Leserbrief

Lesen und sich dabei erholen

Danke für diesen interessanten und anregenden Artikel mit der Rezension des Buches von Hansjörg Küster über «Die Alpen». Auch in anderen Kreisen hat es sich offenbar herumgesprochen, dass es ein gutes Buch ist; denn bei meiner Buchhandlung war es sogar vorrätig. Und ich finde das Buch sehr sachbezogen, nüchtern und fern jeden Kitsches, welchen man im Zusammenhang mit den Alpen ja auch manchmal gewärtigen muss, und da es die Vorgänge zum Beispiel bei der Entstehung der Alpen (Faltung) ohne überladenes Fachvokabular eingängig und in ihrem geschichtlichen Ablauf deutlich nachvollziehbar schildert, eignet es sich auch derzeit gut zur Lektüre; denn durch die Lektüre dieses Buches werden keine zusätzlichen Probleme aufgeworfen, wie es bei politischer Lektüre sein kann, und es lädt ein, sich ihm in einer ruhigen Stunde zu widmen.
  Wissenschaftliche Faktenhuberei, die ja oft auch ihren Sinn und ihre Daseinsberechtigung hat, wird man nicht finden in diesem Buch – im Gegenteil, man fühlt sich an vielen Textstellen an den eigenen Erdkundeunterricht erinnert, an die «Moränen», die «Gletschertore», das «Quartär», Begriffe, die wir uns als 15jährige mühsam einprägten.
  Überhaupt finde ich zu dem Thema «Alpen», dass Ferien, die Eltern mit ihren Schulkindern im Alter von etwa 10 bis 16 Jahren in den Alpen beim Bergsteigen verbringen, sich sehr, sehr gut auswirken können, selbst wenn man oft in dieselbe Alpengegend fährt. So habe ich es sehr genossen, mit meinem Bruder und meinem Vater gemeinsam wandern zu gehen: das erfordert Sportsgeist, Organisationsgeschick, das Einhalten von Absprachen – etwas Kartenkunde – und die Bereitschaft, auch mal vor 7 Uhr aufzustehen. Es ist ein sportlich fordernder Urlaub, im Gegensatz zu einem Strandurlaub – Geschmäcker sind ja verschieden! – aber meiner Meinung nach ist es für Jugendliche und Kinder sehr schön, die imposante und vielfältige Bergwelt der Alpen kennenzulernen mit ihrer Diversität; und gut, wenn sie die Eltern einmal auf gleichem Niveau erleben, wenn sie gemeinsam sich die Natur anschauen und Neues entdecken.
  Ich kann von mir sagen, dass ich im Buch von Hansjörg Küster gerne lese und mich sogar dabei erhole. Danke an Renate Dünki für die kongeniale Rezension zu Küsters Werk, die nichts vermissen lässt und alle Aspekte aus dem Buch nacheinander treffend abhandelt.

Susanne Wiesinger, Freiburg i.B.

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