«Finanz- und Umweltkrise sind ohne Währungs- und Geldreform nicht lösbar»

von Dr. rer. publ. Werner Wüthrich

Es ist offensichtlich, dass das Finanzsystem heute ernsthaft krank ist. Zudem zeigen sich dunkle Wolken am Horizont. Reformvorschläge sind zahlreich und werden in der Öffentlichkeit breit debattiert. So sollen Banken mehr Eigenkapital besitzen, um zukünftige Verluste besser abdecken zu können. Die Aufsichtsbehörden müssen strenger überwachen. In einigen Ländern – auch in der Schweiz – wird das Trennbankensystem diskutiert. Die Teile der Banken, die als besonders riskant geltende Geschäfte (Investment Banking) betreiben, sollen vom restlichen Bankgeschäft abgespalten werden. Über­grosse Banken könnten in kleinere Einheiten aufgeteilt werden, die besser geführt werden und im Krisenfall für sich allein Konkurs gehen können. Eine Transaktionssteuer ist im Euro-Raum im Gespräch. – Solche weitreichenden Reformen sind zweifellos sinnvoll und werden zum Teil auch realisiert. Sie bewegen sich jedoch im Rahmen des heutigen Geldsystems. – Lässt sich jedoch das ins Trudeln geratene Wirtschafts- und Finanzsystem wirklich stabilisieren, ohne das Geldsystem selber zu hinterfragen?

Es gibt Reformvorschläge, die Fragen nach den tieferen Ursachen der Krise aufwerfen. Ihre Initianten beziehen das Geld- und Währungssystem direkt in die Analyse mit ein. In der Öffentlichkeit sind Reformbestrebungen dieser Art noch wenig bekannt. Vor kurzem ist in der Schweiz der Verein «Monetäre Modernisierung» gegründet worden. Er hat im Mai dieses Jahres an einer zweitägigen Veranstaltung in Winterthur eine Volksinitiative vorgestellt, die Art. 99 der Bundesverfassung ändern will. Die Nationalbank soll gestärkt und ihre Politik zugleich stärker demokratisch legitimiert werden. Vor allem soll sie künftig nicht nur das umlaufende Bargeld, sondern auch das Buchgeld wirksam steuern, das die Geschäftsbanken heute über ihre Kreditgewährung selber schaffen. Dazu soll allerdings gleichzeitig ihre demokratische Legitimierung gestärkt werden. Zeit-Fragen widmet dieser Initiative aus der Bevölkerung eine Artikelfolge, die aus drei Beiträgen besteht.
Der erste Beitrag, der diesen Zeilen folgt, stellt die Kernaussagen des einleitenden Vortrages von Professor Hans Christoph Binswanger dar. Der zweite Beitrag mit dem Titel «Monetäre Modernisierung – eine Volksinitiative will die Vollgeldreform» wird folgen. Dieser Artikel stellt die Initianten und ihre geplante Volksinitiative vor. Im Anschluss daran folgt der dritte Artikel mit dem Titel «Vor 60 Jahren: Stimmbürger stimmen über grundlegende Fragen des Geldwesens ab». Er zeigt auf, dass die vom Verein «Monetäre Modernisierung» geplante Volksinitiative auf einer direktdemokratischen Tradition fusst. Bereits vor 60 Jahren haben die Stimmbürger in der Schweiz in drei verschiedenen Abstimmungen über grundlegende Fragen des Geldwesens abgestimmt und Weichen gestellt, die bis heute nachwirken.

