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Nr.27 vom 30.6.2008

Kriegssituation in Somalia – das Schweigen durchbrechen!

von Dr. Mohamed Mohamud

In Somalia herrscht seit 17 Jahren Krieg. Dauernde Bombardierung durch äthiopisches und US-amerikanisches Militär haben zur völligen Zerstörung der Lebensgrundlagen der somalischen Bevölkerung geführt.    
    Viehherden werden im Bombenhagel ebenso getötet wie Frauen und Kinder. In Somalia fehlt es heute an allem. Es gibt keine funktionierende Regierung mehr, Schulen, Marktplätze, Krankenhäuser und andere öffentliche Einrichtungen sind grösstenteils zerstört. Nur noch rund 8% der somalischen Kinder können zur Schule gehen. Mit der Folge, dass die immer noch vom Westen bezahlten Warlords somalische Kinder für den Krieg mobilisieren, ihnen Drogen und Waffen geben und sie in die Prostitution treiben. Auf Grund der fehlenden medizinischen Versorgung sterben die Menschen an einfachsten Krankheiten und an selten vorkommende Krebserkrankungen, die schon viele Menschen das Leben gekostet haben. Mangelnde medizinische Versorgung, Hunger und daraus resultierende Unterernährung sind an der Tagesordnung.

Somalia, im Osten des afrikanischen Kontinents gelegen, ist Teil des Horns von Afrika. Seine geostrategische Lage direkt an der Meeresküste, die mit 2720 km die längste aller Länder Afrikas ist, macht dieses Land für ausländische Mächte besonders interessant. Somalia grenzt im Süden an Kenia, im Westen an Äthiopien und im Norden an Djibuti. Die Hauptstadt Mogadischu liegt im Süden des Landes mit direktem Zugang zum Meer. Durch den Süden Somalias  fliessen die beiden Flüsse Jubba und Shabeelle. Sie entspringen in Äthiopien und münden in den Indischen Ozean. Durch Monsunwinde beeinflusst, hat Somalia ein ganzjähriges heisses Klima mit unregelmässigen Regen- und stetig wiederkehrenden Trockenperioden.
Der grösste Teil der somalischen Bevölkerung sind Nomaden. Ein kleinerer Teil lebte von der Landwirtschaft. Bis zum beginnenden Krieg 1991 wurde ein grosser Teil der Landfläche landwirtschaflich genutzt. Viehzucht und Ackerbau ermöglichte den Somaliern eine blühende Landwirtschaft, deren Erträge, wie zum Beispiel Vieh, Bananen, Tierhäute und Fisch, auch in verschiedene Länder exportiert wurden.
Die etwa 9–12 Mio. Somalier sind zu 99% islamischen Glaubens. Ihre gemeinsamen Landessprachen sind Somali und Arabisch. Seit der Kolonialzeit wird in verschiedenen Landesteilen auch Italienisch und Englisch gesprochen.  

