St. Moritz im Engadin – seine Naturgeschenke, seine Menschen, sein Potential

Zum Standardwerk «Gesundheits-Mythos St. Moritz. Sauerwasser – Gebirgssonne – Höhenklima» von Heini Hofmann

von Winfried Pogorzelski

Mit seinem umfassenden, wissenschaftlich fundierten und prachtvoll bebilderten Grundlagenwerk «Gesundheits-Mythos St. Moritz» hat der Schweizer Wissenschaftspublizist Heini Hofmann (geb. 1938) eine beeindruckende Dokumentation über den berühmten Kur-, Winter- und Bergsportort im Engadin vorgelegt.1 Der Autor hat einen breit gefächerten Werdegang: Als Werkstudent war er Journalist, Foto- und Radioreporter, dann Tierarzt im Basler Zolli, beim Schweizer und Österreichischen Nationalcircus sowie Leiter des Rapperswiler Kinderzoos. Seit Erreichen des Pensionsalters ist er als Publizist tätig. Die Bezeichnung «Gesundheitsmythos St. Moritz» erklärt Robert Eberhard, langjähriger Präsident der Dr. Oscar Bernhard Stiftung St. Moritz und leitender Arzt des Medizinischen Therapiezentrums Heilbad St. Moritz im Vorwort: Seit jeher geht von diesem Ort die Kunde von Gesundheit und Heilung aus, wurde doch bereits in der Bronzezeit im 15. Jahrhundert v. Chr. eine Quellfassung für die später so benannte Mauritiusquelle mit ihrem eisenhaltigen und säuerlichen Wasser errichtet.2 Mit der Gründung des ersten Hotels im Jahre 1856, des Kulm-Hotels, begann der Aufstieg zu einem der beliebtesten Ferienorte überhaupt. Bis heute ist die Anziehungskraft des Ortes und der Region ungebrochen: «Hier geben sich die Reichen, Schönen und Berühmten ein Stelldichein, hier tummeln sich Wintersportler, Sommerfrischler und Naturliebhaber.» (S. 63) Wie es dazu kam und welche Perspektiven für die Region bestehen, schildert auf beeindruckende Weise dieses grossartige Werk.

In seinem Prolog (S. 13ff.) spricht der Autor von den Rohstoffen, mit denen der Ort reich gesegnet sei; allerdings meint er damit nicht Bodenschätze wie Gesteine, Erze oder Rohöl, sondern das Reizklima, die reine Luft, die Gebirgssonne, die Heilquellen und das Alpenmoor. All das liege den Menschen hier zu Füssen, sie müssten sich nur bücken und es aufheben. Die Nutzung dieser Gaben habe eine wechselvolle Geschichte, die er auf den folgenden Seiten erzähle.
  In elf Kapiteln arbeitet der Autor die Besonderheit und die historische Bedeutung von St. Moritz und vom Engadin für die Naturheilkunde, den Tourismus und den Austragungsort einer ganzen Fülle von Sportarten heraus. Er versteht es, mit viel Liebe zum Detail und unterhaltsamer Anschaulichkeit sein immenses Wissen zu vermitteln. So kann der Leser in diese alpine Wunderwelt eintauchen und nur noch staunen, während er gleichzeitig bestens informiert und über komplexe Zusammenhänge aufgeklärt wird.

«Naturtrilogie Heilquelle, Sonne und Reizklima»

Die aktuelle Situation und die Zukunft des Ortes und der Region sind Heini Hofmann ein ganz grosses Anliegen: Es gehe um nichts weniger, als unter Berücksichtigung des Klimawandels und der Bevölkerungsentwicklung mögliche Perspektiven auszuloten und ihre Umsetzung ins Auge zu fassen; dazu sei ein Gesamtkonzept erforderlich: «Als Wasserschloss Europas und zugleich höchstgelegene Reizklima-Gesundheitsregion ist das Engadin prädestiniert für neue nachhaltige Tourismus-Perspektiven!» (S. 15) Aber es fehle ein Gesamtkonzept, das den Heilquellen den herausragenden Platz einräumt, den sie verdienten. Sie hätten zum märchenhaften Aufstieg des Ortes geführt und sollten mit der Wiederbelebung der Bädertradition und der bewussten Nutzung von Reizklima und Gebirgssonne kombiniert werden. Denn die zunehmend gesundheitsbewussteren Menschen würden immer älter und seien bestrebt, für ihr Wohlergehen auch präventiv etwas zu tun.