«Finanz- und Umweltkrise sind ohne Währungs- und Geldreform nicht lösbar»

Professor Binswanger führte die Teilnehmer der Tagung in Winterthur in seinem Referat mit obigem Titel in die Grundlagen des modernen Geldwesens ein. Hans Christoph Binswanger ist Wirtschaftswissenschafter. Bekannt wurde er durch seine Habilitation zur Geldtheorie, die 1969 erschien, und durch seine Forschungen im Bereich des Wirtschaftswachstums mit Einbezug der Ökologie. Er lehrte bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1994 als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen und wurde mehrfach ausgezeichnet für sein Lebenswerk.
Der Referent stellte in seiner Analyse fest, dass es in den letzten Jahren nicht gelungen sei, die Geldversorgung im Wirtschafts- und Finanzsystem in den Griff zu bekommen. In Deutschland zum Beispiel sei die Geldmenge in der Zeitspanne von 1992 bis 2008 achtmal stärker gewachsen als die Wirtschaft. In andern Ländern sei das Missverhältnis noch krasser. Die überschiessende Geldmenge fliesse in die globalen Finanzmärkte, wandere um den Globus, verleite zu übertriebener und leichtsinniger Verschuldung von Privaten und von Staaten und zu Spekulationen aller Art. Sie verursache Blasen und Zusammenbrüche an den Börsen. Wir erleben es heute hautnah – fast täglich.
Warum ist dieses Missverhältnis so krass? In allen Schulbüchern steht, dass die Notenbanken die Aufgabe haben, die Geldversorgung auf die Wirtschaftsentwicklung abzustimmen. Warum ist dies nirgends gelungen? Haben die Herren Greenspan, Bernanke, Trichet, Hildebrand & Co versagt? – Oder liegt ein Fehler im System vor?

Gründe für die Aufblähung der Geldmenge

Die exzessive Zunahme des Geldes in praktisch allen Ländern hat verschiedene Ursachen. Zum einen sehen viele Ökonomen die Steuerung der Geldmenge als ein Instrument an, um den Konjunkturverlauf zu beeinflussen – allen voran Milton Friedman, der die Denkschule des «Monetarismus» begründet hat. Viel neues Geld kann die Konjunktur stimulieren und das Wachstum künstlich ankurbeln. Inflation als Begleiterscheinung wird in Kauf genommen. Die Notenbanken nehmen heute in der Regel bis 2 Prozent Inflation als «normal» in Kauf, obwohl dies hochgerechnet in 10 Jahren 25 Prozent Kaufkraftverlust ergibt. Es gibt heute Ökonomen (wie zum Beispiel Paul Krugman), die eine noch deutlich höhere Inflation geradezu fordern bzw. herbeizureden versuchen. Die Resultate solcher Politik überzeugen allerdings nicht. Die monetaristische Politik allein kann das krasse Missverhältnis zwischen der Zunahme der Geldmenge und dem Wachstum der Wirtschaft nicht erklären.
Warum ist die Geldmenge in Deutschland achtmal stärker gewachsen als die Wirtschaft? Wie ist dieses Phänomen zu erklären? Professor Binswanger geht in seinem Grundsatzreferat auf diesen Punkt ein und lädt seine Zuhörer zu einem Ausflug in die Geschichte des Geldes ein. Er kommt zu Antworten, die die meisten Zuhörer überraschen. – Wir begleiten ihn, und ich ergänze seine Ausführungen mit Stellungnahmen, die Binswanger in diesen Wochen in den Medien abgegeben hat.

