von Prof. Dr. Eberhard Hamer, Mittelstandsinstitut Niedersachsen e. V.
Der Autor ist einer der letzten Kriegsteilnehmer des Zweiten Weltkriegs und weiss deshalb, wie schlimm Krieg ist, wie gestorben wird, wie zerstörerisch der Krieg für die Heimat ist und dass nur die Elite Vorteile davon hat, die Bevölkerung aber immer Leid, Not und Tod.
Wer will eigentlich Krieg?
Die deutsche Bevölkerung will keinen Krieg, wie alle Umfragen und die mangelnde Begeisterung der Jugend für die Bundeswehr zeigen.
Friederich Merz will aber, dass Deutschland die stärkste Militärmacht Europas wird. Dafür hat er sich 500 Milliarden Euro Schulden bewilligen lassen, um wieder «Vorkämpfer gegen den Osten» zu werden. Dafür will er Taurus-Raketen samt Ziellogistik in die Ukraine gegen Russland liefern, alle unsere verfügbaren Militärgüter und dazu noch mehr als 80 Milliarden Geld für den Krieg der Ukraine gegen Russland.
In seiner «Koalition der Willigen» gegen Russland machen Frankreich, Grossbritannien und die Nato bei der Kriegsbereitschaft gegen Russland mit, obwohl deren Völker mehrheitlich ebenfalls Frieden wollen.
Wenn also die politischen Führer Europas Kriegstreiber sind, ihre Völker aber Frieden wollen, wer steckt dahinter?
Merz war Angestellter von BlackRock, Macron von Rothschild und die englische Regierung immer Dienerin der City of London, wie die US-Regierung der Wall Street.
Das internationale Grosskapital hatte schon kurz nach dem Maidan die wertvollste Schwarzerde der Welt in der Ukraine zu 70 % sowie deren Industrie zu 60 % aufgekauft und mehr als eine Billion Dollar Ukraine-Darlehen in die Fonds der ganzen Welt gedrückt. Allein George Soros hat Altschulden der Ukraine (600 Milliarden) für 25 Milliarden aufgekauft und an den Zinsen inzwischen mehr verdient, als er bezahlt hat. Dieses Finanzengagement ist ursächlich dafür, dass die Ukraine mit immer weiteren Darlehen zahlungsfähig gehalten werden muss. Eigentlich ist sie pleite. Sogar ihre Pensionen hat Deutschland für die nächsten Jahre übernommen. Würde aber die Ukraine zahlungsunfähig werden, müsste das internationale Grosskapital Milliardenabschreibungen auf die Ukraine-Kredite machen, würden weltweit Banken und Hedgefonds zusammenbrechen und ein Finanzcrash entstehen.
Also muss die Ukraine weiter zahlungsfähig gehalten werden.
Die Amerikaner haben sich ausgeklinkt, seitdem sie ihre Darlehen durch Rohstoffverträge abgesichert haben. Merz und Ursula von der Leyen treiben die Europäer nun zu weiteren Darlehen, um die Ukraine flüssig zu halten. Dies kann nur mit Krieg begründet werden. Also wird der Ukraine-Krieg weitergeführt, um die Kredite der Welthochfinanz dort nicht platzen zu lassen. Nicht zufällig sind also die Vertreter der Welthochfinanz Kriegstreiber in den europäischen Regierungen.
Dass der Krieg «für Demokratie und europäische Werte» oder «gegen die Bedrohung Russlands» oder aus «europäischer Solidarität» geführt würde, ist Vorwand, blanker Unsinn. Geld regiert die Welt und auch die Kriegstreiber.
Auch den Russen geht es im Ukraine-Krieg um handfeste wirtschaftliche Gründe: Die Machtergreifung des Westkapitals im von ihm bezahlten Maidan-Aufstand war ein Griff nach den wichtigen ukrainischen Rohstoffen und seiner Industrie, vor allem im Schwerpunk Donezk. Dieses ukrainische Industriegebiet war vielfältig mit der russischen Industrie verflochten und deren wichtigster Partner. Als mit der Wahl von Wolodimir Selenski zum «Krieg» um den Donbass und um die Krim «aufgerufen» wurde, waren nicht nur existentielle russische Wirtschaftsinteressen bedroht, sondern auch die maritime Vorherrschaft im Schwarzen Meer.
Auch früher waren meist wirtschaftliche Gründe auch Kriegsgründe. In Grossbritannien hat immer schon die City of London bestimmt, wann und wo und wie Krieg geführt werden sollte. Das war im Burenkrieg nicht anders als in Indien und in den beiden Weltkriegen. Auch die Friedensverkünder USA haben nach Dokumenten des Congressional Research Service (CRS) des US-Parlaments seit 1991 250 Militärinterventionen geführt:
«Ein grosser Teil davon war völkerrechtlich umstritten, eine milde Formulierung für brutale Machtpolitik, die das Handeln von Grossmächten charakterisiert, wenn es sich um sogenannte vitale Interessen handelt. In vielen Fällen sind es verdeckte Operationen, die der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt werden, zum Beispiel Militärputsche (wie in Indonesien 1965 oder im Maidan).
