Leserbrief

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Basisschrift oder Schnüerlischrift?

Unsere Kinder kommen gar nicht mehr zum Lernen, die Lehrer nicht mehr zum Lehren, seit der Lehrplan 21 in vielen Reformschritten schleichend eingeführt wird.
Die Schnüerlischrift, die bisher flüssiges Schreiben ohne Unterbruch ermöglichte, soll durch eine sogenannt «zeitgemässe», «kindgerechtere» Basisschrift ersetzt werden. Die Basisschrift ist eine Eigenentwicklung des Kantons Luzern, sie ist nur teilverbunden und kann nicht mehr ohne Unterbruch geschrieben werden.
Die Basisschrift wollte man mit dem Lehrplan 21 vorschreiben. Nachdem dieser nun im Kreuzfeuer der Kritik steht und zu scheitern droht, hat man sich auf die Salamitaktik verlegt. Die Basisschrift soll nun als «Empfehlung» der D-EDK vorzeitig eingeführt werden. Der Lehrplan 21 soll bis 2017 überarbeitet werden, einiges wurde herausgenommen. Andererseits sind bereits Schulbücher, die sich unter anderem am umstrittenen Kompetenzaufbau des Lehrplans 21 orientieren, erstellt worden, und in den Schulen werde bereits damit gearbeitet. Es kommt einem vor, als würde der Lehrplan 21 bereits häppchenweise eingeführt. Was kommt wohl als nächstes?
Warum werden wir Bürger nicht gefragt, wir haben doch die direkte Demokratie mit dem Mitbestimmungsrecht? Unser Bildungswesen ist unsere einzige Ressource, auf deren hohe Qualität unsere Wirtschaft dringend angewiesen ist, wenn sie sich weiterhin auf dem Weltmarkt behaupten will.

Doris Stutz, Zürich

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