Oscar Bernhard (1861–1939) – Promotor der Alpenmedizin im Engadin

Eine Persönlichkeit von herausragender Bedeutung für die Entwicklung der Region war der Arzt Oscar Bernhard. Die nach ihm benannte Stiftung ist die Herausgeberin dieses Sachbuches, in dem Heini Hofmann dieser beeindruckenden Persönlichkeit zwei Kapitel widmet: Wegen seiner bewegten Biografie und seines vielfältigen, segensreichen Wirkens in der Region – er war Bergführer und -retter, Naturgelehrter und -schützer, Jäger, Kunstmäzen, Numismatiker – und Pionier bei der Entwicklung und Anwendung der Sonnenlicht- bzw. der Heliotherapie.
  Oscar Bernhard war der Sohn eines Apothekers, eines Kenners der Heilkräuter, der sich mit der Kultivierung und Verarbeitung der Moschus-Schafgarbe zu Tee, Wein, Likör, Magenbitter und Creme einen Namen gemacht hatte. Er war Mitbegründer des Kreisspitals Samedan und arbeitete als Arzt und Chirurg in einer Region, in der die ärztliche Versorgung der Menschen noch in den Kinderschuhen steckte. Der Bedarf an Ärzten und Spitälern stieg in einer Zeit, als der Gebirgssport zunahm. Bernhards besondere Beachtung fand die Bergrettung, für die er praktikable Methoden entwickelte, die zunächst mittels Lehrtafeln, dann mit einer Broschüre grosse Verbreitung fanden. Prominentester Patient von Oscar Bernhard war wohl sein Freund Giovanni Segantini (1858–1899), der aus Norditalien stammende Maler des symbolistischen Realismus, mit dem er auf Bergtouren und zur Jagd ging. Nachdem der erst 41jährige Segantini schwer erkrankt war und im Sterben lag, weilte er bei ihm. Wenige Jahre später gründete Bernhard das Segantini-Museum in St. Moritz.
  Im Jahr 1912 gründete er in St. Moritz Dorf die Privat-Klinik Dr. Bernhard, die sich bald einen ausgezeichneten Ruf erwarb. Da der Ort längst eine begehrte Destination für Prominente aus aller Welt geworden war, konnte sich das Haus bald mit entsprechenden Namen zieren: So hielten sich u. a. der König von Griechenland, der Prinzgemahl von Holland, der norwegische Polarforscher Fridtjof Nansen und der russische Balletttänzer Vaslav Nijinsky hier auf.
  Giovanni Segantinis Sohn Gottardo würdigte Oscar Bernard nach dessen Tod mit bewegenden Worten. Er habe das Engadin «demutsvoll und andächtig geliebt. […] Alle seine Handlungen als unermüdlicher und hilfsbereiter Arzt, all sein Denken und Experimentieren als erfolgreicher Wissenschaftler […] sind aus dieser grossen Liebe hervorgegangen. Der Sohn des Engadins hat für sein Tal gelebt und gestritten und der Ruf seiner Taten und seiner Erfolge ist zum Ruhmesblatt seines Landes geworden.» (S. 311)

Frischluft-Liegekuren und Sonnentherapie

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich als Folge des Industriezeitalters die Tuberkulose zur Pandemie, die allein in der Schweiz zur Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert Zehntausende Tote und Hunderttausende Erkrankte zur Folge hatte. Ein Meilenstein bei der Bekämpfung war die Entdeckung des Tuberkelbazillus durch Robert Koch (1882). Der schlesische Arzt Hermann Brehmer entwickelte gegen die Lungentuberkulose die Frischluft-Liegekur in eigens hierfür konzipierten Sanatorien. Diese Erfolge blieben auch in der Schweiz nicht unbemerkt: Den Anfang machte der Landschaftsarzt Alexander Spengler in Davos, in der Folge entwickelten sich Arosa, Leysin und Montana zu Lungenkurorten.
  «Die Sonne ist die Universalarznei aus der Himmelsapotheke», sagte schon der deutsche Dichter August von Kotzebue (1761–1819) und veranschaulichte damit auf sehr schöne Weise, dass die Menschen seit jeher – nämlich bereits in der Antike – die heilende Wirkung der Sonne kannten und sie zu medizinischen Zwecken einzusetzen suchten. Und wenn eine Landschaft dazu prädestiniert ist, die wohltuende Wirkung unseres Zentralgestirns zu nutzen, dann ist es das hochalpine Engadin.
  Zunächst in Frankreich Ende des 18. Jahrhunderts und vor allem im 19. Jahrhundert, dann auch in Deutschland und der Schweiz begann man mit Licht- bzw. Sonnentherapie, vor allem auf empirischer, dann allmählich auch auf wissenschaftlicher Grundlage. Luft- und Sonnenlicht-Bäder halfen vor allem Kindern und Jugendlichen bei der Genesung von Haut- und Lymphknotenerkrankungen, die die Entwicklung von Tuberkulose begünstigen können, und bei allgemeinen Schwächezuständen.

