«Kommt der grosse Krieg?»

Wird die Corona-Pandemie 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs dazu missbraucht, den Westen auf einen Krieg gegen China vorzubereiten?

ds. Wird die Corona-Pandemie 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs dazu missbraucht, den Westen auf einen Krieg gegen China vorzubereiten? In letzter Zeit mehren sich die Stimmen, die China als grosse Gefahr für den Weltfrieden darstellen.
Die «Neue Zürcher Zeitung» titelt am 12. Mai 2020: «Chinas Macht löst wachsende Ängste aus». Sie fährt fort: Die Volksrepublik China nutze ihre Wirtschaftskraft, um das Militär zu modernisieren und den politischen Einfluss rund um den Globus auszubauen. Die USA fühlten sich herausgefordert, Europa wirke unschlüssig.
Dann folgen zwei Beiträge aus der Reihe «Strategie Trends» des «Center for Security Studies» der ETH Zürich.

Unter dem Titel «Kommt der grosse Krieg? Zwischen den USA und China erhöht sich die Gefahr eines bewaffneten Konflikts – das zwingt zum Abschied von Illusionen» erörtern die Autoren offen die Frage, ob mit einem Krieg zwischen den beiden Grossmächten zu rechnen sei. Der asiatisch-pazifische Raum stehe vor einem entscheidenden Jahrzehnt. «Bereits heute prallen dort ein amerikanisch dominiertes und ein chinesisches Ordnungsmodell aufeinander.» An die Stelle eines prekären Balanceakts zum Wohl der Weltwirtschaft sei eine von beiden Seiten angetriebene, konfrontative Abwärtsspirale getreten. Die Corona-Krise habe diese Tendenz noch verstärkt. Ein unmittelbarer Auftakt zu einem hegemonialen Ausscheidungskampf im globalen Massstab sei das zwar noch nicht. Doch die Entwicklungen im asiatisch-pazifischen Raum würden in den kommenden Jahren weit über die Region hinaus den Charakter der internationalen Beziehungen prägen. Auch Europa werde davon betroffen sein.
Der zweite Beitrag, «Peking umgarnt Europa gezielt», warnt noch einmal davor, dass China Krisen konsequent dazu nutze, seinen globalen Einfluss auszubauen. Er mahnt an, dass der EU eine einheitliche Antwort auf Chinas Strategie fehle, und fordert Ursula von der Leyen dazu auf, ihrem Wunsch, dass die EU-Kommission eine «geopolitische Kommission» sein möge, Taten folgen zu lassen.
Wurden so nicht schon immer Kriege vorbereitet?  •

Unsere Website verwendet Cookies, damit wir die Page fortlaufend verbessern und Ihnen ein optimiertes Besucher-Erlebnis ermöglichen können. Wenn Sie auf dieser Webseite weiterlesen, erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.
Weitere Informationen zu Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
 

Wenn Sie das Setzen von Cookies z.B. durch Google Analytics unterbinden möchten, können Sie dies mithilfe dieses Browser Add-Ons einrichten.