Rede des Präsidenten der Islamischen Republik Iran, Massud Peseschkian, vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 22. September 2026
ef. Schon mehrfach in letzter Zeit hatte US-Präsident Donald Trump öffentlich erwogen, die iranischen Regierungsführer zu «vernichten». Am 22. September wiederholte er vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen seine Drohungen gegenüber dem Iran. Er warf dem Land vor, es unterstütze den Terror und begehe Terrorakte.
Es sollen hier nicht seine offensichtlichen Verdrehungen, Lügen und Demütigungen wiederholt werden. Nur ein Beispiel: «Aber ich muss eine wichtige Entscheidung treffen: Wird ein Abkommen mit dem Iran geschlossen, das es ihm ermöglicht, sich wieder aufzubauen und ein weitaus grösseres Land zu schaffen, als es je zuvor war? Vielleicht eines der gröss-ten im Nahen Osten oder sogar weltweit. Oder vernichte ich die Islamische Republik […]? Treibe ich sie in die Hölle, ohne Überlebenschance und ohne Hoffnung auf zukünftige Grösse oder nachfolgende Generationen?»
Solche Drohungen widersprechen der Charta der Vereinten Nationen. Trotzdem blieb es im Saal ruhig. Es hätte bei diesen Worten einen Aufschrei geben müssen, zumindest eine Verwarnung vom Präsidenten der Generalversammlung. Es ist völlig inakzeptabel, dass solche Drohungen stillschweigend hingenommen werden.
Der iranische Präsident Masoud Peseschkian reagierte am 23. September mit deutlichen Worten; den vorbereiteten schriftlichen Redetext verwarf er und sprach statt dessen frei. Wir dokumentieren seine Rede in einer Übersetzung eines englischen Transkripts in voller Länge.
Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Gnädigen.
Herr Präsident, Herr Generalsekretär,
Exzellenzen, meine Damen und Herren.
Ich hatte eine Rede vorbereitet, die ich Ihnen vortragen wollte.
Der Präsident der Vereinigten Staaten hat uns gestern als Terroristen bezeichnet.
Wir sind Opfer des Terrorismus gewesen.
Ich komme aus einem Iran, in dem unser verehrter Oberster Führer ohne jeglichen rechtlichen Rahmen oder Grund ermordet wurde.
Ich komme aus einem Iran, in dem tatsächlich eine Schule bombardiert wurde.
Sehen Sie diese Kinder? Diese Kinder kamen unter Bomben ums Leben, mit Waffen, die von den Vereinigten Staaten und Israel eingesetzt wurden. Sie waren unschuldig, hatten keine Verbrechen begangen.
In Lamerd, einer der kleinen Städte in einer Provinz im Iran, befand sich eine Sporthalle, in der Kinder gerade spielten. Die Vereinigten Staaten haben diese Sporthalle mit Waffen mit Mehrfachsprengköpfen ins Visier genommen.
Sie haben unsere Wissenschaftler, unsere Männer, Frauen und Kinder zu Märtyrern gemacht, sie ermordet.
Unschuldige Kinder, die in Wahrheit keine Verbrechen und keine Sünden begangen hatten.
Diejenigen, die Terroristen sind und Terroristen ausbilden und schützen, bezeichnen uns als solche. Wir haben uns lediglich verteidigt.
Wir sind keine Terroristen.
Unser unschuldiges Volk war das Ziel feiger Angriffe und Aggressionen, die unserem Land aufgezwungen wurden, und wir haben uns mit aller Kraft verteidigt. Amerika und Israel haben uns angegriffen, ausgerüstet mit modernster Technologie und Waffensystemen, und unser Volk hat standhaft durchgehalten.
Ja, sie haben uns getroffen, aber wir haben uns nicht gebeugt. Wir haben unseren Kopf nicht gesenkt. Wir haben zurückgeschlagen, aber wir haben keine Zivilbevölkerung angegriffen.
Sie drangen in umliegende Gebiete ein und nahmen unsere Universitäten, unsere Gesundheitszentren, unsere Schulen, unsere Krankenhäuser und unsere Infrastruktur ins Visier – all dies unter Verstoss gegen das Völkerrecht.