Teile und herrsche, anstelle von sozialer Entwicklung

1884, anlässlich der Berliner Konferenz, wurde das ganze von Somali bewohnte Gebiet in 5 Teile geteilt. Dies kommt in der blauen Nationalflagge mit einem 5zackigen weissen Stern in der Mitte zum Ausdruck. Der Norden des heutigen Somalias wurde von Grossbritannien als Britisch-Somaliland und der Süden und Osten als Italienisch-Somaliland von Italien kolonialisiert. Djibuti ging an Frankreich, die Ogaden-Region an Äthiopien und der NFD (Northern Frontier District) an Kenia.
Am 1. Juli 1960 gewährten Italien und Grossbritannien den Somaliern die Unabhängigkeit, wobei der Nord- und Südteil zur sogenannten Demokratischen Republik Somalia vereinigt wurde. Damals gab es im ganzen Land nur vier akademisch ausgebildete Somalier. Das Land wurde somit den Analphabeten oder Menschen mit ganz einfacher Schulbildung überlassen. Dies führte sehr bald und während der ersten neun Jahre der Unabhängigkeit zur Entwicklung von Nepotismus, Tribalismus und Monarchie-Strukturen. In dieser Zeit waren kaum soziale Entwicklungen möglich, die Menschen lebten wie in der Steinzeit. Die Führer waren zum Teil die gleichen, die bereits zuvor mit den Kolonialherren kollaboriert hatten. Ihre Devise war: Teile und herrsche, anstelle von sozialer Entwicklung.
1969 wurde der damalige Präsident Shermarke umgebracht, worauf prosowjetische Militärs unter Siad Barre die Macht übernahmen. Dieser blieb bis 1991 an der Macht. Barre lehnte sich stark an die Sowjetunion an,  enteignete und verstaatlichte den Besitz der Westeuropäer, die das Land verlassen muss­ten. Die Armee wurde massiv verstärkt, wodurch Somalia zur stärksten Militärmacht Afrikas, mit Ausnahme von Nigeria und Ägypten, wurde. 85–90% des Staatsbudgets wurde für das Militär verwendet.
1977/78 führte Siad Barre einen Krieg um die Ogaden-Region gegen Äthiopien, den Somalia verlor und die Armee musste sich innerhalb von 24 Stunden aus Äthiopien zurückziehen. Es war der äthiopischen Regierung gelungen, volle militärische Unterstützung durch die Sowjetunion und ihre Alliierten (Kuba, Ostdeutschland, Ungarn, Jemen etc.) zu gewinnen, Darauf wandte sich Siad Barre wirtschaftlich und politisch von der Sowjetunion ab und dem Westen (USA, Deutschland, Italien etc.) zu. Im Innern regierte er zusehends diktatorisch, immer noch war keine soziale Entwicklung im Land möglich. Auf Grund der starken Repression gegen verschiedene Clans bildeten sich mehrere Rebellengruppen, deren bewaffneter Kampf gegen die Barre-Regierung 1991 zu deren Sturz führte. Eine dieser Gruppen wurde von Abdullahi Yusuf Ahmed, dem aktuellen Präsidenten Somalias, angeführt.
1978 hatte Ahmed einen Staatsstreich gegen Siad Barre lanciert, der aber scheiterte – die meisten seiner Gefolgsleute wurden gefangengenommen und umgebracht. Er selber floh nach Äthiopien. Dort fand er Unterstützung, um gegen das Regime von Siad Barre zu kämpfen. Seither konnte er immer wieder von der Unterstützung der verschiedenen Regierungen Äthiopiens profitieren, wobei das äthiopische Regime auch viele andere Kriegsherren (Warlords) unterstützte, damit sie sich gegenseitig bekämpften.
Diese Aufrüstung der verschiedenen Rebellengruppen geschah, obwohl seit 1991 ein UN-Waffenembargo in Somalia bestand. Mit ihren Aktivitäten wollte das äthiopische Regime sich an den Somaliern für den Krieg von 1977 rächen und sich die Ogaden-Region sichern. Diese Region ist äusserst reich an Erdgas und Erdöl.
Von 1991 bis 1993 fanden starke Kämpfe zwischen den verschiedenen Rebellengruppen im Land statt, was zur vollständigen Zerstörung des Landes und aller unter Siad Barre aufgebauten Strukturen für Bildung und Gesundheit führte. Die zwei wichtigsten Leader der verschiedenen Gruppen waren Ali Mahdi Mohammed und Mohammed Farah Aidid.

