von Beat Kissling
Durch die Reihen zahlreicher Schweizer Politiker ging vor gut zwei Jahren – mitbefeuert durch die Medien – eine Welle der Empörung, als der damalige Bundespräsident Alain Berset in einem NZZ-Interview von einem «Kriegsrausch» sprach, den er in «gewissen Kreisen» wahrnehme. Damals ging es um die Haltung der Schweiz zu ihren Waffenexporten ins Ausland. Diese sind mit der gesetzlichen Auflage belegt, dass die Waffen an kein kriegsführendes Land weiterverkauft werden dürfen. Der Bundesrat war im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg im In- und Ausland enorm unter Druck gesetzt worden, das entsprechende Gesetz aufzuweichen und die Exporte auch in kriegsführende Länder zuzulassen. Dafür hätte die Schweizer Neutralität «flexibilisiert» werden müssen, eine opportunistische Haltung, die aber unter Schweizer Politikern von links bis rechts inzwischen verbreitet zu sein scheint. Hier die genauen Worte, mit denen Berset das Verbot verteidigte, und der Kontext, in dem er von Kriegsrausch sprach:
«Ich verstehe und respektiere, dass andere Länder eine andere Haltung haben. Aber die Schweizer Position muss ebenfalls respektiert werden. Und ich glaube auch, dass wir verstanden werden, wenn wir erklären, wie unsere Position zustande kommt. Sie beruht auf unserem Engagement für den Frieden, für das humanitäre Recht, wo möglich für Mediationen. Wir sind Depositar der Genfer Konvention, des IKRK und der Uno. Und diese besondere Rolle der Schweiz widerspiegelt sich in unseren Gesetzen, auch was die Ausfuhr von Waffen betrifft.»
Anschliessend sagte er mit Bezug auf den Druck, der auf die Schweiz ausgeübt wurde, endlich die Waffenexporte zuzulassen:
«Das aktuelle Klima erinnert an das Klima zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Es herrschte damals die Meinung vor, es gebe so viele Spannungen und Frustrationen, dass sich dies nur in einem Krieg entladen könne – und viele Leute waren von dieser Vorstellung begeistert.»
Darauf nach den Parallelen zu heute befragt, meinte Berset:
«Ich spüre auch heute diesen Kriegsrausch in gewissen Kreisen. Und darüber bin ich sehr besorgt. Denn dieses Gefühl beruht auf einer kurzfristigen Sicht. Dabei muss man immer langfristig denken: Was wollen wir für eine gemeinsame Zukunft auf diesem Kontinent?» («Neue Zürcher Zeitung» vom 11.3.2023)
Die Präsidenten beinahe aller Bundesratsparteien zeigten sich über Bersets Stellungnahme schockiert, die eigenen Parteigenossen, sonst immer beflissen, eine skeptische bis ablehnende Haltung gegenüber dem Militär einzunehmen, distanzierten sich wortreich von ihrem Bundespräsidenten und sprachen im günstigsten Fall von einer verfehlten Formulierung, einige gar von einem Steilpass für Putin.
War es wirklich so abwegig, was Berset sagte? Mit seinen Worten verteidigte er engagiert die Schweizer Neutralität als Ausdruck gelebten Engagements für den Frieden und wertete die Stimmung in Europa, die Bereitschaft, weiterhin Menschen in der Ukraine sterben zu lassen und grundsätzlich Krieg in Europa überhaupt als Möglichkeit zu akzeptieren, als höchst problematisch.
Mit dem Wort «Kriegsrausch» wird eine Einstellung zum Krieg identifiziert, die zu Recht Sorgen macht, weil sie die Realität des Krieges verharmlost, wie es auch vor dem Ersten Weltkrieg geschah. Alain Berset hat eine Warnung an die Adresse derer ausgesprochen, die den Abscheu vor dem Krieg verloren haben und in eine Rhetorik einstimmen, die der Neutralitätsgesinnung in der Schweiz zutiefst widerspricht. Denn die Neutralität ist ein Konzept internationaler Beziehungen, das jegliche Dominanz und Tendenz zu gewalttägigen Konfliktlösungen entschieden ablehnt und sich ausschliesslich zur Friedensförderung und -vermittlung und zu humanitären Einsätzen zugunsten der Opfer verpflichtet fühlt. Die ethische Dimension der Neutralität eines Landes als Dienst am Frieden scheint zumindest in Kreisen der Politik in den letzten Jahrzehnten einer Amnesie zum Opfer gefallen zu sein. Alain Berset gehört offensichtlich zu den wenigen in der Schweizer Politik, die sich der Rolle und Bedeutung der Schweizer Neutralität in diesem Sinn noch bewusst sind. Mahnende Botschaften vor der Barbarei und den Greueln des Krieges sind in der sogenannt zivilisierten Welt selten geworden, dies mit wenigen Ausnahmen, wie das folgende Beispiel zeigt.