Als ich das Amt des Präsidenten übernahm, ermordeten sie Ismail Haniyeh am Tag meiner Amtseinführung im Iran.
Israel nimmt jeden Stadtteil in jeder Stadt, in jeder Provinz ins Visier und verübt Attentate wie ein echter Terrorist.
In Gaza wurden über 70 000 unschuldige Zivilisten ermordet, brutal ermordet. Hunderttausende wurden vertrieben.
Sie begehen Völkermord, indem sie die sogenannten Technologien einsetzen, die ihnen zur Verfügung stehen. Dann bezeichnen sie andere als Terroristen.
Sind wir die Ursachen der Instabilität?
Wir wollen doch nur unabhängig leben.
Sind wir diejenigen, die Instabilität verursachen? Sind diejenigen, die Terrorismus betreiben und Verbrechen begehen, etwa die Hüter des Friedens und der Stabilität? Keines der internationalen Gesetze wurde von ihnen eingehalten.
Das ist es, womit wir konfrontiert sind. Wir wollen gar nichts. Wir haben unsere Antwort erhalten.
Wir brauchen Stärke, denn ein Volk, das sich nicht verteidigen kann, wird in der heutigen Welt mit Füssen getreten. Wir leben in einer Welt, in der die Mächtigen, anstatt an Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Fairness und Demokratie zu denken, offenbar die Schöpfer und Förderer von Instabilität und Zerstörung zu sein scheinen.
Wen auch immer sie diskreditieren wollen, den bezeichnen sie als Terroristen.
In den vergangenen zwei Jahrhunderten hat der Iran kein Land und kein Gebiet angegriffen, aber wir haben uns stets standhaft verteidigt. Und nun wird uns vorgeworfen, die Quelle der Instabilität in der Region zu sein? Wir werden als Terroristen abgestempelt.
Und das hat dazu geführt, dass der Weg, den wir für uns gewählt haben, Macht erfordert, um uns zu verteidigen. Wir streben nicht nach Macht, um anzugreifen oder Aggressionen zu begehen. Wir streben nach Energie für den Fortschritt, nicht danach, Gesellschaften mit Waffen zu bedrohen. Und wir möchten im Interesse der Sicherheit kooperieren und zusammenarbeiten.
Das iranische Volk, unser Volk, ist in den vergangenen sieben Monaten jede Nacht auf die Strasse gegangen, um für sein Land, für seine Heimat zu demonstrieren, damit diejenigen, die von Israel und Amerika ausgerüstet, ausgebildet und bewaffnet wurden, die Sicherheit ihres Landes nicht gefährden können. Seit sieben Monaten sind sie Tag und Nacht auf den Strassen präsent. Sie sind unsere Kraftquelle und unsere Stütze.
Und deshalb halten wir stand. Der Iran muss stark sein, um nicht bedroht zu werden und um zu verhindern, dass seine Zukunft bedroht wird.
Wir wollen unsere Macht nicht zur Hegemonie nutzen, und wir suchen unsere Sicherheit nicht in der Unsicherheit anderer. Was die Verteidigung des Iran angeht, so wurden unsere Verteidigungssysteme so aufgebaut, dass niemand glauben kann, ein Bombenangriff auf iranische Städte würde unbeantwortet bleiben.
Deshalb verfügen wir über die militärische Macht, die wir zur Verteidigung benötigen.
Aber wir sagen es ganz klar: Um unser Land zu verteidigen, bitten wir niemanden um Erlaubnis oder Zustimmung. Wir streben nach Energie für den Fortschritt.
Seit Jahren gibt es internationale Sanktionen auch gegen unsere Zentrifugen, unsere nukleare Technologie. Doch für unser Land ist die friedliche Nutzung der Kernenergie wesentlich für die Menschen.
Für unsere kranken Mitmenschen bedeutet sie Heilung und Behandlung.
Für die Landwirtschaft bedeutet sie Ernährungssicherheit. Für die Industrie bedeutet sie Fortschritt und die Versorgung mit elektrischer Energie. Der Iran akzeptiert nicht, dass die Nukleartechnologie ausschliesslich einigen wenigen zur Verfügung steht.
Wir werden uns nicht beugen und auf unser Recht verzichten, das uns von Natur aus zusteht.
