Über die Aufgabe der Medien im 21. Jahrhundert

Historische Tatsachen sind bei Berichten aus Kriegs- und Krisengebieten besonders wichtig

von Karin Leukefeld*

Aus aktuellem Grund – dem militärischen Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine – möchte ich heute über Medien und Berichterstattung sprechen. Denn die Medien haben sich sehr verändert, und auch die Art, wie und worüber sie berichten, hat sich verändert. Das betrifft besonders die Auslandsberichterstattung und da vor allem die Berichte aus Kriegs- und Krisengebieten.

Artikel – auch die von Nachrichtenagenturen – werden zunehmend mit Künstlicher Intelligenz erzeugt. Journalisten sitzen am Computer und sind nur noch selten am Ort des Geschehens. Es werden kaum noch Quellen aus Bibliotheken, Büchern, aus eigenen Gesprächen mit Augenzeugen, eigener Recherche vor Ort zusammengetragen und mit weiteren Quellen abgeglichen.
    Es werden kaum noch unterschiedliche Sichtweisen dargestellt, die natürlich – und nicht nur bei Konflikten – vorhanden sind. Artikel berufen sich auf Agenturmeldungen von AFP, AP, Reuters, dpa – die alle ihre Zentralen in westlichen Hauptstädten haben. Medien aus anderen Teilen der Erde werden kaum wahrgenommen und wenn – wie aus Russland oder China – als «gesteuert» dargestellt. Oder sie werden verboten.
    Artikel berufen sich auf nicht überprüfbare «Soziale Medien», «Bürgerjournalisten» oder zivilgesellschaftliche Organisationen, die über Konflikte häufig subjektiv und einseitig berichten. Und es gibt Medien, die Berichte von Geheimdiensten übernehmen, die – aus Sicherheitsgründen, versteht sich – nicht näher benannt werden. Das nimmt in den letzten Jahren deutlich zu, und das sage ich vor dem Hintergrund von mehr als 20 Jahren Arbeit in der Türkei, im Irak, im Libanon, im Iran, Ägypten, Syrien und den Golf-Staaten.
    Wir leben in einer gefährlichen Zeit.
    Stimmen für Dialog und Frieden werden diffamiert. Das internationale Recht wird missachtet und verkommt. Anstatt Unrecht, Heuchelei und Lüge aufzuzeigen und alle Seiten zu Wort kommen zu lassen, damit die Öffentlichkeit sich ein Bild machen und verstehen kann, begleiten Medien wie Kriegstrommler und Trompeter früherer Heere politische Krisen und drängen zur Eskalation.
    Die Berichterstattung ist – und hier beziehe ich mich auf einen Offizier des österreichischen Bundesheeres – Teil einer hybriden Drohkulisse geworden. «Krieg ohne Kampf» nennen das die Militärs. Ein Krieg, der einen politischen Gegenspieler schwächen und destabilisieren soll.
    «Hybride Bedrohung» findet verdeckt statt, oft illegal. Manchmal auch offen. Schauplatz ist vor allem das Internet. Das Ziel ist der Kopf. Und in jedem Fall kann die «hybride Bedrohung» jederzeit auch mit militärischen Mitteln – als Krieg – fortgesetzt werden.
    Akteure dieser «hybriden Bedrohung» sind demnach Medien, es ist der Cyber-Bereich, es sind Manipulationen bis hin zu Sanktionen im Wirtschafts-, Energie- und Finanzbereich, es sind Diplomaten und Politiker und es ist die Förderung bestimmter Gruppierungen in der Bevölkerung des jeweils anderen Staates – der österreichische Offizier spricht von «Volksgewalt» –, die auf unterschiedliche Weise – bis hin zur Bewaffnung – gefördert werden, um Unruhe im gegnerischen Land zu schüren. Wir haben das in vielen Krisen und Kriegen der letzten Jahre gesehen. In Jugoslawien, Afghanistan, im Irak, im Libanon, im Jemen, in Ägypten und Syrien – um nur einige zu nennen.
    Wir sehen das aktuell an dem Konflikt um die Ukraine, der nun eine militärische Wendung genommen hat. Aus westlicher Sicht wird der russische Präsident Putin für die Eskalation verantwortlich gemacht, der Gesprächsangebote der USA, der EU und der Nato ausgeschlagen habe. Doch die russische Perspektive, die lange Vorgeschichte, die mit der Auflösung der Sowjetunion und den damals gemachten Zusagen der Nato, sich nicht weiter nach Osten auszudehnen, begann, der Krieg gegen Jugoslawien und die Zerschlagung des Landes, die Ausweitung der Nato, der Vorschlag Russlands für Sicherheitsgarantien und eine Neutralität der Ukraine, diese lange Vorgeschichte kommt in den meisten Medien nicht vor.
    Am 21. Februar trug beispielsweise der russische Botschafter bei den Vereinten Nationen Vassily Nebenzia im UN-Sicherheitsrat eine gute Übersicht über die politische und historische Entwicklung in der Ukraine seit 2014 vor und appellierte an die anderen Sicherheitsratsmitglieder, vernünftig und nicht emotional an einer Lösung der Krise um die Ukraine zu arbeiten.
    Doch haben deutschsprachige Medien über diese Rede berichtet und Auszüge daraus veröffentlicht? Wurden Politiker oder Regierungsvertreter dazu befragt? Ich habe die Rede gelesen, weil ich gezielt im Internet auf der Webseite der UN-Vertretung der Russischen Föderation nach der russischen Stellungnahme gesucht habe. Doch in den allgemeinen, in Deutschland auch öffentlich-rechtlichen Medien war in Wort und Bild wieder und wieder die Rede des US-amerikanischen Aussenministers Blinken an diesem Tag im UN-Sicherheitsrat zu hören.
    Was jetzt in der Ukraine geschieht, ist eine Tragödie. Krieg ist immer eine Niederlage für die Menschen. Aber es ist auch das Ergebnis einer hochmütigen, dialogunfähigen oder vielleicht auch dialogunwilligen Politik des Westens gegenüber der Russischen Föderation.

