«Die Schweizer Bundesverfassung stellt als Hauptzweck der Staatsaufgaben die Gewährleistung der Sicherheit ihrer Menschen und des Territoriums dar, darunter als wichtigster: Die Kriegsverhinderung!»

Referendum – Nein zur Halbierung der Armee! (WEA)

Bei der weltweiten geschäftlichen Tätigkeit des Verfassers wurde ihm immer wieder, nicht nur von welterfahrenen, sondern auch von ganz einfachen Leuten in allen Weltteilen, sogar in China, gesagt, die Schweiz sei das friedliebendste, aber wehrhafteste Volk der Welt! Heute mokiert sich die Welt über das in ihrer Sicht «reichste Land der Welt», das kein Geld für seine Sicherheit ausgeben will. So fing zum Beispiel die indische Zeitung «Business Standard» am 21. Februar 2014 einen längeren Artikel über unsere Armee wie folgt an: «Es ist so leicht, sich über die Schweiz lustig zu machen, dass es fast unsportlich ist.»
Seit Beginn dieses Jahrhunderts wurde unsere Armee auf ein Drittel reduziert. Jetzt wird das Drittel noch halbiert. Grosse Bestände einsatzfähiger Waffen und der grösste Teil unserer befestigten und unterirdischen Anlagen im Wert vieler Milliarden Franken werden verkauft, verschrottet, aufgegeben. Die Armee soll nur noch über rund 30 000 Mann an Kampftruppen verfügen (2 mechanisierte Brigaden). Die übrigen 70 000 Mann sollen für den Einsatz bei Rüfenen (Muren) oder einfachen Sicherungsaufgaben zur Verfügung stehen. Die Gebirgstruppen werden abgeschafft.
Es wird uns erzählt, die Zeit der grossen Kampfverbände sei vorbei. Hier eine kleine Auswahl von Beispielen dafür, dass das nicht stimmt. Warum üben 300 000 koreanische und 17 000 US-Soldaten wochenlang gemeinsam? Warum unterhält das in der Grösse dem Kanton Glarus vergleichbare Singapur eine Armee von 220 000 Mann (182 Leopard-Panzer, 50 % mehr als die Schweiz), eine grosse Luftwaffe (131 Kampfflugzeuge, 19 Kampfhelikopter), eine Flotte von 8 U-Booten und mehr als 60 mittelgrossen und kleineren Kriegsschiffen? Warum fand vor kurzem in Saudi-Arabien ein wochenlanges Manöver von weit über 150 000 Mann statt? Warum verfügt Russlands grosse Armee unter anderem über 2800 Kampfpanzer und Tausende weiterer Panzerfahrzeuge (Schützenpanzer, Panzerartillerie), 4 Luftlande­divisionen (Quelle: strategische-studien.com) und warum üben dort immer wieder grosse Verbände (bis zu 155 000 Mann pro Mal) den Einsatz innert dreier Tage aus dem Stand, oft über Distanzen von weit über 1000 Kilometer? Warum hat Finnland für den Kriegsfall 400 000 Soldaten? Warum unterhält Vietnam eine Armee von 500 000 Mann? Warum hat Frankreich nach den Terroranschläge von Paris 100 000 Mann von Armee und Polizei aufgeboten?
Die Schweizer Bundesverfassung stellt als Hauptzweck der Staatsaufgaben die Gewährleistung der Sicherheit ihrer Menschen und des Territoriums dar, darunter als Wichtigster: Die Kriegsverhinderung! Noch im Zweiten Weltkrieg haben alle in Westeuropa kämpfenden Mächte – und was kaum jemand weiss, auch die USA – einen Angriff auf die Schweiz geprüft. Alle kamen wegen der starken Armee zu einem negativen Schluss. Sie war kriegsverhindernd, trotz ihrer erkannten Schwächen.
Weiss unser Volk, dass unsere Oberen die Aufgabe der Neutralität durch einen schleichenden Nato-Beitritt vorbereiten? So hat auf Einladung der Schweiz am 16./17. Februar 2016 in Zürich eine Tagung von 100 Offizieren des Nato-Kommandos, der 28 Mitgliederländer und der Schweiz als Mitglied der Partnerschaft für den Frieden und der Inter­operabiltiätsplattform der Nato stattgefunden! Am 10. März 2016 berichtete die «Basler Zeitung» unter dem Titel «Schweiz plant den Neutralitätsbruch» über die erneute Teilnahme vom 8. bis 24. Juni 2016 von Schweizer Truppen an einem Manöver von 12 westlichen Armeen in Ostdeutschland. Sieht unser Volk nicht, wie rasch die Spannungen in der Welt steigen, wie aufgerüstet wird? Zum ersten Mal seit bald 200 Jahren werden wir – da selbstverschuldet wehrlos – in einen militärischen Konflikt oder grossflächige, chaotische, mit Gewalt verbundene Zusammenbrüche mit einbezogen werden. Wollen wir das?
Unterschreiben Sie das Referendum, damit unser Volk das letzte Wort zur WEA hat (http://www.armee-halbierung-nein.ch).

Gotthard Frick, Bottmingen

«Die dauernde Neutralität ist ein Grundsatz der schweizerischen Aussenpolitik. Sie trägt bei zum Frieden und zur Sicherheit in Europa und jenseits der Grenzen Europas. Sie dient der Sicherung der Unabhängigkeit unseres Landes und der Unverletzlichkeit des Staatsgebiets.»

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