Der Durchbruch der «Sonnenlichtbehandlung», der Heliotherapie

Bahnbrechende Impulse bekam diese Therapieart durch Oscar Bernhard, den besonders die Heilung der Tuberkulose von Knochen und Gelenken, der sogenannten «chirurgischen Tuberkulose», beschäftigte. Ein Geistesblitz brachte ihn auf eine kühne Idee: Das Bündnerfleisch, eine Spezialität aus Graubünden, entstand ursprünglich dadurch, dass man rohes, gepökeltes Rindfleisch der Besonnung und Frischluftzufuhr aussetzte und es damit trocknete und somit konservierte. Warum sollten Wunden nicht nach derselben Methode zum Trocknen und Heilen gebracht werden? «Ich entschloss mich», so Bernhard, die «antiseptische und eintrocknende Wirkung von Sonne und Luft auch bei lebendigem Gewebe zu versuchen. […] Schon nach der ersten eineinhalbstündigen Bestrahlung war eine deutliche Besserung zu beobachten, und die Wunde bot einen ganz anderen Anblick. Die Granulationen [hier: Bildung von Gewebe an heilenden Wunden] wurden zusehends normaler und kräftiger, und die enorme Wunde überhäutete sich unter dieser Behandlung.» (S. 331)
  In der Folge, so schreibt Heini Hofmann, entwickelte sich ein fairer Wettbewerb unter Fachleuten, vor allem zwischen Oscar Bernhard und Auguste Rollier aus dem Waadtland, der Bernhards Technik übernahm, ohne ihn einfach nur nachzuahmen. Im Gegensatz zu Bernhard, der im Kleinen in der von ihm gegründeten Privatklinik im Engadin begonnen hatte und dem man mit Skepsis begegnete, erhielt Rollier in seinem Kanton grosse Unterstützung. Bernhard gönnte ihm den Erfolg, und diesem war immer bewusst, dass sein Kollege der Erfinder der Heliotherapie war. Anfeindungen aus Kollegenkreisen waren indes beide ausgesetzt.
  Bernhard war während des Ersten Weltkriegs auch als Sanitätsoffizier und Militärarzt in Lazaretten in Deutschland, England und Frankreich tätig. In Bad Dürrheim im Schwarzwald richtete er selbst eine Sonnenklinik ein. Die Verbreitung der Helio- und Höhenklimatherapie förderte er auch durch Vorträge, Aufsätze in Fachzeitschriften und Buchveröffentlichungen. Für seine Verdienste erhielt er zahlreiche Auszeichnungen im In- und Ausland. Mit dem Durchbruch der Chemotherapie (Tuberkulostatika) und der damit praktikablen ambulanten Behandlung hatte die Heliotherapie in dafür eigens eingerichteten Kliniken allerdings ausgedient.