«Nie wieder Hiroshima und Nagasaki» –
ein Fanal für die Menschheit
2012 traf ich an der isländischen Universität in Reykjavik im Foyer eine Ausstellung an, die mich tief berührte. Sie hiess «Die Atombombe und der Mensch» und bestand aus 40 gerahmten Bild- und Text-Plakaten, welche die entsetzlichen Folgen der Atombombe dokumentierten. Sie zeigten das unvorstellbare Ausmass an Zerstörung, die ungeheure Zahl an verkohlten Leichen, Bilder von sterbenden verstrahlten Menschen, die versuchten, Linderung an einem Fluss zu finden u.a.m. Wie zu erfahren war, wurde die Ausstellung von Nihon Hidankyo («Rat der japanischen Opfer von Atom- und Wasserstoffbomben»), dem 1956 gegründeten japanischen Verband der Atombombenopfer mit dem Anliegen konzipiert, das Andenken an dieses Kriegsverbrechen wachzuhalten und möglichst viele Menschen vor den verheerenden Folgen dieser mörderischen Waffe zu warnen. Letztes Jahr wurde Nihon Hidankyo mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, weil die Organisation den Überlebenden eine Stimme gibt und sich bis heute unermüdlich für die Ächtung der Atombombe eingesetzt hat.
Nach meinem Besuch in Island versuchte ich an einer Kantonsschule das Kollegium dafür zu gewinnen, die Ausstellung unseren Schülerinnen und Schülern zu zeigen. Mein Anliegen, dadurch mit den Gymnasiasten über die Ursachen und Folgen von Kriegen ins Gespräch zu kommen und ihren Sinn für die Greuel des Krieges zu sensibilisieren, stiess auf wenig Begeisterung. Es hiess, die Bilder und Inhalte seien zu brutal. Einige Jahre später fand sich dann doch noch eine Gelegenheit, die Katastrophe von Hiroshima der Schülerschaft näherzubringen: Ein Kollege schlug die Vorführung eines Dokumentarfilms vor, der die bittere Realität der Hibakusha (Atombombenopfer) und deren schwer traumatisierende Erfahrungen zeigt.
«Als die Sonne vom Himmel fiel»
Der 2015 erstmals ausgestrahlte Dokumentarfilm der japanisch-schweizerischen Autorin Aya Domenig, der diesen Titel trägt, zeigt das Verbrechen des Atombombenabwurfs in sachlicher, zugleich menschlich tief berührender Art und Weise. Domenig berichtet zunächst aus der Perspektive ihrer Familie. Ihr Grossvater war Arzt im Rotkreuzspital in Hiroshima. Zum Zeitpunkt des Bombenabwurfs am 6. August 1945 um 8.15 Uhr war er zwar nicht in der Stadt, traf aber wenig später ein und blieb zehn Tage ununterbrochen vor Ort, ohne Zeit zu haben, seine Frau zu benachrichtigen. Die Ereignisse werden im Film über viele Gesprächssituationen mit der Grossmutter geschildert, die aus ihrer Erinnerung erzählt. Die in der Schweiz lebende Aya Domenig suchte sie noch vor der Katastrophe von Fukushima (2011) auf, um sie als Zeitzeugin über die Folgen der Atombombe sprechen lassen zu können. Ihr Mann war damals längst an den Folgen der Verstrahlung gestorben.
Die Grossmutter erzählte, dass ihr Mann nach den zehn Tagen vollständig erschöpft aus Hiroshima nach Hause kam, ohne ein Wort über seine Erlebnisse zu verlieren. Erst später hat er seiner Enkelin einmal anvertraut, dass er in den zehn Tagen, inmitten unzähliger toter Menschen, versucht habe, die noch Lebenden zu retten. Dazu ergänzte er: «Wer nicht dabei war und es nicht selbst erlebt hat, kann es nicht verstehen» – und habe zugleich gelacht und geweint.
Im Film unterhält sich weiterhin eine Gruppe älterer Damen, die als Krankenschwestern in Hiroshima im Einsatz waren. Sie sind sehr aufgewühlt, als sie ihre Erinnerungen Revue passieren lassen und einen Film über ihr Spital aus der Zeit nach dem Bombenabwurf ansehen. Sie berichten davon, wie sie täglich die vielen Toten aus der Stadt trugen und dort verbrannten, dass die vielen Körper nach wenigen Tagen voller Maden waren durch die Fliegen, die ihre Eier in das Fleisch der Menschen ablegten. Sie erzählen, wie schlimm es gewesen sei und sie belastet habe, den Schwerverletzten die angelegten Binden abzunehmen. Nach weiteren Schilderungen gebietet eine von ihnen energisch Einhalt: Sie kann die Erinnerungen nicht mehr ertragen, will nicht weitersprechen.