Wir sagen es ganz klar: keine Atomwaffen und keine Einschränkungen für die friedliche Nutzung der Kernenergie.
Unser Frieden wird nicht auf dem Schlachtfeld kommen. Aber die Menschen und die Nation des Iran brauchen die notwendige Sicherheit. Wir streben Zusammenarbeit an, um Sicherheit zu erlangen. Wir leben in einer Region, in der Krieg keine Grenzen kennt. Konflikte in einem Land werden auf die umliegenden Länder der Region übergreifen. Wir betrachten einander nicht als Sicherheitsrivalen. Wir wollen starke Nachbarn.
In der Strasse von Hormus können und werden wir nicht zulassen, dass einige freien Zugang zu einer Wasserstrasse haben und diese Wasserstrasse gleichzeitig nutzen, um uns ihre Aggressionen aufzuzwingen, uns Unsicherheit zu bereiten und uns den Zugang zu unseren eigenen Wasserstrassen zu verwehren. Sie versperren uns den Zugang zu unserer eigenen Wasserstrasse, liefern aber weiterhin Raketen und tödliche Militärtechnologien, um in allen Ländern rund um diese Wasserstrasse Unsicherheit zu stiften. Dem werden wir uns nicht beugen. Die Ausweitung der Kriegshandlungen wird nicht zu Sicherheit führen. Man kann nicht Chaos für die Küstenstaaten stiften, die nach Sicherheit auf See streben.
Exzellenzen,
was Palästina betrifft, so bleibt Palästina eine offene Wunde im Gewissen der internationalen Gemeinschaft, und der Gaza-Streifen bleibt ein Symbol für das Versagen internationaler Mechanismen, das Leiden der Zivilbevölkerung zu verhindern. Seit Jahrzehnten werden Resolutionen verabschiedet, doch Besatzung und Gewalt dauern an. Wir können nicht von Frieden sprechen, während wir Palästina ignorieren. Ein dauerhafter Frieden in Westasien ist ohne Gerechtigkeit für Palästina unmöglich.
Solange Besatzung, Aggression und Ungerechtigkeit in der Welt fortbestehen, wird der Widerstand weitergehen. Wird er in einer Form geschwächt, wird er in anderen Formen wieder aufleben, vielleicht sogar noch stärker.
Gaza hat trotz unerbittlicher Tötungen und weitreichender Zerstörung den Glauben der Menschen an den Widerstand gestärkt. Und Widerstand lässt sich nicht durch Bomben und Belagerung zerstören. Das liegt in der menschlichen Natur.
Wenn ein Mensch aus seinem Land vertrieben wird, wird er Widerstand leisten.
Wenn seine Häuser Bombenangriffen, Aggressionen und Angriffen ausgesetzt sind, wird er Widerstand leisten.
Welche andere Wahl hat er denn? Sich der Einschüchterung beugen?
Sich aus den eigenen Häusern und von eigenen Land vertreiben zu lassen und angesichts dieser Bedrohungen und Gefahren zu schweigen?
Und wenn er sich verteidigt, wird er als Terrorist abgestempelt?
Diese Wortwahl macht leider deutlich, in was für einer Welt wir heute leben.
Unsere regionalen Probleme müssen in der Region gelöst werden, durch die Länder der Region selbst, ohne dass sie zum Spielball äusserer Aggressoren werden.
Keine Beziehung zu einer ausländischen Macht darf zum Mittel werden, um Nachbarländer in der Region zu bedrohen.
Und nun ein paar Worte an diejenigen, die für die Planung und Durchführung von Aggressionen gegen unser Land und unser Volk verantwortlich sind. Unser Volk hat die Folgen ihrer tödlichen Aggression am eigenen Leib erfahren. Sie haben die Stärke und Standhaftigkeit des Iran auf die Probe gestellt und gelernt, dass der Iran nicht zur Kapitulation gezwungen werden kann. Der Iran war noch nie, zu keiner Zeit, ein Aggressor, hat noch nie einen Krieg begonnen und hat stets sein Bekenntnis zum Verhandlungstisch unter Beweis gestellt.
Sie haben uns den Krieg aufgezwungen, aber wir haben bewiesen, dass wir keine Angst vor dem Kampf haben, vor dem Krieg, einem Krieg, der defensiver Natur ist. Und wir werden unseren geliebten Iran, unsere Heimat, bis zu unserem letzten Atemzug verteidigen.