Die Heilkraft der Berge und des Wassers

Von der heilenden Kraft der Sonne nun zu Bergluft und Heilquellen, die nach einer langen Vorgeschichte Mitte des 19. Jahrhunderts St. Moritz zum Weltkurort aufsteigen liessen. Der Autor verweist auf den Roman «Heidi», verfasst von der Arzttochter und Schriftstellerin Johanna Spyri. Dort lernt das kranke Mädchen Klara aus Frankfurt a. M. in den Alpen wieder gehen, so dass es auf seinen Rollstuhl verzichten kann. Vielen Pflanzen, Tieren (z. B. Steinbock, Murmeltier, Bartgeier), Gesteinen und Salzen aus den Bergen wurde seit jeher ebenso eine besondere Kraft zugesprochen wie der Milch und der Molke der Kühe. Die wohltuende gesundheitliche Wirkung von Bergluft und Bergwasser wurde ebenfalls früh erkannt und genutzt.
  Die erste Quellfassung errichtete man sage und schreibe im Jahr 1411 v. Chr. dort, wo heute noch die Mauritiusquelle mit ihrem säuerlichen und eisenhaltigen Wasser sprudelt, die mit 1774 m ü. M. höchstgelegene Heilquelle. Eine lange und wechselvolle Geschichte war dieser Quelle beschieden, während der sie lange in Vergessenheit geriet und nicht genutzt wurde. Der Schweizer Vater der Heilquellen und Bäderkunde, Theophrastus Paracelsus (1493–1541), lernte auf einer seiner Reisen, die ihn auch ins Engadin führte, die besonderen Vorzüge des Quellwassers kennen und berichtete darüber. Bis aber ein erster Durchbruch bei der Nutzung gelang, sollte noch viel Zeit vergehen …
  Der Autor erzählt uns von Überschwemmungen und Erdbeben im 16. und vom zweiten Aufblühen der Region im 17. Jahrhundert, in dem sich schon erste Mitglieder des Adels und Prominente aus Zürich in der Gegend einfinden; Reiseberichte aus dem 18. Jahrhundert wie z. B. vom Zürcher Arzt und Naturforscher Johann Jacob Scheuchzer (1672–1733) zeugen von der wachsenden Bedeutung der Region und ihres Heilwassers. Aber die Geschichte der St. Moritzer Heilquelle, so Hofmann, lese sich wie «ein Albtraum, indem sich nach jedem kurzen Lichtblick wieder ein schwarzes Loch auftut». (S. 94) Es folgte nämlich bis ins 19. Jahrhundert hinein eine Periode diverser Auseinandersetzungen zwischen treibenden Kräften und solchen, die der Entwicklung des Ortes zu einem Kurort mit Hotelunterkünften und Kurhaus entgegenwirkten. Ständig kontroverses Thema war der Umgang mit den Heilwasserquellen; so baute man beispielsweise aus der Befürchtung, man könnte die Qualität des Wassers beeinträchtigen oder aus dem Aberglauben, man könne böse Geister erwecken, lange keine ordentlichen Fassungen …2
  1831 wurde eine erste Aktiengesellschaft, die Heilquellengesellschaft, gegründet, die ein recht komfortables Kurhaus erstellte; Quartiere für Kurgäste liessen hingegen noch auf sich warten, bis es 1853 zum «grossen Befreiungsschlag» (S. 97) kam. Man gründete eine zweite, mit mehr Kapital ausgestattete Aktiengesellschaft, die von der Gemeinde Baumaterial zur Verfügung gestellt bekam und von der Steuerpflicht befreit wurde. Als Gegenleistung entrichtete die Gesellschaft einen Pachtzins und stellte den Einwohnern das Quellwasser zum halben Preis zur Verfügung – alles in allem Ausdruck eines «grundlegenden Gesinnungswandels der St. Moritzer bezüglich ihrer Quelle». (S. 99)
  In die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts fiel ein weiteres, auf den ersten Blick harmloses Ereignis, nämlich eine Wette zwischen Hotel- und Tourismuspionier Johannes Padrutt und seinen Kurgästen aus England, geschlossen am Ende der Sommersaison 1869 im Kulm Hotel: Er lud sie ein, doch auch einmal im Winter zu kommen und die St. Moritzer Wintersonne zu geniessen. Falls es ihnen nicht gefalle, übernehme er komplett ihre Reisekosten. Die Engländer kamen im Winter, waren mehr als begeistert, kamen immer wieder zusammen mit immer mehr Wintersportbegeisterten … Die Legende will es, dass Johannes Padrutt seitdem als Erfinder der Wintersaison gilt. (S. 322)3

«Aufstieg zum Weltkurort – dank Wasser»

Es folgt ein eigentlicher Boom in der Geschichte von St. Moritz, der den Ort zu einem regelrechten Weltkurort, ja zu einem «Versailles der Alpen» werden lässt: Die Heilquellen sind gefasst und sprudeln, es entstehen repräsentative Bauten wie Wandel- und Trinkhallen, eine Ladenstrasse mit Verkaufslokalen und Cafés, Promenaden, Bädergebäude, ein neues Kurhaus und grosszügige Parkanlagen mit dreistöckigem Springbrunnen. Im offenen Rundpavillon im Zentrum des Kurparks, der «Muschel», werden bei schönem Wetter Kurkonzerte gegeben. (Bild S. 122) Die Gäste reisen mit Pferdekutschen von Chur über den Julierpass an, gefolgt von Pferdewagen, auf denen sich ihr Gepäck in grossen Koffern türmt.
  Das Glück währt nicht lange, wie der Autor ein weiteres Mal konstatiert: Das Auslaufen eines Pachtvertrags zwischen Gemeinde und Heilquellengesellschaft bringt die nächste Krise. Der Vertrag wird unterschiedlich ausgelegt, ein Hin und Her, ein Feilschen ist die Folge zu Lasten des Erhalts der Infrastruktur. Schliesslich entscheidet ein Schiedsgericht, dass der Gemeinde St. Moritz ein Grossteil der gesamten Anlagen – nämlich Quelle, Bädergebäude und Kurhaus – zugesprochen wird; das neue Kurhaus, der Kurpark und weiterer Umschwung gehen an eine Aktiengesellschaft.
  Was folgt, ist ein Boom, der sich in der Gesamtrenovation des Heilbades mit Mineral- und Licht- und Dampfbädern, der Erhöhung der Anzahl der Badezellen, im Einbau einer leistungsstarken Heizanlage usw. niederschlägt, der einen eigentlichen Modernisierungsschub bedeutet: Er macht endgültig aus dem ehemaligen Bergbauerndorf einen weltbekannten Badeort. Die Belle-Epoque-Hotelpaläste mit ihrer luxuriösen Ausstattung, die den Bedürfnissen von Adel und Grossbürgertum entsprechen, schiessen wie Pilze aus dem Boden. Immer mehr Bahnen werden gebaut, so die erste Drahtseilbahn im Engadin von Punt Muragl auf die Sonnenterasse Muottas Muragl, dann Eisenbahnstrecken wie die Berninabahn (ab 1910) zwischen St. Moritz und Tirano (Veltlin), die zum Unesco-Welterbe gehört, und die Anbindung an die Rhätische Bahn, die fortan St. Moritz mit Chur verbindet.
  Ein jähes Ende erfuhr diese fulminante Entwicklung durch den Ersten Weltkrieg: Das «Highlife im Weltbadeort St. Moritz fiel wie ein Kartenhaus in sich zusammen […]. Die langjährigen treuen Gäste, zumal jene aus den einstigen Herrscher- und Fürstengeschlechtern, blieben aus. Kaiser, Könige und Prinzessinnen, eben noch reale Erscheinungen in der Multikulti-Gästegalerie, wurden wieder zu abstrakten Märchenfiguren. […] Der Bäderbetrieb in St. Moritz lief während des Krieges und in den Jahren danach nur noch auf Sparflamme. […] Es gähnte eine grosse Leere im Weltdorf.» (S. 154)

