Direkte Demokratie im 19. Jahrhundert

Neuerscheinung

zf. Die direkte Demokratie ist in der Schweiz wie in keinem anderen Land ein zentraler Bestandteil der politischen Kultur, aber geschichtlich noch wenig erforscht. Aus diesem Grund wurde das Forschungsinstitut direkte Demokratie (www.fidd.ch) gegründet, das mit wissenschaftlichen Konferenzen, Publikationen und Vorträgen die Forschungslücken schliessen will.
Am 17. Oktober 2014 fand in Schwyz unter dem Titel «Beiträge des Katholizismus zur modernen Schweiz» die erste wissenschaftliche Konferenz des Forschungsinstituts statt. Die Tagung widmete sich in zwei Themenblöcken den neuesten Erkenntnissen der Demokratie- und Bildungsforschung. Anhand der Panels «Katholizismus und direkte Demokratie» sowie «Katholizismus und Bildung» legten die Referenten aus den Fachrichtungen Geschichte, Kirchengeschichte (Theologie) und Erziehungswissenschaften ihre Forschungsresultate dar. So erfuhren die Themenblöcke eine interdisziplinäre Annäherung und erhellten neue Aspekte der Forschung. Die Referenten konnten aufzeigen, dass der Katholizismus Wichtiges und Grundlegendes zur Entwicklung der modernen Schweiz beitrug, auch und gerade was die direkte Demokratie sowie die Volksschule und die Höheren Schulen betrifft.
Die Forschungsresultate sind im vorliegenden Band versammelt. Damit wird eine neue wissenschaftliche Reihe begründet, die Beiträge zur Erforschung der Demokratie veröffentlichen will; Band 2 wird sich mit dem Thema «Liberalismus und moderne Schweiz» befassen und Band 3 den Frühsozialisten widmen. Diese eigentliche Trilogie, die aus verschiedenen politischen Perspektiven die Entstehung und Entwicklung der direkten Demokratie in der Schweiz beleuchtet, wird eine Grundlage sein für weitere Forschungsfragen und -projekte, so etwa theoretische Fragen rund um die direkte Demokratie.    •

Roca, René. Katholizismus und moderne Schweiz. Reihe: Beiträge zur Erforschung der Demokratie (BED). Roca, René (Hrsg.). Schwabe Verlag 2016.
Fr./Euro 48.- ISBN 978 3 7965 3498 0