Jahrzehntelang haben die USA behauptet, mit einem Brecheisen namens Nato den Weltpolizisten spielen zu müssen, um den Dollar als herrschende Währung durchzusetzen. ‹Wenn wir Gewalt anwenden müssen, dann geschieht dies, weil wir Amerika sind. Wir sind die unverzichtbare Nation.› »
Trump zeigt uns nun in aller Brutalität, dass es den USA nicht auf einen Krieg ankommt, um ihre Machtziele zu erreichen. Die USA haben nach dem Zweiten Weltkrieg erreicht, dass der Dollar zur Weltwährung wurde, so dass die ganze Welt mit Dollar zahlen muss-te. Solange die USA also Dollar druckten, konnten sie sich alles leisten, was sie wollten. Als die USA zu viel eingekauft hatten und der Goldpreis stieg, wurde die Goldpreisbindung 1971 aufgehoben (Nixon) und der Dollar nur noch «freie Währung». Damit aber die Welt den Dollar noch weiter nahm, haben die USA ein Ölkartell geschaffen, weil es alle Kunden der Welt verpflichtete, nur in Dollar abzurechnen (Öl-Dollar). Wer das Öl-Monopol störte, wurde vernichtet (Gaddafi, Saddam-Hussein, Maduro/Venezula und der Iran gerade).
Die Öl-Herrschaft der USA und ihrer Helfer im Golf zwang die ganze Welt, Dollars anzunehmen und erlaubt dadurch den USA, immer mehr Dollars zu drucken und damit die Güter der Welt zu kaufen – bis inzwischen zu einer Verschuldung von 40 Billionen Dollar.
Sobald die Welt den Dollar-Betrug realisieren würde, wäre das Vertrauen in diese Fiat-Währung vorbei, würden die Leute ihre Dollar zurückgeben wollen, bräche die US-Dollar-Währung zusammen. Kriege sind der Grund, weshalb das amerikanische Parlament immer höhere Verschuldungen genehmigt hat.
Mit Kriegen können sich aber auch Regierungen an der Macht halten, wenn sie bereits verloren haben.
Kann eine Regierung den «Notfall» oder den «Kriegsfall» verkünden, finden keine Wahlen mehr statt (Selenski) und können sich selbst korrupteste und abgewirtschaftete Regierungen an der Macht halten.
(Könnte dies ein Grund sein für die Kriegstreiberei von Merz?)
Nirgendwo hat die Bevölkerung Vorteile vom Krieg, sondern immer nur Nachteile. Rüstung ist wirtschaftlich unproduktiv, ihre Finanzierung – Verschuldung, die Verwendung der Rüstung sogar Sozialproduktvernichtung. Die Schulden des Krieges treffen die Bevölkerung beider Seiten (meist mit Abwertung). Nur die politischen Eliten wollen Krieg und haben Vorteile davon. Weiss die Politik nicht mehr weiter, macht sie Krieg, weil sie dann an der Macht bleiben kann (Beispiel Selenski).
Ganz gleich, ob es um die Monopolisierung des Öls geht (USA) oder um den Erwerb anderer Rohstoffe (Gold in Südafrika, Uran, Titan u. a. in der Ukraine) oder um den Schwarzerdeboden der Ukraine, den drei US-Konzerne aufgekauft haben – immer steht das Kapital hinter den Kriegsinteressen und hinter den Kriegstreibern.
Immer werden aber auch andere Gründe publizistisch vorgeschoben, um den Krieg zu entfesseln, wie z. B. im Maidan «Freiheit von Russland» statt in Wirklichkeit die Eroberung der Industrie und Schwarzerdeböden durch die amerikanischen Konzerne, im Irak-Krieg angebliche «Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein» (gelogen) statt Eroberung der Ölvorräte durch die USA, im Iran angebliche «Atomwaffengefahr» statt Kampf um dessen Öl, in Venezuela «Maduro-Diktatur» statt Eroberung der reichsten Ölvorkommen der Welt, im Ukraine-Krieg für Europa «Abwehr der russischen Aggression» statt Nato- und EU-Erweiterung nach Osten usw.
Seit dem Zweiten Weltkrieg wissen wir, dass jeder Krieg mit Schulden finanziert wird (Hitler: Mefo-Wechsel, EU: Solidaritätsfonds, Merz: Vermögensfonds). Diese Schulden müssen nachher zurückgezahlt werden. Im besten Fall zahlt sie der Verlierer (nach den beiden Weltkriegen musste Deutschland immer zahlen). Wenn der Verlierer nicht kann, müssen die eigenen Bürger die Schulden abbezahlen.
Krieg ist also für alle Beteiligten – ausser für die Regierung selbst und für das Grosskapital – ökonomisch schädlich, führt zu Zerstörung, wirtschaftlichem Niedergang und Verarmung der Bevölkerung.
Dass auch die deutsche Bevölkerung die Kriegstreiberei von Merz ablehnt, sieht er an seinen Beliebtheitswerten. Der US-Präsident wird dies in zwei Monaten bei den Zwischenwahlen erleben.
Leider haben aber die Kriegstreiber inzwischen mit Verschuldung und Rohstoff-eroberung (Öl) Fakten für die grossen Weltkonzerne geschaffen, die bleiben und deren Folgen das Volk nachher bezahlen muss. •
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