US-gestützte Militäraktion in Somalia lanciert

Im Dezember 1992 – gegen Ende der Amtsperiode von Bush sen. – wurde eine von den Vereinten Nationen gestützte Militäraktion der USA in Somalia lanciert, die «Operation Restore Hope». Offizielles Ziel war «humanitäre Hilfe» für die Opfer von Bürgerkrieg und Hungersnot zu leisten sowie die öffentliche Ordnung wiederherzustellen.
Am 3./4. Oktober 1993 kam es in der Hauptstadt Mogadischu zu einem zwölfstündigen Feuergefecht («Schlacht von Mogadischu») zwischen 160 US-Soldaten sowie Soldaten einer UNO-Mission aus Malaysia und Pakistan und 2000 somalischen Milizionären unter der Führung von Mohammed Farah Aidid. Das Resultat war der Tod von rund 1000 Somaliern und 18 US-Soldaten sowie der Abschuss von zwei Black-Hawk-Helikoptern.
Die 18 getöteten und 84 verletzten US-Soldaten, sowie die Fernsehbilder von durch die Strassen von Mogadischu geschleiften US-Soldaten führten in den USA zu einem Wandel der öffentlichen Meinung über das Engagement in Somalia und zu einer grundsätzlichen Änderung der Interventionspolitik der US-Regierung unter Bill Clinton, der den Abzug aller US-Truppen anordnete.
Die internen Kampfhandlungen zwischen den verschiedenen Rebellengruppen gingen unter Führung 24 verschiedener Warlords weiter. Äthiopien lieferte mit Unterstützung der USA die dafür nötigen Waffen.
Zwischen 2000 und 2004 wurden in Kenia unter äthiopischer Führung Friedensverhandlungen geführt. Äthiopien setzte schliesslich als Präsidenten den ältesten der Warlords, Abdullahi Yusuf Ahmed, ein. Jeder Warlord, der loyal zu Äthiopien stand, konnte seine Gefolgsleute ins Parlament bringen. Die gesamte Regierung sowie das gesamte Parlament steht seither unter vollständiger Kontrolle Äthiopiens. Auf Grund des Widerstands der Bevölkerung konnten sich Regierung und Parlament nicht in der Hauptstadt Mogadischu niederlassen, sondern mussten mit einem Ort im Landesinnern vorliebnehmen.

Vorübergehende Vertreibung der Warlords

Mitte 2006 übernahmen Milizen der Union der Islamischen Gerichte die Kontrolle über Mogadischu und andere Teile des Südens, indem sie die Warlords vertrieben. Zum ersten Mal seit 1995 wurden Flug- und Seehäfen von Mogadischu wieder geöffnet. Für ein halbes Jahr nahm die Bevölkerung ihre Geschicke in die eigene Hand. Die Übergangsregierung und die Union der Islamischen Gerichte begannen mit Friedensgesprächen in der sudanesischen Hauptstadt Khartum.
Im Dezember 2006 sandte Äthiopien 50 000 Soldaten nach Somalia, um den Widerstand des Volkes gegen die Regierung und das Parlament zu brechen und deren Macht im ganzen Land zu etablieren. Die Bevölkerung blieb aber geeint und verfolgt weiterhin das Ziel, die von den USA unterstützten äthiopischen Truppen und die Marionetten-Regierung aus dem Land zu jagen. Diese Widerstandsbewegung aus dem Volk wird von den Äthiopiern und den USA, sowie in den meisten internationalen Medien ganz zu Unrecht als «terroristische Bewegung» bezeichnet.

Somalia als illegale Abfallhalde für radioaktiven Müll

Seit 1988 sind auf Grund der ständigen Kriegshandlungen 3–4 Mio. Somalier in alle Welt ausgewandert. Zusätzlich sind seit Ende 2007 über eine Million Somalier intern vertrieben. Seit rund 15 Jahren treten viele zuvor kaum anzutreffende Krankheiten gehäuft auf: Krebs, Leukämie, Hodgkin-Krankheiten, Brustkrebs, vorgeburtliche Missbildungen, Fehlgeburten u.a. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass es sowohl in Somalia als auch auf dem gesamten Kontinent bis dahin kaum Krebserkrankungen gab. Der Tsunami von 2004 hat viele halbverrostete Behälter mit Atom- und Giftmüll an die Strände geschwemmt. Seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts sind die Küstengebiete Somalias zu einer illegalen Abfallhalde für toxischen Müll aller Art geworden. Diese Umweltkatastrophe wird in naher Zukunft ein Massensterben der Menschen in Afrika zur Folge haben. Schon heute beträgt die Lebenserwartung der männlichen Bevölkerung nur noch 47, die der Frauen noch 49 Jahre.•

