Adula lässt grüssen...

ADULA lässt grüssen...

von Tony Henzen*

Als ich kürzlich im Restaurant Felsheim in Goppenstein einkehrte, machte mich die Wirtin auf einen Zeitungsartikel aufmerksam: «Bergtäler und Alpenwiesen sind nicht Allgemeingut, Gebirgszüge und Gipfel gehören nicht den SAC-Sektionen.» Geschrieben hat diese Zeilen der bekannte Bergsteiger Reinhold Messner. Die meisten Touristen und Berggänger erfreuen und erholen sich in unseren wirklich schönen Talschaften und Bergen und zollen den Einheimischen auch den nötigen Respekt.
Worauf wir verzichten können, sind Exponenten, nach denen es so aussehen würde: Bei Siders treten Sie in den Oberwalliser Nationalpark ein, der Talgrund ist ein einziges riesiges Auengebiet bis hinauf nach Gletsch. Industriebetriebe sind in die Deutschschweiz auszulagern oder zu schliessen. Neubauten werden nicht mehr zugelassen und das Erstellen von touristischen Anlagen wird verboten. Alp­wirtschaft wird nur mehr nach strikten Auflagen betrieben werden können, Feldarbeit ist ausschliesslich von Hand zu verrichten. Nur Tiere, die im festgelegten Katalog aufgeführt sind, dürfen gehalten werden. Jagd und Fischerei sind zu verbieten.
Den Grossraubtieren ist zu begegnen wie den heiligen Kühen in Indien. Männer haben wieder «Trilchhosen» und Frauen das «Schlotti» zu tragen. Für jeden Franken, den sie als Parkbewohner erhalten, haben sie den Kopfschmuck auf der Stange zu grüssen.
Nachhaltig und millionenschwer wird sich dies alles auf das Oberwallis auswirken. Aber das Wichtigste ganz zum Schluss: Über das 22. Jahrhundert braucht sich das Oberwallis keine Sorgen mehr zu machen!
Allen Gästen unseres Oberwallis wünsche ich von Herzen erholsame Tage, die ADULA1-Jünger mögen sich ihren Traum im Hausgarten verwirklichen.    •

*    Tony Henzen ist Präsident des Oberwalliser WAS-Verbandes und vertritt als Vizepräsident der OLK die Anliegen der Kleinviehverbände.

1    Das Projekt Parc ADULA entsteht als Konzept
im Jahr 2000 und setzt sich die Realisierung eines Nationalparks im Alpengebiet des ADULA (Deutsch: Rheinwaldhorn), im Sinne von Artikel 23f des Bundesgesetzes über den Natur- und
Heimatschutz (NHG) bis im Jahr 2015 zum Ziel.

Quelle: «Agros Wallis», 2. Ausgabe November 2011, in: Walliser Bote vom 19.11.2011

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