Champagner im Glas statt Heilwasser im Bad und Olympische Winterspiele

In der kurzen Blüte der Zwanziger wechseln Akteure und Aktivitäten: Jetzt geben sich Leute des Showbusiness, Modeschöpfer, Künstler, Automobil- und Flugzeugpioniere, Wirtschaftsbosse, Banker, Kriegsgewinnler und Neureiche ein Stelldichein. Angesagt sind jetzt Partys, Feste und Sport – die Bäderkultur bleibt auf der Strecke. Die ersten Automobile tauchen auf, nachdem der Kanton Kraftfahrzeuge auf seinem Gebiet zugelassen hat. Besonderes Aufsehen erregen so genannte Halbkettenfahrzeuge: Das waren stattliche Nobelkarossen mit speziellen Skiern unter den lenkbaren Vorderrädern und Raupenantrieb hinten, die die Anreise über den Julierpass wesentlich erleichterten und nun vor den Hotels auftauchen. Der Automobilfabrikant André Citroën höchstpersönlich hatte die ersten Prototypen eingeführt.
  In diese Zeit fallen auch die ersten Olympischen Winterspiele von 1928 (damals nur mit Wettkämpfen in den nordischen Disziplinen) mit 492 Athleten aus 25 Nationen. Im Jahr 1948 fiel dem Ort ein weiteres Mal diese Ehre zu.
  Der Börsencrash an der Wallstreet vom Oktober 1929 lässt nichts Gutes ahnen: Während der dreissiger Jahre sind die Buchungen spärlich, sie können den Niedergang des Tourismus nicht aufhalten, wenn auch Persönlichkeiten mit klingenden Namen wie Coco Chanel, Charlie Chaplin, Marlene Dietrich und Enrico Caruso in St. Moritz logieren. Eine Reihe von engagierten Badeärzten sorgt in Zusammenarbeit mit Kreisen, denen der Erhalt der Heilquellen ein Anliegen ist, dafür, dass St. Moritz auch als Badekurort überlebt.

