Aus dem Vorwort zu «Die Trojanische Maus»

Viele werden die Geschichte [vom Trojanischen Pferd]  aus der griechischen Sagenwelt kennen. […] Wenn dieses Buch den Titel «Die Trojanische Maus» trägt, so durchaus in Analogie zum erwähnten Vorgang aus der Antike. Denn heute holen sich viele Schulen mit Informations- und Kommunikationstechnologien eine Einrichtung in ihre Klassenzimmer, ohne die verhängnisvollen Folgen eines solchen Schrittes zu erahnen. Was harmlos als Verbesserung der bestehenden Schule, als Anpassung an die moderne Welt und Vorbereitung auf die Zukunft daherkommt, entpuppt sich bei näherem Hinschauen als eminent politischer Vorgang, mit dem sich unsere Volksschule einem radikalen Umbau und dem Diktat der globalisierten Wirtschaft öffnet. Klar wird gleichzeitig: Das immer wieder bemühte «Wohl der Kinder» ist lediglich ein Scheinargument, das einer genaueren Überprüfung nicht standhält.
Die Hintergründe dieser Entwicklung einmal objektiv darzustellen, war schon längst fällig, und das Buch füllt diese wichtige Lücke. Es wäre allen Eltern und Lehrern zu wünschen, dass sie sich im Interesse der Kinder und Jugendlichen darin vertiefen. Den Bildungsverantwortlichen in der Politik ist es als Pflichtlektüre zu empfehlen, bevor sie im Namen der Bürger, die sie gewählt haben, Entscheidungen treffen. Es stehen nicht nur riesige Investitionen an Steuergeldern an, sondern es steht auch die Zukunft unserer Jugend und unserer Bildungsinstitutionen auf dem Spiel.

Die Trojanische Maus. Lernen für die Zukunft. © 2002, Komitee für eine demokratische Volksschule, Zürich. Das Buch kann für CHF 10.–/EUR 10.– inklusive Porto und Versand beim Verlag Zeit-Fragen, Postfach, CH-8044 Zürich, bezogen werden.