzgrundlagen und die Lebensbedingungen im Schweizer Berggebiet zu verbessern.
Sie fördert die Selbsthilfe der Bergbevölkerung und trägt damit dazu bei, Wirtschafts- und Lebensräume zu entwickeln, die regionale Kultur zu erhalten, die Kulturlandschaft zu pflegen und der Abwanderung entgegenzuwirken. Im Jahr 2015 unterstützte die Schweizer Berghilfe 513 Projekte mit 23,8 Millionen Franken.
www.berghilfe.ch

Die Projekte

Zu jedem in diesem Artikel vorgestellten Projekt gibt es auf www.berghilfe.ch zusätzliche Informationen, eine Galerie mit weiteren Bildern und von einigen Projekten auch ein Video.

Familie Buchs, Im Fang/FR
www.berghilfe.ch/imfang
Kita Gogwärgi/VS
www.berghilfe.ch/gogwaergi
Evergrin Gadmen/BE
www.berghilfe.ch/grin
Napf-Chäsi, Luthern/LU
www.berghilfe.ch/luthern
Arbeitseinsatz bei Familie Barbüda, Luchsingen/GL
www.berghilfe.ch/luchsingen