Nach 1945 bis heute: Wiederaufschwung als Heilkurort

Nach dem Zweiten Weltkrieg kommen zunächst vor allem Flüchtlinge ins Engadin und amerikanische Soldaten, aber nur vorübergehend, um sich von den Strapazen des Krieges zu erholen. Es gibt verschiedene Ansätze, um St. Moritz als Heilkurort wiederzubeleben: Man plant und realisiert dann auch die Renovation des Heilbades (1952 und 1976), leistet bei Universitäten (Institute für physikalische Therapie) Aufklärungsarbeit und arbeitet zunehmend mit ihnen zusammen, wendet sich an die Eidgenössische Bäderkommission und an die Schweizer Hoteltreuhandgesellschaft. Auf Grund eigener Forschung kann man massgeschneiderte balneologische sowie höhen- und bioklimatische Kurprogramme anbieten, was internationales Aufsehen erregt und dazu führt, dass man Patienten nach St. Moritz schickt. Die Palette wurde ausgeweitet (Angebote für Kinder, ältere Menschen, Sportler), hatten doch im Laufe der Zeit andere Orte in der Schweiz mit ähnlichen Projekten nachgezogen, was zu einer gewissen Marktsättigung führte.
  Auch in den folgenden Jahrzehnten geht es ständig darum, sich auf dem Markt zu behaupten; dazu sind fortlaufend Renovationen, Instandhaltungsarbeiten und Neubauten zur Erhaltung der Bädereinrichtungen, der Hotels und der Parkanlagen nötig. Verschiedene Konzepte traten in Konkurrenz zueinander: Setzen die einen auf die Karte moderner Tourismus, mit der ein junges, sportbegeistertes Publikum angesprochen werden sollte, bevorzugen andere die Fortsetzung, die Pflege und den Ausbau der Bädertradition unter verstärkter Zusammenarbeit mit der Humanmedizin. Sollten Wellness- und Fitness-Tempel der Luxusklasse betrieben werden, in denen man sich der Pflege seiner Gesundheit, dem Anti-Aging und dem Badevergnügen hingeben konnte, oder sollte man vor allem die Heilbadtradition, die den Aufstieg von St. Moritz überhaupt erst ermöglicht hatte, fortsetzen und durch Zusammenarbeit mit Universitäten und Kliniken permanent modernisieren? Ein besonderes Augenmerk legt der Autor auf die Besitzverhältnisse (Grund und Boden, Gebäude) und die Rolle verschiedener Gesellschaften und Investoren (GmbH, AG, Holding), die während der wechselvollen Geschichte dieses Ortes eine wichtige Rolle spielten und bis heute noch spielen.
  Die letzte Krise datiert vom Beginn dieses Jahrhunderts, an deren Ende der amtierende Bäderarzt Robert Eberhard und eine engagierte Physiotherapeutin namens Britta Ahlden – beide sind heute noch im Amt – mit Herzblut an die Arbeit gehen. St. Moritz scheint auf einem recht guten Weg zu sein: Das Medizinische Therapiezentrum Heilbad kann vorerst zusammen mit dem Heilbadbetrieb weitergeführt werden und 2023/24 soll der Neubau der Klinik Gut auf dem Gelände des Heilbades eröffnet werden. Schade nur, dass sich auf der Webseite von St. Moritz Dorf kein Hinweis, kein Link zum Heilbad bzw. zur Bedeutung des Ortsteils St. Moritz Bad als Heilkurort findet.

Das Engadiner Höhenklima: Gesundbrunnen und ideal für Höhentraining

Neben der optimalen Nutzung der Quellen für Heilkuren ist es dem Autor ein grosses Anliegen, die einmalige Qualität und segensreiche Wirkung des Klimas darzulegen und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten für sportliches Training herauszustreichen. Auch hier spricht er von verpassten Chancen und versteht sein Buch als Appell, wenigstens ab jetzt alles zu tun, um die Region auch diesbezüglich ihrer Bestimmung zuzuführen.
  Die Merkmale des Klimas im hochalpinen Trockental lassen sich wie folgt skizzieren: Morgens und abends ist es recht frisch, über Mittag angenehm warm, Nebel und Wolken findet man weniger als anderswo, Feuchtigkeit und Regen sind geringer, die Sonneneinstrahlung hingegen stärker; die Winde im Winter sind schwach, der Sommer ist angenehm, da nie zu heiss, sechs Monate lang liegt Schnee – alles in allem ein gesundheitsförderndes, schonendes Reizklima.
  Zunächst bei Rennpferden entdeckte man ein interessantes Phänomen: Wenn man sie im Engadin vor Wettbewerben trainierte, erbrachten sie auffallend gute Leistungen. Das Entscheidende dabei: Sie erbrachten diese Leistungen auch im Flachland, und das war der Beweis dafür, dass ein regelrechtes Training stattgefunden hatte.
  Die Wissenschaft nimmt sich des Phänomens an. Beim Menschen stellt man in der Folge dieselbe Wirkung fest, denn um die Sauerstoffversorgung in der Höhe aufrechtzuerhalten bzw. zu optimieren, produziert der Körper vermehrt rote Blutkörperchen. Es findet eine Ökonomisierung des Herz-Kreislauf-Verhaltens, eine Verbesserung der Blutzucker- und Blutfettstoffwechsel-Situation und eine Abnahme thrombosefördernder Substanzen statt (S. 418) – eine Art «Naturdoping» also. (S. 422) Dazu passt die Beobachtung, dass Läufer, die in Höhenlagen wie in Kenia oder Äthiopien trainiert haben, ausgezeichnete Leistungen erbringen. Höhentraining ist besonders effektiv für Sportler mit hoher Ausdauerleistung wie Läufer, Langläufer, Radfahrer, Schwimmer und Ruderer. Mit Bedauern konstatiert der Autor auch hier, dass die Chance verpasst wurde, aus St. Moritz das eigentliche Magglingen (Ort im Berner Seeland, Sitz des Bundesamtes für Sport und der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen) zu machen, genau derselbe Lapsus wie bei der Nutzung der Heilquellen: «So wie man zu Zeiten von Il Bernhard den aufstrebenden Nobelkurort nicht mit Sanatoriums-Image verbrämen wollte, befürchtete man jetzt, es würden in der Jetset-Destination dann nur noch Sportler in Turnhosen und Trainingsanzügen herumrennen, was die übrige Klientel stören könnte.» (S. 420)
  Auf jeden Fall profitierten und profitieren bis heute und in Zukunft unzählige Menschen von den segensreichen Bedingungen des Engadins für sportliche Betätigung. Vom Bob- und Skeletonfahren, Ski-Langlauf- und Alpin-Ski-Sport bis zu Sportarten auf zugefrorenem See, dem White Turf, einem Pferderennen (weltweit einzigartig), dem Polo und dem Eissegeln, vom Schwimmen und Surfen bis zum Rudern und Kanufahren, vom Gleitschirmfliegen und Radfahren bis zum Bergsteigen und Klettern – die Möglichkeiten, Sport zu betreiben, sind schier unübersehbar und gehören zum ganz dicken Plus der Region.