Aufruf

Die Bevölkerungen der westlichen Länder müssen dringend erfahren, wie die wirkliche Situation der somalischen Bevölkerung ist, um ihr beim Wiederaufbau und der Stabilisierung des Landes helfen zu können. Die internationale Gemeinschaft muss so schnell wie möglich handeln und Somalia von den lebensgefährlichen, illegalen radioaktiven Abfällen befreien. Es ist unsere Aufgabe, diese Verantwortung zu übernehmen und uns dafür einzusetzen.
    Es gibt eine Vielzahl von Aufbauprojekten der somalischen Zivilgesellschaft, die dringend Unterstützung brauchen. Die Somalier brauchen eine Lobby in den internationalen Organisationen, eine Lobby, die echte Friedensgespräche organisieren oder unterstützen kann.

Die humanitäre Situation in Somalia

In Somalia sind mehr als eine Million Menschen aus ihren Häusern geflüchtet. Sie sind in Flüchtlingslagern ausserhalb der grösseren Städte untergebracht. Da die Lage für Hilfsorganisationen viel zu gefährlich ist, bekommen die Flüchtlinge keine humanitäre Hilfe. Hinzu kommt, dass bald die Regenzeit beginnt und die notdürftigen Behausungen den Menschen keinerlei Schutz bieten.
    Hilfsorganisationen sowie die Uno sprechen von der schlimmsten Notlage der Welt.
    Die somalische Bevölkerung erhält in erster Linie Hilfe von Somaliern, die ausserhalb des Landes, beispielsweise in Europa, leben. Einige von ihnen haben die Hilfsorganisation Water Education Health Development Programme (WEHDP) gegründet, die ihren Sitz in London hat. Sie bemüht sich vor allem um die Wiederherstellung des Gesundheits- und Bildungssystems. Zurzeit arbeitet WEHDP mit dem Somalischen Integrationsverein der Ostschweiz (SIVO) zusammen. Es vergeht kein Tag, an dem die im Ausland lebenden Somalier nicht irgendeine Hilfe für ihr Heimatland leisten. Im Wiederaufbau von Schulen und Spitälern durch die somalische Bevölkerung wird zum Beispiel finanzielle Unterstützung konkret umgesetzt. Erfährt WEHDP, dass ein Brunnen ausgetrocknet ist, unterstützt die Organisation die Bevölkerung dabei, ein neues Wasserloch auszuheben. Erst kürzlich, am 28. Juni, hat WEHDP für 54 Familien Zelte nach Somalia gebracht.
    Auf dem nebenstehenden Bild sehen wir, wie die Zivilbevölkerung mit der Hilfe von WEHDP ein Schulhaus wiederaufgebaut hat.
Wir wären dankbar für jede Hilfe von Organisationen und einzelnen Personen.

Kontaktadresse in der Schweiz:
Leyla Kanyare, SIVO
E-Mail: leyla_kanyare@yahoo.de.
Bei Spenden bitte Vermerk WEDHP angeben. St. Galler Kantonalbank, Kontonr. 2455 3431 8904, BLZ: 782 38304

