Europa muss sich auf seine christlich-abendländischen Wurzeln besinnen

Europa muss sich auf seine christlich-abendländischen Wurzeln besinnen

Offener Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel

«Das friedlich vereinigte Europa […] hat uns über ein halbes Jahrhundert Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit, Menschenrechte und Demokratie gebracht.»
Angela Merkel in ihrer Neujahresansprache 2012

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
liebe Frau Dr. Merkel


Zunächst Ihnen und Ihrer Familie alles Gute für das neue Jahr 2012.
Erlauben Sie mir einige Anmerkungen zu der oben zitierten Aussage in Ihrer Neujahrsansprache. Dass das friedlich vereinigte Europa uns über ein halbes Jahrhundert Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit, Menschenrechte und Demokratie gebracht hätte, das vernimmt man in letzter Zeit des öfteren von Politikern als Begründung für die Errichtung eines vereinigten europäischen Bundesstaates nach amerikanischem Muster. Doch dieser historischen Einschätzung kann ich nur sehr eingeschränkt zustimmen.
Wenn Sie mit «uns» Deutschland meinen, dann trifft auch das meines Erachtens nur begrenzt zu. Frieden ja, aber auch Freiheit angesichts der Unterordnung unter das Diktat unserer amerikanischen Verbündeten und des Big Business? Und Gerechtigkeit, Menschenrechte und Demokratie? Viele Mitbürger in unserem Land fühlen sich angesichts der um sich greifenden Kinder- und Altersarmut, der Währungsturbulenzen und des mangelnden Mitspracherechts nicht gerecht und menschenwürdig oder als mündige Bürger von seiten der Regierung behandelt und blicken voll Sorge in die unsichere Zukunft.
Wenn mit «uns» aber alle Menschen in Europa und weltweit alle unsere Brüder und Schwestern gemeint sind, dann steht das Gesagte in krassem Widerspruch zu den Erzählungen vieler meiner Freunde aus Serbien, Palästina, Somalia, dem Kongo, dem Irak oder aus Afghanistan. Sie berichten seit über einem Jahrzehnt von zerbombten Heimatländern, von toten, kriegsverletzten, krebskranken und dahinvegetierenden heimat- und hoffnungslos gewordenen Verwandten, Freunden und Bekannten. Die Menschen im 1999 bombardierten Serbien und in den anderen Teilen der Welt wie in Afghanistan, dem Irak, dem Kongo, Somalia oder auch Libyen und im übrigen Afrika werden die Aussage als Hohn empfinden, dass Europa – denkt man an die mit den USA verbündeten europäischen Nato-Staaten – ihnen Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit, Menschenrechte und Demokratie gebracht hätte angesichts der verheerenden Bombardements mit zum Teil radioaktiven Waffen und angesichts der demütigenden Raubzüge, mit denen diese Länder überzogen wurden.
Europa könnte tatsächlich allen seinen Bürgern und den Menschen der anderen Kulturkreise diese von Ihnen erwähnten menschlichen Errungenschaften bringen, wenn es sich auf seine christlich-abendländischen Wurzeln besinnen würde. Noch ist der Wille dazu aber nicht vorhanden.
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, ich bitte Sie, dazu beizutragen, dass Europa das eines Tages tun wird. Meine Freunde und ich selbst helfen gerne dabei mit.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Ihr
Dr. Rudolf Hänsel, Lindau am Bodensee

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