«Lage ist Auftrag» – ein Appell

Der Autor schliesst sein Werk, indem er nochmals auf sein Hauptanliegen hinweist: Es geht ihm schlicht und ergreifend darum zu vermeiden, dass das Potential von St. Moritz und dem Engadin weiterhin zu wenig ausgeschöpft wird und der Schweizer Tourismus weiter Marktanteile verliert – eine Entwicklung, die schon im Gange ist, wobei der Ort und die Region mit ihren einmaligen Vorzügen eine wichtige Rolle spielen. Die Heliotherapie verschwand wieder in der Versenkung, um ein Haar hätte das Heilbad dasselbe Schicksal ereilt. Die berühmte Sauerwasser-Quelle ist «in einem Verlies versenkt und weggesperrt, wo sie keiner sieht, dieweil früher Kaiser und Könige zu ihr pilgerten. Das ist, wie wenn Paris seinen Eiffelturm in eine Kiste packen täte und im Keller des Pantheons verrosten liesse.» (S. 444) Die gegenwärtige Diskussion um das Klima biete eine Chance, so der Autor zum Schluss, die Klimatherapie wieder vermehrt ins Gespräch zu bringen und ihr den Platz einzuräumen, den sie verdient, nachdem in den letzten langen Jahren die moderne Apparate-Medizin ganz im Vordergrund gestanden habe. Die Vorzüge des Aufenthalts und des Kurens in einer Bergregion mit ihrem gesundheitsfördernden Höhenklima sind offensichtlich und sollten im modernen Tourismus – und vor allem natürlich in St. Moritz und im Engadin – den Platz bekommen, den sie verdienen.
  Der Autor wird konkret, wenn er die Erstellung eines Gesamtkonzeptes für ein «Triptychon der Bäderkultur» (S. 449) vorschlägt, das Heilbad, Sportzentrum (mit Hallenbad) und Kurhotel umfasst. Das Heilbad soll sich als «medizinisches Kompetenzzentrum unter ärztlicher Leitung von einem profanen Wellnesstempel» (ebd.) abheben und am besten «die von Oscar Bernhard initiierte balneologisch-klimatologische Forschung wieder aufnehmen». (ebd.) Auf diese Weise könnte St. Moritz sich sogar als «Opinionleader alpiner Klimatherapie» (ebd.) etablieren.
  Als Leser – besonders auch als einer, der sich weder in Tourismuswissenschaft noch in Klimatologie, weder in Medizin noch in Bäderheilkunde auskennt – vermisst man Zusammenfassungen des Inhalts zu Beginn oder am Ende der Kapitel, die den jeweiligen roten Faden gut erkennen lassen. Nichtsdestoweniger kann man dem Autor und seinem Werk nur wünschen, dass es viele Leser und Realisatoren findet.
  «Gesundheits-Mythos St. Moritz» ist ein fesselndes und bewegendes Werk, das eine riesige Fülle von faszinierenden Fakten, Geschichten und Entwicklungen von der Antike bis heute vor uns ausbreitet, die einen so schnell nicht wieder loslassen. Der Autor hat keinen Aufwand und keine Mühe gescheut, mit diesem Grundlagenwerk, das wissenschaftlichen Anforderungen genügt, dem Ort und der Region zu dem Platz zu verhelfen, der ihnen gebührt – und zwar mit dem Ziel, dass sie mit all ihren Vorzügen und ihrem segensreichen Potential auch künftigen Generationen erhalten bleiben. Dazu kommt die grossartige Bebilderung des Werkes, die allein schon das Betrachten des Buches zu einem grossen Erlebnis macht.  •