IKRK führt Hilfsoperationen für eine halbe Million Menschen durch

Angesichts der sich verschärfenden Krise in Somalia verstärkt das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) seine Hilfs­tätigkeiten im Land beträchtlich. Hunderttausende sind wegen der Eskalation des bewaffneten Konflikts und der Folgen der jüngsten schweren Dürre im Zentrum Somalias einer lebensbedrohenden Nahrungsmittel- und Wasserknappheit ausgesetzt. Die hohe Inflation und der weltweite Anstieg der Güterpreise, insbesondere der Preise für wichtige Importgüter wie Nahrungsmittel und Treibstoff, verschlimmern die Lage zusätzlich.
    «Somalia erlebt die seit zehn Jahren schlimmste Tragödie», sagte Pascal Hundt, Leiter der IKRK-Delegation für Somalia. «Die Lebensbedingungen vieler Familien sind äusserst prekär. Die Menschen sind völlig erschöpft vom unablässigen Kampf ums Überleben. Inmitten des anhaltenden bewaffneten Konflikts und sonstiger Gewalt haben die Familien grösste Mühe, ausreichend Wasser und Nahrungsmittel für den täglichen Bedarf zu beschaffen. Ausserdem wird es immer schwieriger, Unterkünfte und ärztliche Hilfe zu finden.»
    Die Lage in Somalia, die vom humanitären Standpunkt aus gesehen bereits zu den weltweit schlimmsten gehörte, verschlechtert sich seit Anfang dieses Jahres weiter. In immer mehr Orten im Zentrum und Süden des Landes kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen, und in der Hauptstadt Mogadischu wird nach wie vor äusserst heftig gekämpft.
Viele Zivilisten wurden verwundet oder getötet. Von den Hunderttausenden, die vertrieben wurden, leben die meisten unter freiem Himmel oder in behelfsmässigen Lagern, weit weg von medizinischen Einrichtungen. Die Verschlechterung der Sicherheitsbedingungen und die äusserst fragile Wirtschaft gefährden das Überleben vieler ländlicher Gemeinschaften, deren Überlebensmechanismen bereits an ihre Grenzen gestossen sind. Am stärksten betroffen sind Regionen im Zentrum des Landes, wo es seit mehr als zwei Jahren kaum geregnet hat und die Ernten schlecht ausgefallen sind. Die Nahrungsmittelknappheit ist äusserst gross und die Viehbestände sind gefährdet, da die Weiden verdorren. Ein immer grösserer Teil der Bevölkerung kann ohne humanitäre Hilfe nicht überleben.
    Das IKRK hat seine Tätigkeit vor Ort dieser Entwicklung angepasst. Es konzentriert sich fast ausschliesslich auf grossangelegte Hilfsoperationen für vertriebene Familien und die Gemeinschaften, die Vertriebene aufnehmen. In den kommenden Wochen will es in enger Koordination mit dem Welternährungsprogramm (WFP) und der Organisation Care Rationen Trockennahrung für vier Monate an 435 000 Menschen verteilen. Etwa 150 000 Personen werden grundlegende Hilfsgüter wie Decken, Material für Unterkünfte und Küchengerät erhalten. Zur Finanzierung der Soforthilfeaktion in Somalia bittet das IKRK die Geber um zusätzliche Mittel.
Von Mitte Februar bis Mai wurden täglich 2,3 Millionen Liter Wasser an 470 000 Menschen an mehr als 400 Orten verteilt. Über 268 000 Menschen erhielten Material für Unterkünfte und grundlegende Gebrauchsgüter. An fast 100 000 Personen wurden Nahrungsmittelrationen für einen Monat abgegeben. Ausserdem verstärkte das IKRK die Unterstützung von Ambulatorien, die vom Somalischen Roten Halbmond geleitet werden und etwa 200 000 Menschen dienen. Ferner unterstützt es nach wie vor die beiden grössten Krankenhäuser Mogadischus, Keysaney und Medina. Seit Januar sind mehr als 1 300 durch Waffen verwundete Personen in diese Spitäler eingewiesen worden. Ein Drittel davon waren Frauen und Kinder. Letztes Jahr wurden in den beiden Krankenhäusern über 4 000 Verwundete behandelt.
    «Die Not der Somalier ist unerträglich», sagte Pascal Hundt. «Wir rufen alle Konfliktparteien weiter dringend auf, die Bestimmungen des Humanitären Völkerrechts zu achten, insbesondere die Verpflichtung, die Zivilbevölkerung, die medizinischen Einrichtungen, das medizinische Personal und die humanitären Helfer zu verschonen.»
    Das IKRK ist seit 30 Jahren in Somalia präsent. Es führt alle seine Tätigkeiten in enger Partnerschaft mit dem Somalischen Roten Halbmond durch.

Quelle: www.roteskreuz.at

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