«Top secret. Spionage und Widerstand, in der Schweiz und in Europa»

Eine fundierte Jahres-Ausstellung im Schloss Morges beleuchtet bisher wenig diskutierte Fragen

von Peter Küpfer

Seit einigen Wochen beherbergt das Schloss Morges eine in dieser Welt wohl einzigartige Ausstellung. Sie ist dem Wirken internationaler Geheimdienste in der Schweiz gewidmet, und zwar in den schicksalhaften Jahren des Zweiten Weltkriegs. Schon bald nach dessen Ausbruch von den Truppen der Achsenmächte eng umschlossen, hatte die Schweiz – durch eigene Kontakte und den entschiedenen Ausbau ihres eigenen Nachrichtendienstes – schon früh detaillierte Kenntnis davon, dass Berlin, entsprechend den sich fortlaufend dramatisch ändernden allgemeinen Kriegslagen, mehrere Angriffspläne auf die Schweiz ausgearbeitet hatte. Diese hatten alle zum Ziel, die Schweizerische Eidgenossenschaft (die nach 1940 noch einzige souverän gebliebene Demokratie im Herzen Europas) in einem massierten kurzen Bewegungskrieg sturmreif zu schiessen. Ihre geostrategische Schlüsselstellung im Zentrum Europas sowie ihre bei Kriegsbeginn vom Bundesrat offiziell bestätigte integrale Neutralitätspolitik waren Berlin ein dauerhafter Dorn im Auge. 

Wie verhielt sich das nach international rechtlich bindenden Verträgen und aus eigener Entscheidung bleibend neutrale Land gegenüber dieser Bedrohung? Die Ausstellung im Schloss Morges beleuchtet dazu bisher wenig zur Kenntnis genommene Aspekte. Vor allem die Tatsache, dass kurze Zeit nach Beginn des Zweiten Weltkriegs die Nachrichtendienste einer kriegführenden Seite, nämlich der Alliierten, in ihrem Wirken von schweizerischem Territorium aus nicht nur von der Schweizer Spionageabwehr unbehelligt blieben, sondern mit Duldung des Bundesrates und seiner bald organisierten Zusammenarbeit von der Schweiz aus frei operieren durften. Es waren schon bald nach Kriegsbeginn, spätestens nach der Niederlage Frankreichs, deren fünf: der englische, der polnische (über Emigranten), der französische (vom noch freien Teil Frankreichs aus, dann im Untergrund), nach Kriegseintritt auch der amerikanische und schliesslich auch der Nachrichtendienst der Sowjetunion, dieser mit überraschend gut funktionierenden Kontakten zu versteckt dissidenten Kreisen im und um den deutschen Generalstab.
    Dies alles trotz des massiven Drucks, den in dieser Frage das Dritte Reich auf die neutrale Schweiz ausübte. Denn der deutsche Nachrichtendienst hatte schon bald einmal Kenntnis davon, dass die Schweiz ihr Territorium den alliierten Nachrichtendiensten, inoffiziell und geheim natürlich, für ihr Wirken zur Verfügung stellte und sich mit ihnen regelmässig und organisiert austauschte, was er als eklatanten Bruch der behaupteten integralen Schweizer Neutralität auffasste. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Schweiz Spione zugunsten Deutschlands vor ein Militärgericht stellte, aburteilte und einige sogar hinrichten liess. Dieser Umstand wird in der Ausstellung zwar nicht problematisiert, ist aber vielfältig präsent.
    Angesichts des gezeigten Materials wird klar: Die Schweiz war in den Kriegsjahren tatsächlich strategisch wichtige Drehscheibe aller massgeblichen alliierten Nachrichtendienste. Daraus ergibt sich die bisher wenig diskutierte Frage, inwieweit die Präsenz der alliierten Geheimdienste in der neutralen Schweiz ein weiterer entscheidender Grund dafür war, dass sie trotz der permanent bestehenden hohen militärischen Bedrohungslage von einem Angriff der Wehrmacht verschont blieb. 