1 Hofmann, Heini. Gesundheits-Mythos St. Moritz, Sauerwasser – Gebirgssonne – Höhenklima. 3. überarbeitete Auflage 2017 St. Moritz 2011 (Erstauflage), 456 Seiten, Herausgeber: Dr. Oscar Bernhard-Stiftung, St. Moritz. Verlag Gammeter Media AG, St. Moritz. ISBN 978-3-9524789-0-3
2 Die Quellfassung von St. Moritz, das älteste Holzbauwerk Europas in Zeit-Fragen Nr. 15 vom 5.7.2016
3 vgl. auch: Hofmann, Heini. «Am Beginn stand die Wette. Die Anfänge des Wintersports», in: Zeit-Fragen Nr. 7 vom 23.3.2021

Weitere Quellen:
Webseite des MTZ Heilbad St. Moritz: http://www.heilbad-stmoritz.ch/home-de
Die neue Klinik Gut entsteht in St. Moritz Bad, https://grheute.ch/2021/06/23/die-neue-klinik-gut-entsteht-in-st-moritz-bad/

Heini Hofmann wurde 1938 in Uetendorf bei Thun geboren, arbeitete während der Gymnasialzeit und dem Veterinärstudium (Wohnsitz auf dem Berner Münsterturm) als Journalist, Radio- und Fotoreporter. Nach einem Südamerikaaufenthalt (mit Expeditionen im Mato Grosso und auf Feuerland) folgte die Ausbildung zum Zootierarzt  und Tiergärtner. Anschliessend war er als Tierarzt des Zoologischen Gartens Basel, sodann in der Lebensmittelhygiene tätig. Anschliessend war er Veterinär des Schweizer Nationalcircus und Leiter des Rapperswiler Kinderzoos und dessen Delphinarium sowie Konsulent des Österreichischen Nationalcircus.
  Danach arbeitete er als beliebter Vortragsreferent, gefragter freier Wissenschaftspublizist und erfolgreicher Autor: Sein Bestsellerbuch «Die Tiere auf dem Schweizer Bauernhof» wurde mit dem «Schweizer Tierärzte-Preis» und den Presseprädikaten «Haustier-Brehm» und «Tierbuch des Jahres», «erfolgreichstes Tierbuch der Schweiz» ausgezeichnet und als «zeitloses Standarddokument für Schule und Familie, faszinierend, wirklichkeitsnah und unterhaltsam geschrieben» charakterisiert. Heini Hofmann war auch Initiant verschiedener Projekte im Bereich Brückenschlag zwischen Landwirtschaft und Agglomerationsbevölkerung (u. a. beim Nutztierzoo im Schweizer Freilichtmuseum Ballenberg).
  Seine militärische Dienstzeit als Veterinäroberst verbrachte er zum grossen Teil im Bündnerland – daher auch seine Affinität zum Land der 150 Täler und speziell zum Engadin. Er lebt in Rapperswil-Jona.

«Engiadina – Terra sana»

wp. Heini Hofmann schliesst sein Hohes Lied auf St. Moritz und das Engadin mit einer Auswahl bekannter Persönlichkeiten aus Literatur, Kunst, Musik und Wissenschaft, die ihre Begeisterung für diese «magische Kraftlandschaft» (S. 435) zum Ausdruck brachten, darunter die Dichter Nikolaus Lenau, Conrad Ferdinand Meyer, Rainer Maria Rilke, Thomas Mann, Hermann Hesse, der Philosoph Friedrich Nietzsche, die Maler Ferdinand Hodler und Giovanni Segantini, die Komponisten, Musiker und Dirigenten Richard Wagner, Richard Strauss, Otto Klemperer, Wilhelm Kempff, Clara Haskil, Herbert von Karajan, Dinu Lipati und Claudio Abbado und die Wissenschaftler Paracelsus, Albrecht von Haller, Heinrich Zschokke, Wilhelm Conrad Röntgen und Albert Heim. Hier eine kleine Auswahl besonders poetischer, bisweilen pathetischer Lobpreisungen dieses Landstrichs:

  «Farben, wie sie nur der reine Himmel der Hochalpen geben kann.» (Heinrich Zschokke)
  «Für ernste Wand’rer liess die Urwelt liegen in diesem Tal versteinert ihre Träume.» (Nikolaus Lenau)
  «Hier ist es so schön und still und so kühl, dass man die Rätsel des Daseins vergisst.» (Conrad Ferdinand Meyer)
  «An manchen Morgen, während ich minutenlang diese Berge betrachte, noch bevor ich zum Pinsel greife, fühle ich mich gedrängt, mich vor ihnen niederzuwerfen als vor lauter unter dem Himmel aufgerichteten Altären.» «Ich will Eure Berge malen, Engadiner, dass die ganze Welt von ihrer Schönheit spricht.» (Giovanni Segantini)
  «O Himmel über mir, du Reiner! Du Lichtabgrund! Dich schauend, schaudere ich vor göttlichen Begierden.» (Friedrich Nietzsche)
  «Wir sind hier restlos begeistert und schlürfen die Luft der Gemsen wie französischen Champagner.» (Richard Strauss)

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