Verelendung an der Peripherie: Europas Zukunft wird einer Wahnidee geopfert

Verelendung an der Peripherie: Europas Zukunft wird einer Wahnidee geopfert

Unterdessen hat der Euro weite Teile der Währungsunion mit der Wucht einer mittelalterlichen Pestilenz ins Elend gestürzt. In Griechenland und Spanien ist über die Hälfte der Jugendlichen ohne Arbeit. Selbst die Euro-Retter in Berlin rechnen damit, dass Athen noch zehn Jahre lang am Tropf hängen wird. Irland ist dabei, eine ganze Generation gut ausgebildeter Arbeitskräfte zu verlieren. In den vergangenen vier Jahren sind über 300 000, vor allem junge Iren ausgewandert. Das sind sieben Prozent der Bevölkerung – ein Aderlass, der an die Hungersnot des 19. Jahrhunderts erinnert. In der gesamten Euro-Zone sind 18,2 Millionen Menschen arbeitslos, mehr als je zuvor seit Einführung der Einheitswährung im Januar 1999.
Die herrschenden Eliten in Berlin, Paris und Brüssel befürchten nichts mehr als den Präzedenzfall eines Austritts und den nachfolgenden Dominoeffekt. Würden die Griechen zur Drachme zurückkehren, ginge es ihnen spätestens in zwei oder drei Jahren besser. Sicher ist nur, dass sich der Konstruktionsfehler des Euro durch noch mehr Schulden nicht korrigieren lässt, dass Aufschuldung und Gelddrucken böse Konsequenzen haben werden. Europas Zukunft wird einer Wahnidee geopfert. Den Bundesbürgern wird die Rechnung erst noch präsentiert.    •

Quelle: Auszüge aus Deutschland Brief von Bruno Banduelt erschienen in: Eigentümlich frei vom November 2012

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