Ein faktenbezogenes Konzept führt in die Welt der Schatten

Der geistige Urheber und praktische Gestalter dieser aussergewöhnlichen Ausstellung ist der ehemalige Schweizer Oberst im Generalstab Jacques Baud. Sein Name wird in letzter Zeit mehrfach öffentlich genannt, allerdings in zu Unrecht oft rufschädigender und herabwürdigender Art1 (siehe auch Kasten). Allen abstrus konstruierten Anwürfen zum Trotz legt gerade auch diese Ausstellung Zeugnis davon ab, wie seriös, umsichtig und faktenbezogen Jacques Baud bei umstrittenen Themen vorgeht, ein Arbeitsstil, der auch seine zahlreichen Bücher und Stellungnahmen zu aktuellen Kriegen kennzeichnet.2 
    Zeitgleich mit der sehenswerten Ausstellung am Genfersee (sie ist bis Jahresende 2026 zu besuchen) hat Jacques Baud eine mit vielen Bildern ausgestattete reichhaltige Dokumentation zum gleichen Thema veröffentlicht. Sie trägt den Titel: «Guerre de l’ombre: La Suisse au coeur de la Résistance en Europe, 39–45» (Krieg im Schatten. Die Schweiz im Herzen des Widerstands in Europa, 39–45). Das aufwendig gestaltete Buch ist bisher nur auf Französisch erhältlich.3 Die informative Edition steht unter Mitherausgeberschaft des Kantons Waadt (Umwelt-, Jugend und Sicherheitsdepartement/Abteilung für zivile und militärische Sicherheit) sowie der Institution «Schloss Morges und seine Museen» (Direktion Adélaïde Zeyer, Konservatorin). 
     Im umfangreichen Bildteil, der, nach Themen geordnet, einen Grossteil der gezeigten Exponate abbildet und in ihren historischen Bezug setzt, stösst man unter vielem anderen auf getarnte Funk- und Radiogeräte, Chiffriermaschinen, auch schallgedämpfte Revolver in Damentaschen-Format oder damalige Schutzanzüge, wenn der Träger (oder die Trägerin – die ausländischen Nachrichtendienste hatten auffallend viele Frauen in ihren Reihen) über feindlichem Terrain abspringen musste. Solche Exponate zeigen eindrücklich, dass nachrichtendienstliche Ermittler so selbstverständlich ihr eigenes Leben in die Waagschale werfen mussten wie Offiziere und Soldaten an den Fronten. Denn der Zweite Weltkrieg wurde, mehr noch als der Erste, nicht nur in grossen Schlachten gewonnen oder verloren, sondern auch mittels damals sich schnell entwickelnder moderner Kommunikationsmittel. Wer zuerst über einen entscheidenden Sachverhalt informiert war, hatte den militärisch nutzbaren Vorteil. 