Meine Damen und Herren,
das Thema dieser Versammlung ist gegenseitiges Vertrauen.
Das lässt sich nicht allein durch Worte erreichen, sondern nur, indem man auf Doppelmassstäbe verzichtet.
Atombomben befinden sich in den Händen des israelischen Regimes, doch die Inspektoren werden aufgefordert, in den Iran zu kommen.
Israel hat in Gaza über 70 000 Unschuldige auf brutale Weise ermordet, doch der Iran wurde bombardiert, während er am Verhandlungstisch sass.
Israel verfügt über Bomben und Massenvernichtungswaffen, ist kein Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrags und hat in seiner schändlichen Geschichte keine einzige Inspektion zugelassen. Dennoch wird es mit allen notwendigen Mitteln belohnt, um jede Hauptstadt in der Region nach Belieben bombardieren zu können.
Ich wiederhole: Die Atomwaffe befindet sich in Israel, die Inspektoren jedoch im Iran.
Israel tötet, doch der Iran ist Sanktionen ausgesetzt. Das ist eine wahre Tragödie, über die jeder, der davon hört, bestenfalls lachen würde. Sie töten, wir werden sanktioniert, wir werden bestraft.
Die Kranken, die Unschuldigen, die Armen, die am stärksten Benachteiligten in unserer Gesellschaft sind die Zielscheiben dieser Sanktionen. Und genau das versuchen die Vereinigten Staaten mit allen Ländern zu tun: die Bevölkerung eines Landes zu opfern, um ihre unrechtmässigen Ziele zu erreichen. Wenn wir echten Frieden und Stabilität anstreben, müssen wir für alle denselben Massstab anlegen. Der Iran strebt keine Sonderbehandlung an.
Wir streben gleiche Rechte an.
Wir übernehmen die Verantwortung und akzeptieren die damit verbundene Verpflichtung.
Doch der Iran hat im Laufe seiner stolzen Geschichte folgende Lektion gelernt: Eine Welt ohne Macht ist gefährlich, aber eine Welt, die nur die Sprache des Krieges und der Einschüchterung versteht, wird nicht sicher sein.
Wenn wir versuchen, eine Politik umzusetzen, die nur den Interessen einiger weniger Privilegierter dient, werden wir eine Welt im Chaos haben.
Wir erkennen jedoch, dass dies eine Welt sein wird, die für uns alle viel gefährlicher ist. Wir dürfen nicht zulassen, dass das 21. Jahrhundert in eine Ära zurückfällt, in der nur die Mächtigen, die Tyrannen und die Hegemonen das Sagen haben.
Wir dürfen keine Welt schaffen, in der militärische Macht die Legitimität ersetzt, Terrorismus die Politik und Verhandlungen ersetzt und Krieg den Dialog und die Diplomatie ersetzt.
Der Iran streckt der Welt die Hand entgegen.
Wir laden die Welt ein.
Wir rufen die Welt – nicht aus Schwäche, sondern aus tiefem Glauben an unsere eigene Stärke und Standhaftigkeit – zur Zusammenarbeit und zum gemeinsamen Handeln auf. Aus der tiefen Überzeugung heraus, dass niemand in dieser Region allein Sicherheit erlangen wird. Entweder wir gestalten sie gemeinsam, oder wir müssen gemeinsam in Unsicherheit leben.
Wir wollen über eine Zukunft der Welt nachdenken, in der Sicherheit, Fairness, Gerechtigkeit und Menschenwürde zu unveräusserlichen Rechten für alle Menschen werden. Eine Zukunft, in der kein Volk an den Rand gedrängt wird, keine Stimme im Chaos der Macht untergeht und keine Macht das Recht hat, über die Zukunft eines Volkes zu entscheiden – ausser diesem Volk selbst.
Wenn wir wirklich eine Ordnung anstreben, die auf internationalem Recht und internationalen Standards basiert, muss sie auf Gerechtigkeit, dem gemeinsamen menschlichen Willen und der Förderung der Menschenwürde beruhen.
