Leserbriefe

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«Um die amerikanischen Ultraliberalen zu befriedigen»

Als Ergänzung zum Artikel von Tobias ­Salander (Zeit-Fragen Nr. 30 vom 25. Juli) möchte ich etwas hervorheben, was ich während meiner Untersuchungen über die Geschichte der Schweiz vor und während des Zweiten Weltkriegs gelernt habe. Ich werde in Kürze ein Buch mit meinen eigenen Gedanken zu dieser Zeit veröffentlichen.
Man muss sich bewusst sein, dass in der Schweiz die Geschichte ein Fach ist, das nicht nur von der Linken, sondern auch von der Mitte geopfert wurde. Vergessen wir nicht, dass es die finanzstarke schweizerische Rechte – damals in Verbindung mit den Schweizer Trotzkisten – war, die verlangt hatte, dass der Bergier-Bericht ganz negativ ausfallen sollte, um die amerikanischen Ultraliberalen zu befriedigen. Dies gilt es anzuprangern, und zwar mit einer ausgezeichneten Begründung: die Studenten, die in der Schweiz Geschichte studieren, werden bestohlen!
Ich habe gelernt, dass Geschichte ein Kampf ist und dass man nicht ohne weiteres die Vorträge und Darlegungen der Professoren als richtig betrachten kann – darüber müssen die jetzigen und die zukünftigen Studenten unbedingt informiert werden. Sie müssen unbedingt eigene Unterlagen zur Verfügung haben. Ausserdem müssen die Medienleute, speziell in Radio und Fernsehen, aufhören, ohne jegliches eigenes Wissen zum Thema Historiker zu befragen. Die Medien müssen kontradiktorische Diskussionen ermöglichen. Meiner Meinung nach müsste sowieso nach allem, was die SRG zu diesem Thema «verbrochen» hat, dieses para­staatliche Unternehmen entweder aufgelöst oder mit einer neuen nicht politischen Direktion reorganisiert werden.

Christian Favre, Elektroingenieur ETS, Yvorne VD

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