«Schweizer Monat»

ev. Seit nunmehr 90 Jahren erscheint in Zürich ein liberales «Autoren- und Debattenmagazin» – bis Anfang 2011 als Schweizer Monatshefte. Zeitschrift für Politik, Wirtschaft, Kultur, nunmehr als Schweizer Monat. Die Autorenzeitschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur. Die Zeitschrift ist einer freiheitlichen Grundhaltung verpflichtet und will als unabhängige publizistische Stimme, die sich mehr «für die Langzeitwellen der Relevanz» als für das «Wellengekräusel der Aktualität» interessiert, die Aufmerksamkeit auf das Grundsätzliche lenken und zum kritischen Nachdenken über das Zeitgeschehen anregen.

Haltungen und Werte

Zu ihren Werten und Grundhaltungen schreibt der Herausgeber René Scheu: «Wir vertreten klassisch-liberale Werte wie Eigenverantwortung, Wahl- und Meinungsfreiheit, Föderalismus und direkte Demokratie.» Und an anderer Stelle heisst es, mit Bezug auf die Debattenkultur: «Wir sind staatsskeptisch und wirtschaftsfreundlich. Wir kritisieren nicht nur, sondern betonen auch, was wir gut finden. Dabei streiten wir gerne mit allen, die die Dinge anders sehen als wir. Wir tun dies sachlich, kultiviert und unaufgeregt» – ein Anspruch, dem auch die äussere Erscheinung mit formaler Schlichtheit bewusst Rechnung trägt.
In der heutigen, meist unruhig daherkommenden und oft schrillen Medienwelt fällt das angenehm ruhig auf. Auch die Form steht im Dienste der Konzentration auf das Wesentliche und lässt dem Text gebührend Raum, denn: «Wir glauben an die Zukunft des gedruckten Worts. Wir sind überzeugt, dass die Zeiten für Qualitätsjournalismus nie besser waren. Die Meinungsführer von morgen sind die Leser von heute. Der Schweizer Monat ist das Produkt einer publizistischen Vision: Qualität durch Unabhängigkeit.»
In jeder Ausgabe schreiben Autoren aus ­Politik, Wirtschaft und Kultur Kolumnen, ­Essays und Beiträge zur Debatte. Kern einer jeden Ausgabe ist das 15seitige «Dossier», ein monatlich wechselnder Schwerpunkt zu einem Thema der Zeit. Abgerundet wird die Ausgabe jeweils mit Beiträgen zu Kultur und Kunst.

Denkpunkt – ein offenes Forum für den Gedankenaustausch

Sehr wichtig ist dem jungen und engagierten Team, das hinter dem Schweizer Monat steht, der gute Kontakt zu Autoren, Lesern, Förderern, Sympathisanten, aber auch zu Kritikern. «Um diesem für alle Seiten spannenden Austausch von Gedanken und Ideen ein Forum zu geben, haben wir den Schweizer-Monat-‹Denkpunkt› ins Leben gerufen. In anregender, freundlicher und ungezwungener Atmosphäre treffen sich einmal monatlich diejenigen, die über Themen der Zeitschrift debattieren und diskutieren möchten. Dabei gilt bloss eine Regel: No Small talk! Der Schweizer Monat Denkpunkt steht allen Interessierten offen.»

Einige Themen der nächsten Ausgabe

•    Der verflixte Neoliberalismus oder
Vom Pakt mit dem Teufel

(von René Scheu)
«Liberal» ist gerade noch akzeptabel, aber «neoliberal» geht gar nicht. Die «Neoliberalen», das sind jene Zyniker, die seit den 1970er Jahren den Staat abschaffen wollen. Wer sich im Jahre 2011 «neoliberal» nennt, gilt als Staatsfeind, und Staatsfeinde sind heutzutage selbst in jenem linksalternativen Milieu des Teufels, das einst – Sie erinnern sich? – den Staat zerschlagen wollte. Aber halt – hier stimmt etwas nicht.
•    Schluss mit Liberallalla
(von der Redaktion)
Der legitime Platz des Liberalen ist zwischen allen Stühlen. Er ist weder links noch rechts noch in der Mitte. Deshalb wird er von allen Seiten bedrängt und beschimpft. Dabei ist er kein Opportunist und auch kein Chamäleon. Er ist bloss einer Idee verpflichtet: der Idee der einen «unteilbaren Freiheit» (Ralf Dahrendorf) und ihrer Konsequenzen.
•    Mehr Unternehmertum – Die Zukunft liberaler Politik (von Karin Keller-Sutter)
Es gibt heute kaum mehr jemanden, der sich nicht als «liberal» bezeichnen würde, kaum mehr eine Partei, die den Begriff nicht für sich in Anspruch nähme. Die Grünliberalen, die in kantonalen Wahlen erste Erfolge verbuchen konnten, führen den Begriff sogar im Namen, meine Partei hat das Prädikat seit der Fusion mit der Liberalen Partei der Schweiz im Januar 2009 ebenfalls in ihr Label integriert: «FDP. Die Liberalen».
•    Der Bundesrat befreit die Schweiz von den Bauern (von Mathias Binswanger)
Viele Politiker und Ökonomen glauben, ihre liberale Haltung dadurch beweisen zu müssen, dass sie Freihandel auch für die Landwirtschaft fordern, selbst wenn dieser massive «Bauernopfer» verlangt. Grosse Ideen in der Weltgeschichte haben eben schon immer den grosszügigen Umgang mit Problemen von Minderheiten erfordert. Auch der Schweizer Bundesrat möchte da nicht hinten anstehen und hat sich seit einigen Jahren den Abschluss eines Agrarfreihandelsabkommens mit der EU zum Ziel gesetzt.
•    Der Gebrauch des Sozialstaats ist das eigentliche Problem
(von Christian P. Hoffmann)

Seit dem 1. Mai 2011 gilt das Abkommen über die Personenfreizügigkeit nun auch für die osteuropäischen EU-Mitgliedsländer wie Polen, Ungarn oder die Tschechische Republik. Im Vorfeld dieser Öffnung waren in der Schweiz bekannte linke und rechte Vorbehalte gegen eine liberale Einwanderungs­politik zu vernehmen. Zu Recht?
•    Orwellsche EU
(von Frank Schäffler, Norbert F. Tofall)

Die EU macht Rechtsbrüche vergessen, indem sie das Recht umschreibt. Sie lässt die Verschuldungskrise verschwinden, indem sie die Spekulanten dafür verantwortlich macht. Und sie macht den EU-Bürgern weis, dass mehr Zentralisierung deren Freiheiten erweitert. Gedanken zur EU auf dem Weg in die Planwirtschaft.

Schweizer Monat
SMH Verlag AG
Vogelsangstr. 32, 8006 Zürich
+41 (0)44 361 06 06
Einzelheft Fr. 18.–/Euro 13.–
Jahresabo Fr. 139.–/Euro 99.–
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www.schweizermonat.ch
Erscheinungsweise: 10 x pro Jahr