«Das Recht jedes Menschen auf Leben wird gesetzlich geschützt»

(Artikel 2 EMRK)

Das Recht auf Leben ist das grundlegendste aller Menschenrechte. Aber es ist heute nicht mehr überall da, wo es notwendig wäre, staatlich gesichert, auch in Europa nicht. Um so wertvoller und wichtiger sind alle Stimmen, die dieses Recht auf Leben eines jeden Menschen klar und deutlich herausstellen und jeden Angriff darauf entschieden abwehren. Die in Deutschland ansässige Liga «Ärzte in Ehrfurcht vor dem Leben» hat am 3. November 2019 mit einer Pressemitteilung auf zwei ausgesprochen bedeutende Deklarationen – die des Weltärztebundes und die der abrahamitischen Religionen gegen Euthanasie und assistierten Suizid – hingewiesen, die wir im folgenden dokumentieren. In der Pressemitteilung der Liga heisst es wörtlich: «Die Liga ‹Ärzte in Ehrfurcht vor dem Leben› begrüsst die aktuelle Erklärung des Weltärztebundes und die interreligiöse Deklaration von Vertretern der abrahamitischen Religionen gegen assistierten Suizid und Euthanasie.

Ende Oktober 2019 bekräftigte der Weltärztebund (World Medical Association, WMA) auf der 70. Generalversammlung in Tiflis, Georgien, erneut seinen ablehnenden Standpunkt gegenüber Euthanasie und ärztlich assistiertem Suizid. Vorangegangen waren intensive Beratungsprozesse mit Ärzten und Nichtärzten auf der ganzen Welt. Die WMA betont ihr starkes Bekenntnis zu den Grundsätzen ärztlicher Ethik und fordert höchsten Respekt vor dem menschlichen Leben. Auch solle kein Arzt zur Teilnahme an Euthanasie und assistiertem Suizid gezwungen oder dazu verpflichtet werden, diesbezüglich Überweisungsentscheidungen zu treffen. Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt unterstrich die Bedeutung der Erklärung: ‹Ärzte sind dem Leben verpflichtet. Es ist wichtig, dass der Weltärztebund das noch einmal zum Ausdruck gebracht hat.› (Deutsches Ärzteblatt vom 1.11.2019) Neben der Ärzteschaft positionierten sich auch Vertreter der drei abrahamitischen Religionen und unterzeichneten am 28.10.2019 im Vatikan eine gemeinsame Erklärung gegen Euthanasie und assistierten Suizid. ‹Euthanasie und assistierter Suizid sind von Natur aus und in der Konsequenz aus moralischer wie religiöser Sicht falsch und sollten ausnahmslos verboten werden. Jeglicher Druck auf Todkranke, ihr Leben durch aktives und vorsätzliches Handeln zu beenden, wird kategorisch abgelehnt.› Gefördert und unterstützt werden solle eine qualifizierte und professionelle Palliativmedizin. Der Vatikan bezeichnete die Deklaration als historisch. Es sei das erste Mal, dass Muslime, Juden und Christen gemeinsam ein solches Dokument unterzeichneten. Die Liga ‹Ärzte in Ehrfurcht vor dem Leben› hofft sehr, dass diese beiden bedeutenden Deklarationen auch in der Politik, bei den Gerichten und in den Medien angemessene Beachtung finden!»

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