Eine andere Zeitzeugin und ehemalige Krankenschwester, die über 90jährige Chizuko Uchida, schildert, dass sie sich als Jugendliche für diesen Beruf entschieden hatte, weil sie als Frau eine Heldin sein wollte, wie die im Krieg sich opfernden Soldaten. Doch die Erfahrung mit der Atombombe, das unerträgliche Erlebnis der unzähligen Toten und Sterbenden habe ihre Sicht auf den Krieg radikal gewandelt. Als der Film entstand, nahm die vom Alter schwer gebeugte Frau grossen Anteil am Schicksal der früher in der Nähe von Fukushima lebenden Menschen, die selber möglicherweise schon verstrahlt vor der Radioaktivität flohen. Es wird gezeigt, wie die alte Frau säckeweise selbst geernteten Tee mit heilender Wirkung an die Betroffenen des nuklearen Fallout schickt und als spontane mitmenschliche Hilfeleistung Menschen aus Fukushima vorübergehend zu sich aufnimmt.
Ein weiteres Porträt eines Zeitzeugen im Film widmet sich dem weit über 90jährigen Shuntaro Hida, dem letzten noch lebenden Arzt, der mit dem Grossvater von Aya Domenig im Rotkreuzspital in Hiroshima tätig war. Bitter weist er darauf hin, dass nach seinem Tod niemand mehr da sein werde, der die Wahrheit erzählen kann, zumal die Politik nicht wirklich an Aufklärung und Schutz der Bevölkerung interessiert sei. Deshalb treffe er fast alle zwei Tage einen Journalisten oder halte Vorträge. Die Kamera folgt ihm an verschiedene Veranstaltungen, an denen er über die Atombombe und ihre fatale Wirkung auf die menschliche Zivilisation spricht. Zu Aya Domenig sagt er: «Ich spreche, bis ich zusammenbreche!»
Seine Schilderungen über das Erlebte sind schwer zu ertragen: Zur Zeit des Bombenabwurfs sei er bei einem Patienten auf dem Land gewesen. Er habe dann so viele Menschen sterben sehen, ohne sich ihre Zustandsbilder erklären zu können. Blut sei ihnen aus Mund, Nase und sogar Augen geströmt. Wenn Menschen den Mund öffneten, habe es fürchterlich nach Verwesung gerochen; es schien, als würden die Menschen buchstäblich vor den Augen der Ärzte verfaulen. Nie zuvor habe ein japanischer Arzt Menschen so sterben sehen. Der Grund für die Ratlosigkeit der Fachleute – ein Umstand, der bei Shuntaro Hida sichtbar grosse Empörung hervorruft – liegt darin begründet, dass die amerikanischen Besatzer den japanischen Ärzten und Pflegenden zwischen 1945 und 1952 das Verbot auferlegt hatten, über das Gesehene und Erlebte nach dem Bombenabwurf zu sprechen. Die Amerikaner wollten zwingend, dass die gesundheitlichen Folgen der Atombombe ein streng gehütetes Geheimnis blieben. Der Oberbefehlshaber der US-Armee verbot selbst jeglichen Austausch unter Fachleuten, einschliesslich jedes Forschens und Erstellens wissenschaftlicher Studien. Wer es wagte, etwas zu sagen, riskierte, ins Gefängnis gesteckt zu werden. Dies hatte zur Folge, dass das medizinische Personal, das bei den Strahlenopfern mit völlig unbekannten Symptomen konfrontiert war, nicht viel tun konnte. Man verstand nicht, wieso beispielsweise Menschen starben, obwohl sie selber der Bombe nicht direkt ausgesetzt waren.
Bis heute leiden Menschen in Japan als Konsequenz der amerikanischen Zensur nicht nur an den Langzeitfolgen der radioaktiven Verstrahlung, sondern auch an den Ängsten und Vorurteilen, die aus der Unkenntnis und Fehlinformation der Menschen hervorgegangen sind. Menschen aus Familien von Strahlenopfern fanden lange Zeit, teils bis heute, kaum Arbeit und blieben oft partnerlos, konnten also keine Familie gründen, weil die Befürchtung kursierte, solche Menschen seien eine potentielle Gefahr für andere.