Die Schriftstellerin Christa Wolf schrieb in ihrem Buch «Kassandra»:

Wann der Krieg beginnt, kann man wissen, aber wann beginnt der Vor-Krieg?
Falls es da Regeln gäbe, müsste man sie weitersagen.
In Ton, in Stein eingraben, sie überliefern.
Was stünde da. Da stünde unter anderen Sätzen:
Lasst euch nicht von den Eigenen täuschen.

Der Krieg Russlands in der Ukraine begann am 24. Februar 2022. Aber wann begann der Vor-Krieg?
    Übrigens widmet Kurt Wyss dem Eingreifen Russlands in Syrien ein Kapitel in seinem Buch, in dem er ausführlich auf die Vorgeschichte eingeht: «Die Demütigung Russlands durch den Westen» ist ein Kapitel überschrieben. Und er kommt zu dem Schluss, dass das Eingreifen Russlands in Syrien einerseits zu einer Kriegswende führte, andererseits aber auch zu einer «antirussischen Hysterie des Westens».
    Die Vorgeschichte zu einem Krieg wird von vielen Akteuren bestimmt und darf – will man wirklich einen Konflikt lösen und einen Krieg vermeiden – nie ausgeblendet oder «geframed» werden, wie es heute in der Mediensprache heisst. «Framen» ist der Versuch, durch bestimmte Formulierungen und Perspektiven die Wahrnehmung von Informationen in bestimmter Weise zu beeinflussen, damit sie so und nicht aus einer anderen Perspektive beim Adressaten erinnert werden. Die Vorgeschichte zu einem Krieg darf auch nie in ein bestimmtes «Narrativ» eingesperrt werden, was besonders in Kriegs- und Krisensituationen einer Propaganda gleicht. Die Vorgeschichte zu einem Konflikt oder Krieg nur aus einer Perspektive darzustellen und andere Perspektiven auszublenden oder diese zu deformieren, ist unhistorisch und führt zu «fake news», zu falschen und interessensgeleiteten Nachrichten.

