Leserbrief

«Da kann jeder beginnen, aktiv zu werden»

Danke an Zeit-Fragen und Christian Fischer für den aufklärenden Artikel «Demokratie schützen – aber wie?» in der Ausgabe vom 17. November 2020; dafür, dass klar und deutlich ausgesprochen wird: Zunächst gilt das Grundrecht auf Leben. Nur Lebende können ihre Grundrechte wahrnehmen. Wir leben offensichtlich in einer Zeit, in der es wieder nötig ist, dies so deutlich herauszustellen.
  Wer das Leben aufs Spiel setzt, sein eigenes und das anderer, kann nicht ernsthaft behaupten, sich für die Wahrung der Grundrechte und den Bestand der Demokratie einzusetzen. Vielleicht brauchen die Kritiker der Massnahmen und Leugner der Gefährlichkeit des Virus Nachhilfeunterricht in Geschichte. Am Beginn der neuzeitlichen Staatstheorien stand der Schutz des Bürgers (und seines Eigentums) vor der Willkür des Rechts des Stärkeren. Die grundlegende Aufgabe des Staates mit seinem Gewaltmonopol ist der Schutz des Bürgers. Da, wo der Staat diese Aufgabe nicht mehr wahrnimmt, herrscht Willkür, das Leben des einzelnen ist nicht mehr schützenswert.
  Die differenzierte Betrachtung, dass es einerseits das Virus gibt, dass aber auch parallel zu den Massnahmen zu seiner Eindämmung (und auch schon vorher) Machtmissbrauch betrieben wurde und wird, ist dringend notwendig.
  Die Vorschläge, wie unsere Demokratie «direkter» werden könnte, finde ich ermutigend und wegweisend. Da kann jeder beginnen, aktiv zu werden.

Rita Müller-Hill, Köln

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