Der Geschichte gerecht werden, auch der eigenen

In der Einleitung zur erwähnten Dokumentation schreibt Baud: «Seit Ende der neunziger Jahre ist unser Blick auf die Haltung der Schweiz während der Bedrohungslage durch den Zweiten Weltkrieg durch eine Betrachtungsweise beeinflusst worden, welche die militärische und geopolitische Lage der Schweiz damals vernachlässigt, dies mit betont starker Gewichtung der Betrachtung vor allem wirtschaftlicher und finanzieller Faktoren. Die Wirklichkeit damals war aber sehr viel komplexer.»4 
    Baud nennt in diesem Zusammenhang namentlich den Bericht der Bergier-Kommission, der die massive militärische Dauerbedrohung der Schweiz zu wenig gewichtet und deren militärische Abwehr durch die Vorkehrungen der Schweizer Armee unter General Guisan als wenig ausschlaggebend dafür darstellt, dass die Schweiz vor den geplanten Angriffen geschützt blieb. Dagegen legt diese «Bibel» der Schweiz-kritischen Autoren, wie Baud betont, sehr viel Gewicht auf das, was sie die anpasserische Kompromissbereitschaft der Schweiz gegenüber den Achsenmächten nennen. Im Gegensatz zu dieser einseitigen Betrachtung insistiert Baud mit seiner Dokumentation und der gesamten Ausstellung auf dem militärisch-strategischen Gesichtspunkt, den ein Teil der Nachkriegsgeneration der Schweizer Historiker in der Tendenz unterschätzt. 
    Baud betont, dass die Schweiz – über ihren eigenen Nachrichtendienst und die bald fest institutionalisierte Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten der Alliierten – detaillierte Kenntnis hatte von mehreren, jeweils auf Grund der aktuell wechselnden militärischen Gesamtlage geänderten und bis ins Detail ausgearbeiteten Angriffsplänen Hitler-Deutschlands auf die Schweiz. Die insgesamt drei vollständig ausgearbeiteten Angriffspläne auf die Schweiz lagen ihnen in extenso auf Kopien der Originale vor. Sie sind in Morges zu sehen. Die nach dem Fall Frankreichs radikal geänderte Verteidigungskonzeption General Guisans mit dem bekannten Verteidigungsschwerpunkt des nationalen «Réduits» trug schon dem ersten dieser Pläne Rechnung. Der als Blitzkrieg geplante Überfall auf die Schweiz hätte nach den deutschen Plänen im Spätsommer 1940 realisiert werden sollen, kurz nach Guisans Rütlirapport, in welchem er von seinen höheren Offizieren aktive Förderung des Verteidigungswillens der von ihnen kommandierten Truppen verlangte. 
    Guisan erklärte den auf der Rütliwiese versammelten höheren Offizieren, er werde Defaitismus in ihren Reihen nicht dulden und sich von entsprechenden Kommandanten «trennen».5 Bei dieser Gelegenheit legte er ihnen auch die Grundzüge der strategischen Umorientierung des Verteidigungskonzepts der Schweizer Armee vor, die im Sommer 1940 bereits angelaufen war und kurz nach Guisans Rapport zügig realisiert wurde. Es war der Bezug des sogenannten nationalen Réduits, die Konzentrierung der Abwehrkräfte der Schweizer Armee im Gebirge unter optimaler Ausnützung des natürlichen Alpenriegels. Diese Umstrukturierung hätte gerade die hochmechanisierte Wehrmacht bei einem Angriff auf die Schweiz gezwungen, einen langwierigen Gebirgskrieg zu führen und dabei das Hauptziel, den schnellen Nord-Süd-Korridor durch die Zentralalpen, zu verpassen. Sowohl die Gotthardlinie als auch der Simplon-Tunnel wären bei Anbruch der Kampfhandlungen von der Schweiz selbst durch Zündung der vorbereiteten explosiven Sprengladungen unpassierbar gemacht worden. 
    Der Verlauf des Weltkrieges bestätigte Guisans Konzept. Der mehrmals bis ins Detail geplante deutsche Angriff auf die Schweiz wäre – nach den Verlusten der Wehrmacht im Krieg gegen Grossbritannien (vor allem Flugzeuge) und dann gegen Russland – nicht mehr so schnell zu führen gewesen wie die mechanisierten Bewegungskriege des ersten Kriegsjahres. Er hätte für Deutschland zu lange gedauert und überdies den Einsatz massiver infanteristischer Kräfte verlangt, über welche die deutsche Wehrmacht nach der russischen Gegenoffensive nicht mehr verfügte. 
    Guisans strategische und taktische Vorkehrungen im Zusammenhang mit dem Schweizer militärischen Verteidigungskonzept des nationalen Réduits wurde auf Grund der Kenntnis der deutschen Angriffspläne sehr wirksam ausgestaltet. Grundlage dafür war ein von Guisan forciertes und gut funktionierendes schweizerisches Nachrichtendienstwesen. Die in der Dokumentation abgedruckten Organigramme des Schweizer Nachrichtendienstes zeigen, dass die wechselseitige Zusammenarbeit mit den alliierten in der Schweiz tätigen Nachrichtendiensten Alltag war. Die Schweiz hatte damit detailliert Kenntnis von sämtlichen Bewegungen an den europäischen Fronten, und dies sofort. Dieser Umstand stellt für den international erfahrenen Strategieexperten Baud den Haupt-Hinderungsgrund dafür dar, dass Deutschland zwar bis zum Schluss willens war, die Alpen-Festung Schweiz einzunehmen, dies aber nie konnte, gerade wegen der genialen Gegenstrategie, ausgearbeitet von Guisans Generalstab. 
    Nach Stalingrad reichten die vom deutschen Generalstab berechneten 200000 Soldaten nicht aus, einen luftgestützten Blitzkrieg gegen die in den Alpen verschanzte Widerstandsarmee zu führen, bei zerstörten Brücken und Bahnlinien.
    In diesem Zusammenhang bleibt für den Politologen und Spezialisten des internationalen Geheimdienstwesens eine zentrale Frage an die Verneiner der damaligen existentiellen Bedrohung der Schweiz. «Warum, wenn nicht hauptsächlich zur Nutzung der zentralen Schweizer Alpenpassagen, wollte das damalige Deutschland die Schweiz über die gesamte Dauer des Zweiten Weltkriegs immer wieder, mit wechselnden Strategien, angreifen?» Sachliches zur Beantwortung dieser in der öffentlichen Diskussion bisher medial und von vielen modernen Historikern nach Ansicht Bauds zu kurz beantworteten Frage ist in Jacques Bauds genannter Dokumentation nachzulesen, kurz und plausibel. 
    Das Buch und die Ausstellung überzeugen in der Sache, und nicht durch Schuldzuweisungen und das Lächerlich-Machen des von ihnen so benannten «Rütli-Geists».

