Leserbrief
Offensichtlich ist die SP weder für das Neutralitätsprinzip laut Initiative noch für einen anderen klar formulierten Neutralitäts-Grundsatz. Vielmehr befürwortet der Co-Präsident der SP eine recht abenteuerliche Pseudo-Neutralität, die dauernd an die jeweilige Lage angepasst würde, also laufend neu «ausgehandelt» werden müsste (siehe «Neue Zürcher Zeitung» vom 18.8.2026). Mit Bezug auf die Neutralitätsinitiative teilen die anderen Nein-Sager offenbar die Auffassung der SP, etwa mit der Propagierung einer nichtssagenden «flexiblen» Neutralität, die aus einer Schmierenkomödie stammen könnte. Die Verabschiedung von einem soliden Neutralitäts-Grundsatz ist Opportunismus in Reinkultur. Letzterer mag einer politischen Karriere nicht im Weg stehen, rechtfertigt es aber keineswegs, mit der Schweiz derart kurzsichtig, krämerhaft und imageschädigend umzugehen.
Dass es sogar bürgerliche Politiker fertigbringen, unbürgerlich die weltweit hochgeachtete Neutralität der Schweiz zu relativieren, ist bedenklich. Offenbar haben sie wenig internationale Erfahrung und sind sich nicht im klaren, wie wichtig gerade auch im Wirtschaftsleben das auf einer konsequenten Haltung basierende Ansehen eines Landes ist. Eine richtig praktizierte Neutralität fördert den guten Ruf der Schweiz, eine windige Lavier-Neutralität demontiert ihn. Damit die Schweiz auch bis in ferne Zukunft erfolgreich bleibt, ist zu hoffen, dass sich am 27. September die Mehrheit für die richtige Neutralität entscheidet.
Hanspeter Bornhauser, Bedano TI
Unsere Website verwendet Cookies, damit wir die Page fortlaufend verbessern und Ihnen ein optimiertes Besucher-Erlebnis ermöglichen können. Wenn Sie auf dieser Webseite weiterlesen, erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.
Weitere Informationen zu Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Wenn Sie das Setzen von Cookies z.B. durch Google Analytics unterbinden möchten, können Sie dies mithilfe dieses Browser Add-Ons einrichten.