Oliver Stone: «Putin handelte immer im Interesse des russischen Volkes»

ef. Anlässlich der Präsentation seines neuen Dokumentarfilms über die Ermordung von John F. Kennedy bei den BCN-Filmfestspielen in Barcelona äusserte sich der bekannte Filmregisseur Oliver Stone gegenüber der spanischen Zeitung «El Pais» auch über den russischen Präsidenten Wladimir Putin, den er zuletzt vor drei Jahren getroffen hatte: «Der Mann, den ich kannte, hatte nichts mit dem unverantwortlichen und mörderischen Verrückten zu tun, als den ihn die Medien jetzt hinstellen, indem sie ihn mit Hitler und Stalin vergleichen», so Stone. In Wirklichkeit sei er ein «guter Sohn seines Landes, der sein Volk beschützen will. Der Mann, den ich kennengelernt habe, war rational, besonnen, handelte immer im Interesse des russischen Volkes, ein wahrer Sohn Russlands, ein Patriot, was nicht heisst, dass er ein Nationalist ist.»
  Gegenüber «El Pais» äusserte Stone, es sei ein langfristiger Plan der USA gewesen, eine prowestliche, antirussische Regierung in der Ukraine zu installieren, mit dem Ziel, die Ukraine zu einem nützlichen Gegenspieler Russlands zu machen. Möglicherweise habe das ultimative Ziel darin bestanden, Russland zu destabilisieren und einen Regime change herbeizuführen, «um Putin zu beseitigen und einen anderen Jelzin einzusetzen». Die USA bezeichnete er als «Kampfhund» (predatory dog), der vor Russland nicht Halt machen werde und später China ins Visier nehmen könnte. Er bedauerte die Art und Weise, in der Russland als «der Böse» und die USA als «der Gute» dargestellt werden. Weiter äusserte Stone: «Das einzige, was die Vereinigten Staaten beschäftigt, ist, weiterhin enorm teure Waffen an Regime zu verkaufen, mit denen sie zusammenarbeiten, weil ihre Wirtschaft auf diese Weise ununterbrochen wächst».
  Auch heute brandaktuell sind sein vierteiliger Dokumentarfilm «Die Putin-Interviews» von 2017, sowie «Ukraine on Fire» (2016), ein Dokumentarfilm über die Hintergründe zu den Maidan-Protesten 2013–2014, sowie das Follow-up «Revealing Ukraine», gemeinsam mit Igor Lopatonok, der die Recherchen über die anhaltende Ukraine-Krise fortsetzt (bislang noch alle auf YouTube).

Quelle: El Pais vom 26. April 2022;
popnews247.com

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