Brasilianische Präsidentin kritisiert Geldpolitik der «entwickelten» Länder

Brasilianische Präsidentin kritisiert Geldpolitik der «entwickelten» Länder

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat die Krisenpolitik der «entwickelten Länder» scharf angegriffen. Die Geldpolitik, mit der der aktuellen Krise begegnet wird, gleiche einem «monetären Tsunami», sagte Rousseff am Donnerstag. Die Länder des Nordens kompensierten ihre «haushalterische Strenge» mit einer für die internationalen Märkte «absolut inkonsequenten Geldpolitik». Diese Politik habe für die anderen Länder «sehr gegenteilige» Konsequenzen, kritisierte das brasilianische Staatsoberhaupt.
Mit ihrer Kritik bezieht sich Rousseff auf die enormen Geldmengen, die vor allem in den USA und in Europa in die Märkte gepumpt werden, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden. So hatte zum Beispiel die Europäische Zentralbank (EZB) im Dezember und erneut am 29.2.2012 billige Kredite in einer Gesamthöhe von über einer Billion Euro vergeben.
Man sei «besorgt» über die wirtschafts­politischen Massnahmen, sagte Rousseff. Die entwickelten Länder nutzten «keine Haushaltspolitik zur Ausweitung der Investition, um aus der Krise zu kommen». «Statt dessen vergiessen sie 4,7 Billionen Dollar auf der Welt», so Rousseff. Dies führe für die Entwicklungsländer zu einem «Währungskrieg», welcher wiederum Ungleichheit produziere.
Die brasilianische Regierung hat auf Grund der Entwicklungen Massnahmen beschlossen, um ausländische Kapitalströme nach Brasilien zu bremsen. Man müsse sich «verteidigen», erklärte Wirtschaftsminister Guido Mantega den Schritt.    •

Quelle: http://amerika21.de/meldung/2012/03/49165/geldpolitik-rousseff,
Portal Amerika21.de
, Forum für ein anderes
Amerika, vom 4.3.2012

Unsere Website verwendet Cookies, damit wir die Page fortlaufend verbessern und Ihnen ein optimiertes Besucher-Erlebnis ermöglichen können. Wenn Sie auf dieser Webseite weiterlesen, erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.
Weitere Informationen zu Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
 

Wenn Sie das Setzen von Cookies z.B. durch Google Analytics unterbinden möchten, können Sie dies mithilfe dieses Browser Add-Ons einrichten.