Nachrichtendienste (der Alliierten) auf dem Boden der Schweiz –
Verrat an der Neutralität? 

Eine weitere Frage stellt sich. War das Dulden der Aktivitäten alliierter Geheimdienste und die intensive Zusammenarbeit der Schweiz mit ihnen, und dies auf Schweizer Territorium, Verrat an der Neutralität? Oder war diese Konzession für den Schutz der Bevölkerung unumgänglich? Die Ausstellung in Morges beantwortet diese Frage nicht, stellt sie aber durch die Darstellung der massiven organisierten Zusammenarbeit nachhaltig. 
    Möglicherweise ist an dieser Entgegenstellung nur eines falsch: das Entweder-Oder. Bei nüchterner Betrachtung ist das Verhalten Berns gegenüber der Tätigkeit der alliierten Nachrichtendienste auf ihrem Territorium auch dadurch erklärbar, dass es offenbar der Preis für unentbehrliche, schnelle und zutreffende eigene Information war.Kenntnisse über diegenauenAbsichten des so lange mächtigen Eroberers an unserer nördlichen Grenze und seines Waffenbruders in Italien (Mussolini) war während des ganzen Krieges die existentielle Hauptfrage für die damalige Schweiz. 
    Dies gehört gerade heute wieder ins Stammheft jener, welche General Guisan als jemanden hinstellen, dessen Reduit-Konzept das ganze Mittelland dem Ansturm der motorisierten deutschen Angriffskolonnen ausgeliefert hätte, was so schon in der Sache nicht zutrifft. Die deutschen Dokumente und das Réduit-Konzept zeigen, dass der Blitzkrieg – wie im deutschen Angriffsplan «Tannenbaum» und seinen beiden Nachfolgern kalkuliert – bei den vielen geographischen Hindernissen, selbst zerstörten Brücken und Bahnlinien sowie der Blockierung des Gotthard- und Simplon-Tunnels, sicher nicht so schnell verlaufen wäre wie derjenige in Richtung Paris oder die Anfänge des Russlandfeldzugs. 
    Entscheidend für Guisan und die Mehrheit des Bundesrates in dieser Dauer-Extremlage war aber nicht nur die Strategie, sondern gerade auch der Geist des Widerstands, der damals von der überwiegenden Mehrheit der Schweizer Bevölkerung getragen war. Zusammen waren die Strategie und ihr Geist zumindest so stark, dass die Wehrmacht ihr Ziel so lange verschieben musste, bis es zu spät war. Wo sind vernünftige Abwehrstrategien und der Widerstandswille gegen die Arroganz der Macht in unseren «Eliten» heute?