Afghanistan und seine Nachbarn

Als ich im September vergangenen Jahres 2021 das Vorwort zu dem nun vorliegenden Buch von Kurt O. Wyss verfasste, erlebte die Welt den Abzug der westlichen und Nato-Truppen aus Afghanistan. Fast Hals über Kopf zogen sie ab, gefolgt von den afghanischen Ortskräften, die 20 Jahre für sie gearbeitet hatten. Dafür waren sie gut entlohnt worden. Aus ihnen war eine Art Elite geworden.
    Anders als die Mehrheit der Afghanen, die in ländlichen Gebieten in ärmlichen Hütten lebte, konnten die Familien der Ortskräfte in Häusern wohnen, hatten Wasser und Strom. Sie hatten ein Auto, Mobiltelefone, medizinische Versorgung. Ihre Kinder konnten zur Schule gehen und vielleicht sogar im Ausland studieren.
    Die einen Afghanen arbeiteten für die ausländischen Truppen in der Hoffnung, ihr Heimatland zu erneuern. Die anderen in der Hoffnung, eines Tages ihr Heimatland verlassen zu können, um sich im Land ihrer Arbeitgeber – USA, Australien, Kanada oder Deutschland – ein neues Leben aufbauen zu können.
    Mit dem Abzug der ausländischen Truppen war das vorbei. Die Ausländer nahmen nur ihre eigenen Leute mit: Diplomaten, Botschaftsangestellte, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Wer nicht dazu gehörte, blieb zurück.
    Wie kann man die schrecklichen Bilder vergessen, von Menschen, die sich an das Fahrgestell eines startenden Flugzeugs klammerten! Wie konnte es sein, dass der Pilot nicht die Fahrt verlangsamte und stoppte, um den Menschen das Leben zu retten? Es gibt Handyaufnahmen von Bündeln, die von einem startenden Flugzeug herunterfielen. Berichten zufolge waren es Menschen.
    Zweifelsohne war der Abzug der westlichen Truppen nach 20 Jahren das Eingeständnis des Scheiterns. Man zog ab nach dem Motto «Après moi le déluge – Nach mir die Sintflut». Zurück blieb ein destabilisiertes Land, eine verarmte, ziellose Gesellschaft. In Afghanistan, im Irak, in Libyen, Syrien – überall das gleiche Bild.
    Nun mussten die Nachbarländer Afghanistans die Folgen schultern: Flüchtlinge muss-ten untergebracht werden, wirtschaftliche Hilfe musste organisiert werden, die Bevölkerung musste versorgt werden, und man stand vor der Frage, wie man einer möglichen Ausbreitung dschihadistischen Gedankenguts begegnen könne. Und was geschah?
    Die Nachbarn Afghanistans, die Russische Föderation, die zentralasiatischen Staaten, China und der Iran kamen zusammen und redeten miteinander. Man traf sich mit den Taliban und machte ihnen Angebote. Man schloss sich in der Schanghai-Organisation für Kooperation (SCO) enger zusammen. Man koordinierte sich im Bereich von Militär und Sicherheit, man stärkte die wirtschaftliche Kooperation im neuen Seiden-strassenprojekt. Und man wandte sich an die Uno und forderte vom Westen Unterstützung für Afghanistan.