Denn ein Frieden, der nicht alle umfasst, ist kein Frieden, und Fairness und Gerechtigkeit, die nicht alle einbeziehen, verdienen es nicht, als Gerechtigkeit und Fairness bezeichnet zu werden.
Doch wenn man auf die gestrigen Worte des Präsidenten der Vereinigten Staaten zurückblickt, wird den Experten für Völkerrecht, Dialog, Diplomatie und grundlegende menschliche Normen deutlich, dass alles, was gegen unser Land gesagt wird, dem Wesen, der Charta und dem Geist der Vereinten Nationen zuwiderläuft.
Er muss wissen, dass der Widerstand des iranischen Volkes angesichts von Sanktionen, zunehmendem Druck und zunehmender Schikane nur noch zunehmen wird.
Wir werden uns niemals beugen oder in die Knie gehen.
Herr Trump und all jene, die versuchen, uns einzuschüchtern, müssen verstehen, dass wir bereit sind für Dialog, Diplomatie und Verhandlungen, ohne die Sprache der Gewalt zu akzeptieren.
Ich weiss Ihre Zeit und Ihre Anwesenheit hier sehr zu schätzen.
Möge Gott Sie alle segnen. •
Quelle: Transkript, basierend auf den Protokollen der Uno-Generalversammlung vom 23.9.2026. Das Quelltranskript wurde KI-generiert und stellt keine offizielle Aufzeichnung der Uno dar. https://webtv.un.org/en/asset/k1u/k1uoapbd13 ; https://www.youtube.com/watch?v=WUsRJ4TLbio
(Übersetzung Zeit-Fragen)
Hans Köchler hält eine Rede auf dem Forum 2026 der «International Patriotic Pact Organization» in Nairobi
Nairobi (Kenia)/ Wien, 21.9.2026
In seiner Rede auf dem jährlichen Forum der International Patriotic Pact Organization (IPPO) im Büro der Vereinten Nationen in Nairobi, Kenia, betonte der Präsident der International Progress Organization, Dr. Hans Köchler, die internationale Dimension des Patriotismus in einer Welt, die immer stärker von gegenseitiger Abhängigkeit geprägt ist. Er erklärte, die Völker der Welt dürften keine Versuche irgendeiner Macht dulden, in selbsternannten «Einflusssphären» eine Art neokoloniale Ordnung durchzusetzen, und sie dürften niemals einen Rückfall in ein Zeitalter der Anarchie auf Grund des ungezügelten Einsatzes militärischer Macht akzeptieren. Laut Köchler war der von der IPPO ins Leben gerufene «Internationale Patriotische Pakt» ein wichtiger und innovativer Schritt, um den Versprechen und Verpflichtungen der Charta der Vereinten Nationen im Namen von «Wir, die Völker der Vereinten Nationen» – wie es in der Präambel der Charta feierlich zum Ausdruck kommt – Bedeutung zu verleihen, und der vorgeschlagene IPPO-Überprüfungsmechanismus zum Recht auf Entwicklung sei mit seinem konfliktfreien Ansatz ein konstruktiver Schritt in diese Richtung.
In seiner Ansprache an die Mitglieder und Unterstützer der IPPO sagte er: «Wir müssen bei den Entscheidungsträgern in allen Ländern das Bewusstsein und das Verantwortungsgefühl schärfen, dass die nationalen Interessen jedes einzelnen Landes – ob gross oder klein, schwach oder mächtig – unter gebührender Berücksichtigung der Rechte aller anderen Mitglieder der internationalen Gemeinschaft verfolgt werden müssen. Kein Land hat das Recht, der übrigen Welt seine Agenda aufzuzwingen, und kein Land ist berechtigt, sich selbst zur ‹unverzichtbaren› Nation zu erklären. Allzuoft in der Geschichte wurden Praktiken kolonialer Herrschaft und Ausbeutung unter dem Vorwand der Einzigartigkeit verschleiert.»
Zum Abschluss seiner Rede fasste der Präsident der International Progress Organization den Kern des Patriotismus unter dem Gesichtspunkt der friedlichen Koexistenz – auf regionaler und globaler Ebene – in folgender Formulierung zusammen: «Frieden bedeutet patriotische Solidarität unter souveränen Nationen.»
Quelle: https://i-p-o-org (Pressemitteilung, 21. September 2026)
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