1Zeit-Fragen hat seine skandalöse Behandlung durch die EU in mehreren Beiträgen dargestellt und verurteilt, vgl. «Offener Brief an BR Ignazio Cassis», «EU im Abgrund der Gesetzlosigkeit» (beide in Zeit-Fragen Nr. 27 vom 23.12.2025). «Keine Demokratie kann ohne Freiheit und offenen Meinungsaustausch überleben», «Die Meinungsfreiheit und ihre Feinde» (beide in Zeit-Fragen Nr. 1 vom 6.1.2026). «Bis hierher und nicht weiter» (Zeit-Fragen Nr. 2 vom 20.1.2026)

2 «Putin – Herr des Geschehens?» (ISBN 978-3-86489-426-8) sowie «Die Niederlage des Siegers. Der Hamas-Angriff. Hintergründe und Folgen»,(ISBN 978-3-86489-468-8)

3 Baud, Jacques. Guerre de l’ombre. La Suisse au cœur de la résistance en Europe, 39–45. ISBN 978 2-88985-028-0; éd. Cabédita, CH-1145 Bière/F-01220 Divonne-les-Bains

4 Baud, Jacques. a. a. O., Vorwort, S. 8

5 General Guisan hielt seine halbstündige Rede («von Soldat zu Soldat») an die höheren Kommandanten der Schweizer Armee frei, gestützt auf Stichworte. Diese Aufzeichnungen sind nicht erhalten. Es gibt spätere öffentliche Zeugnisse von Offizieren, welche anwesend waren, ganz ähnlich lautend (vgl. Streit, Pierre und Sandoz, Suzette. Rütli. Une voix pour l’avenir, 1940–2015, Verlag Cabédita 2015. Der hier zitierte Wortlaut findet sich bei Benjamin Vallotton. Cœur à Cœur. Le Peuple suisse et son Genéral. Ed. de l’Eglise nationale vaudoise, Lausanne, 1950, zit. nach Streit, 2015

Jacques Baud – seine professionell-sachliche Stimme ist unentbehrlich

pk. Jacques Baud, Schweizer Oberst im Generalstab im Ruhestand, war in seiner Berufskarriere jahrelang im Dienste des schweizerischen Departements für auswärtige Angelegenheiten sowie des Schweizer Nachrichtendienstes, später wirkte er für die Uno. Er war an vielen Fronten tätig, oft bei langwierigen und schwierigen Friedensgesprächen beteiligt, unter anderem in Asien, Afrika, Südamerika, in Tschetschenien und Georgien. Dabei hat er, wie er selbst in verschiedenen aktuellen Stellungnahmen gerade auch in letzter Zeit betonte, gelernt, ruhig zuzuhören und sich ein Bild der Lage zu machen – möglichst problemoffen, möglichst Schritt für Schritt, möglichst auf Grund der Faktenlage und nicht eigener Vorannahmen. 
    Seit seiner Pensionierung verfolgt er intensiv die Weltpolitik und publiziert dazu. Seine Bücher wie auch seine Stellungnahmen bei politischen Informationssendungen sind faktenbezogen und beziehen immer aus Prinzip Positionen beider Seiten ein. Das führt zu einer wohltuend sachlichen und faktenorientierten Präsentation des Ursprungs und Verlaufs der vielen Brandherde unserer tief gespaltenen Welt. 
    Um die Weihnachtszeit wurde Jacques Baud vom Rat der Europäischen Union ohne offizielle Mitteilung und mit vage formulierten und überprüfbar falschen Anschuldigungen auf eine Sanktionsliste gesetzt, welche ihn, ohne gerichtliches Urteil, nach seinen eigenen Aussagen schlimmer behandelt als einen Sträfling.
    Wohnhaft in Brüssel, darf er Belgien nicht verlassen, seine Bankkonten sind gesperrt, Zuwendungen von Freunden illegal. Er ist so in seiner Existenz geächtet und in seiner Menschenwürde misshandelt wie im Mittelalter ein Gebannter, ein vom Kaiser aus der Gesellschaft Ausgestossener, ein Aussätziger. Dies aus dem einzigen Grund, dass er in wichtigen Fragen zu anderen Schlüssen kommt als die EU-Politik, insbesondere was den Ukraine-Krieg und die Situation Palästinas angeht. Seine beiden jüngsten Bücher zeigen im Detail, auf welchen Fakten seine Stellungnahmen gründen. 
   Ist Jacques Baud deshalb so gefährlich für die Brüsseler Autokratie? Wie man es klassischen Tyrannen nachsagt, lassen die neuen Alleinherrscher/innen in Brüssel ihre ohnmächtige Wut am Überbringer der schlechten Nachricht aus – statt sich seiner Botschaft «Die Schlacht ist verloren!» in der Sache zu stellen.

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