    Das Wichtigste war, dass miteinander gesprochen und ein Dialog geführt wurde. Denn wenn man miteinander spricht, gibt es Begegnung. Man hört die Bedenken und Interessen des anderen und spricht auch über sich und das eigene Land. Ziel dieser Gespräche war und ist es, die Destabilisierung Afghanistans zu vermeiden und Land und Bevölkerung zu stärken. Man sucht Wege der Verständigung oder zumindest Ansätze einer Verständigung und bleibt im Gespräch. Um Krieg zu vermeiden.
    Und der Westen?
    Der Dialog mit dem Westen bleibt vage. Warum? Weil die USA und der Westen die Themen bestimmen wollen? Weil sie Bedingungen stellen, die den Interessen der anderen zuwiderlaufen? Weil sie sich nicht festlegen wollen? Weil sie vielleicht reden, um Zeit zu gewinnen – übrigens bei Verhandlungen eine häufige Taktik?
    Aber was bringen Verhandlungen dann überhaupt, wenn es nur um die eigenen Interessen geht und nicht auch um die Interessen der anderen Seite?
    Was bringt ein Dialog oder «Friedensprozess» wie im Nahen Osten, wo sich Israel seit 1948 – seit seiner Gründung vor mehr als 70 Jahren – weigert, die Interessen und vor allem die Rechte der anderen, der Palästinenser anzuerkennen? Wo Libanon als «Kampfzone» gesehen wird? Was bringen die Genfer -Syrien-Gespräche, wenn Syrien mit westlichen Sanktionen ausgehungert und seiner Ressourcen beraubt wird?
    Ist Dialog überhaupt möglich, wenn einer, der direkt oder indirekt mit am Tisch sitzt, für sich beansprucht, den Ton anzugeben? Die US-Administration sieht sich bis heute als «unverzichtbare» geradezu «auserwählte» Nation mit Führungsaufgabe. Um Frieden, Freiheit, Demokratie und Wohlstand in alle Welt zu bringen? Wie in Afghanistan? Oder in den Irak?
    Wohin hat dieser Missionsgedanke der USA nach dem 11. September 2001 geführt? Anstatt nachzudenken und das Gespräch zu suchen, wurde ein «Krieg gegen den Terror» ausgerufen. Dutzende Staaten wurden durch diesen Krieg destabilisiert, Lebensgrundlagen und Umwelt zerstört und die Zahl der Menschen, die durch die so ausgelösten Krisen und Kriege weltweit ihre Heimat verloren, in die Höhe getrieben.
    2001 registrierte der UNHCR rund 12 Millionen Flüchtlinge weltweit.
    2021 waren es 84 Millionen.
   Diese Entwicklung muss verantwortlichen Politikern Grund genug sein, um die Richtung zu wechseln und statt Konfrontation die Kooperation zu suchen. Aber das Gegenteil ist der Fall, auch jetzt wieder, in der Ukraine. Politiker brauchen einen neuen Kompass, um ihren Weg neu auszurichten. Sie müssen mit denen, die sie als Gegner betrachten, so lange reden, wie es dauert. Sie müssen lernen, einen Dialog zu führen, nicht Krieg.
    Auch die Medien brauchen einen Kompass. Wenn sie nicht zurückfinden zu ihrem eigentlichen Auftrag der Berichterstattung und der Reportage, um aufzuklären und andere Realitäten zu verstehen, wird es in Zukunft nur noch Werbung und Propaganda geben, eine an einseitigen Interessen ausgerichtete strategische Kommunikation. Dann werden Medien keine Reporter und Journalisten mehr brauchen, sondern PR-Manager.