Dieses bewegende Filmdokument hinterliess im Gemüt der jungen Kantonsschülerinnen und -schüler Spuren, wie aus dem anschliessenden Gespräch deutlich wurde. Die belastenden Bilder, die bestürzenden Schicksale, die augenscheinliche furchtbare Bedrohung geht an niemandem spurlos vorbei. Dies zeigt, wie bedeutsam es für die heranwachsenden Generationen ist, anhand solcher Dokumentationen Abscheu und Realitätssinn angesichts von Krieg und seinen Folgen zu entwickeln und den unbedingten Willen zu stärken, Konflikte stets auf dem Verhandlungsweg, auf der Suche nach Lösungen ohne Gewalt zu bewältigen, so wie es in der UN-Charta festgehalten ist.
«Segen für die Menschheit»?
In einem Artikel der «Neuen Zürcher Zeitung» vom 16. Juli 2025 wurde in verdankenswerter Offenheit über die Entstehung der beiden Atombomben für Hiroshima und Nagasaki berichtet. Im Lead des Artikels heisst es: «Die USA erfanden im geheimen Manhattan Project die Atombombe – und warfen sie zweimal über Japan ab. In Los Alamos wird das bis heute als Segen für die Menschheit präsentiert. Über die Opfer schweigt man sich aus.»
Die Atombombe als «Segen für die Menschheit»? Wie ist eine solche unglaubliche Pervertierung der Realität möglich? Sie illustriert eine wesentliche Erkenntnis zur Realität des Krieges: Die Wahrheit ist sein erstes Opfer, noch bevor die ersten Schüsse fallen. Wieviel Manipulation war wohl erforderlich, um das offensichtliche Kriegsverbrechen zu einem humanen Akt umzudeuten? Zur entscheidenden Frage, wie die USA den Einsatz der Bomben gerechtfertigt haben, werden im Artikel Historiker zitiert, die darauf hinweisen, dass es den Amerikanern nicht primär darum gegangen sei, den Krieg möglichst zu beenden, wie man es der Bevölkerung weismachte, sondern darum, «der Sowjetunion die Zerstörungsgewalt der neuen Waffe» zu demonstrieren – «und was ihnen drohe, sollten sie Amerikas Nachkriegspläne durchkreuzen». Am Ende des Krieges hätten 85% der Amerikaner die Bombenabwürfe als moralische Handlung begrüsst. Erst als mit der Zeit bekannt wurde, dass Hiroshima kein Militärstützpunkt war, wie Präsident Truman behauptet hatte, dass 95% der Opfer in Hiroshima, 99,8% der Opfer in Nagasaki Zivilisten waren, dass die Atombombe alles Lebendige in unmittelbarer Nähe innerhalb von Sekunden verkohlte und dass die Überlebenden und ihre Nachkommen bis heute an Strahlenschäden leiden, begann sich die Einstellung auch bei vielen Amerikanern zu wandeln.
Neutralität und die dringend
erforderliche Bildung zur Humanität
Die Zukunft der Menschheit, ob geplagt durch Krieg oder gesegnet durch vielfältige Formen ernsthafter, respektvoller zwischenstaatlicher Kooperation, wie im Völkerrecht fest verankert, hängt von der Gesinnung und dem Engagement der Menschen überall auf der Welt ab. Friedensinitiativen wie diejenige von Nihon Hidankyo oder Dokumente, die den Menschen die Augen öffnen, sie aufrütteln wie der Film von Aya Domenig, sind Beiträge von Menschen, die dank einer auf Vernunft und Menschlichkeit aufbauenden Ethik zum Gemeinwohl weltweit sehr viel beitragen und deshalb grösste Anerkennung und Unterstützung verdienen. Die Haltung der Schweiz, wie sie Alain Berset mit seiner Stellungnahme 2023 verteidigte, nämlich die Neutralität als Ausdruck eines ernsthaften Engagements für Frieden, Verständigung und humanitäre Hilfe zu verstehen, basiert auf demselben Bestreben. In unseren Bildungsinstitutionen sollte viel mehr Anstrengung unternommen werden, den jungen Menschen durch den Zugang zu Wissen und Erfahrung, aus denen das Völkerrecht hervorgegangen ist, eine auch emotional verankerte Friedensethik zu vermitteln. Sie sollten mit Persönlichkeiten, die dafür Wesentliches geleistet haben – Henry Dunant, Berta von Suttner, Albert Schweitzer, Mahatma Gandhi, Martin Luther King, Nelson Mandela, um nur einige zu nennen –, und mit ihren Werken vertraut gemacht werden. Als Lehrer habe ich die schöne Erfahrung immer wieder gemacht, dass solche Vorbilder gelebter menschlichen Ethik bei jungen Menschen eine grosse Resonanz finden. •
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