Die Begegnung mit dem anderen

Auf der Suche nach einem Kompass für meine journalistische Arbeit gehe ich in Beirut immer in zwei Buchhandlungen, wo ich schon viele wichtige Bücher gefunden habe und gute Gespräche führen konnte. «The Other», der oder die andere ist der Titel eines schmalen Bändchens, das ich vor einigen Jahren in einer dieser Buchhandlungen fand. Es ist eine Sammlung von Vorlesungen und Reden von Ryszard Kapuscinski, einem Meister der Reportage.
    Der aus Polen stammende Kapuscinski setzt sich darin mit einer Frage auseinander, die ihn sein ganzes Reporterleben lang begleitet hat, das ihn auf alle Kontinente, in Krisen und Kriege führte. Nicht die Grenzen oder Frontlinien hätten ihn beschäftigt, nicht die praktischen Schwierigkeiten und Gefahren, schreibt er. Vielmehr habe er sich immer gefragt, welcher Art, welcher Qualität seine Begegnung mit den anderen, mit anderen Leuten sein würde und wie diese Begegnung verlaufen werde? Vieles, manchmal alles würde davon abhängen, schreibt Kapu-scinski und fragt sich: «Wie wird es sein? Wie wird es verlaufen? Was wird die Schlussfolgerung sein?»
    Anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde einer Universität in Krakau (am 1. Oktober 2004) an ihn verfasste Kapuscinski eine Rede mit dem Titel «Die Begegnung mit dem anderen ist die Herausforderung des 21. Jahrhunderts». Er habe beobachtet, dass es immer «drei Möglichkeiten» gegeben habe, «wenn Menschen einem anderen begeg-net sind», heisst es da. «Er kann den Krieg wählen, er kann sich hinter einer Mauer verschanzen oder er kann ein Gespräch, einen Dialog beginnen.»
    Krieg zu rechtfertigen sei nicht einfach, weil «es eine Niederlage für die Menschen ist». Die Idee, Mauern zu bauen und sich von anderen zu isolieren, nenne man heute «Apartheid». Alle, die nicht zur eigenen Rasse, Religion und Kultur gehörten, wolle man sich vom Leibe halten. Alle, die nicht zum eigenen Stamm, zur eigenen Gesellschaft gehörten – alle anderen – seien Untermenschen oder gar keine Menschen, so
Kapuscinski.
    Die Menschen hätten zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Entscheidungen getroffen. Sie hätten Kriege gegen den anderen geführt, Mauern gebaut, um sich vom anderen abzuschotten, und auch mit dem anderen geredet.
    Bisher sei das «Konzept des anderen» von den Weissen, von den Europäern und Kolonial-herren definiert worden. Das sei im 21. Jahrhundert vorbei, weil die von den Weissen als «andere» Definierten heute selbstbewusst und eigenständig seien. Und – möchte ich hinzufügen – weil diese «anderen» heute auch mitten unter den «Weissen» leben.
    Im 21. Jahrhundert ist die Begegnung mit dem anderen, das Gespräch die Herausforderung. Denn jeder ist für den anderen «der andere», und jeder muss sich überlegen, wie er dem oder den oder der «anderen» begegnen will.
    Kurt Wyss hat diese Frage für sich eindeutig beantwortet. Er hat nicht den Krieg gewählt, er hat Kriegs- und Destabilisierungspläne aufgedeckt. Er hat keine Mauern gebaut, sondern Mauern des Schweigens durchbrochen. Er hat offen gesprochen, auch widersprochen, auch wenn es unbequem gewesen sein mag. Er hat nach Lösungen gesucht, er hat den Dialog gesucht, sonst hätte er nicht dieses Buch geschrieben.
    Und dafür sei ihm gedankt.


* Vortrag am 25. Februar 2022 bei der Vorstellung des Buches von Kurt O. Wyss, «Die gewaltsame amerikanisch-israelische ‹Neuordnung› des Vorderen Orients», in Burgdorf bei Bern.

32 Jahre war der promovierte Anglist und Historiker, Kurt O. Wyss (1939–2019), als Diplomat im Dienste der schweizerischen Eidgenossenschaft tätig, davon 17 Jahre als Botschafter, unter anderem in Jordanien, Syrien und der Türkei. Nach seinem Ausscheiden aus dem diplomatischen Dienst fand er vermehrt Zeit, seinem Interesse an Geschichte, an Hintergründen und Zusammenhängen nachzugehen, und Zeit zum Schreiben. Leider konnte er sein letztes Buch, das ihm ein grosses Anliegen war, nicht mehr ganz vollenden – es ist aber sicher in seinem Sinne, dass es nun posthum erscheinen konnte.  Die bekannte deutsche Nahost-Expertin Karin Leukefeld dazu: «In dem vorliegenden Buch schreibt ein langjähriger Kenner der Region und der westlichen Politik über die Ursachen, warum die Länder zwischen dem östlichen Mittelmeer und dem Persischen Golf heute Kriegs- und Krisengebiete sind. Kurt O. Wyss war in seiner 32jährigen Laufbahn als Diplomat, davon 17 Jahre als Botschafter, für die Schweiz unter anderem in Jordanien, Syrien und der Türkei stationiert. Er erläutert die historischen und politischen Tatsachen und beschreibt das komplizierte Gefüge von Interessen und Machtzentren. Wyss nennt schonungslos Ross und Reiter, und so ist ein umfangreicher Bericht entstanden, der zur Ausbildung eines jeden Diplomaten gehören sollte.»

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