Metamorphose des Geldes

Noch vor 100 Jahren galt: Gold gleich Geld. Wie haben die Bürger ihren Alltag erlebt? Damals gab es in der Schweiz verschiedene Banknoten, die lange Zeit von einzelnen Geschäftsbanken – vor allem von Kantonalbanken – herausgegeben wurden. Nach 1906 übernahm die Schweizerische Nationalbank diese Aufgabe. Gleichzeitig zirkulierten Goldmünzen – zuerst für zwanzig Franken (das Goldvreneli), dann auch für zehn und hundert Franken. Die Noten und die Guthaben auf den Konten konnten jederzeit in Goldmünzen gewechselt werden. Etwa 60 Millionen «Goldvreneli» waren im Umlauf. Die einen hatten sie im Portemonnaie. Viele verwendeten sie zum Sparen – auch heute noch. Dieses Geldsystem war einfach und transparent und vor allem sehr bürgernah. Die Währungen der verschiedenen Länder konnten zu einem festen Kurs, der dem Goldgehalt entsprach, gewechselt werden. Die Schweiz hatte den Goldfranken, Deutschland die Goldmark, Frankreich den Goldfranc, England den Sovereign usw.
Wofür brauchen wir das Geld? Welche Aufgabe hat es? – In der Schule wird das Geld oft als etwas Neutrales dargestellt: Wir brauchen es, um Waren und Dienstleistungen zu kaufen, oder als Mittel, um zu sparen – für die Ferien, für ein Auto oder für das Alter. Banken nehmen die Spargelder zu einem tiefen Zins entgegen und leihen es zu einem höheren Zins wieder aus – vor allem an Unternehmen, die investieren. Das leuchtet ein und überzeugt, weil es der praktischen Erfahrung und dem gesunden Menschenverstand entspricht. – Aber ist es heute wirklich so? Nicht ganz.
Das Geldwesen veränderte sich im 20. Jahrhundert. Als der Erste Weltkrieg im Jahr 1914 ausbrach, wurde der klassische Goldstandard – wie oben beschrieben – ausser Kraft gesetzt. Er wurde nach Beendigung des Krieges in vielen Ländern zwar wieder eingerichtet – jedoch mehr und mehr verwässert. Die Landeswährungen waren zwar noch in Gold definiert, die Banknoten jedoch nur noch zum Teil mit Gold gedeckt, und die Bürger konnten die Banknoten bald auch nicht mehr gegen Gold eintauschen. In der Schweiz verschwanden die Goldmünzen 1936 definitiv aus dem Zahlungsverkehr, als der Schweizer Franken um 30 Prozent abgewertet wurde. 1973 wurden die Wechselkurse ganz freigegeben und die letzten Reste des Goldstandards abgeschafft, nachdem die USA im grossen Stil Dollars gedruckt hatten, um den Vietnam-Krieg zu finanzieren. Von nun an war das Geld nicht mehr an das Gold gebunden, und die letzten Schranken zur Geldschöpfung fielen weg.

Geld aus dem «Nichts»

Im heutigen «Papiergeldsystem» können die Banken im grossen Stil Geld aus dem «Nichts» produzieren. – Die Banken? Wie ist das gemeint? Wir können es nachvollziehen, wenn wir in der Zeitung lesen, dass die amerikanische Notenbank FED, die Bank of England, die Europäische Zentralbank EZB und auch die Schweizerische Nationalbank für Billionen neues Geld schaffen, um Banken zu retten, die Konjunktur anzukurbeln, Staaten vor der Pleite zu bewahren und auch um Wechselkurse zu beeinflussen. «Geld drucken» hiess dies früher, «Quantitative Easing» heisst es heute und geschieht vor allem elektronisch. Als Hans Christoph Binswanger jedoch ausführte, dass nicht nur Zentralbanken, sondern vor allem auch Geschäftsbanken in riesigem Ausmass selber neues Geld kreieren, wurde es für manche Zuhörer schwierig, ihm zu folgen. Sie ahnten zwar, dass hier die Antwort liegt auf die Frage, warum die Geldmenge in Deutschland achtmal stärker gewachsen ist als die Wirtschaft.

Kann eine Geschäftsbank wirklich neues Geld produzieren?

Ja, sie kann. – Indem sie das Geld für den Kredit, den sie gewährt, gleich selber schafft. – Ist das Magie oder Zauberei? – Nein – das ist modernes Bankwesen. Folgen wir den Ausführungen von Hans Christoph Binswanger Schritt für Schritt. Allerdings sind die Leserinnen und Leser vorgewarnt. Das Geldwesen ist komplizierter geworden und heute weit weniger überblickbar als in jener Zeit, als die Bürgerinnen und Bürger ihr Bargeld in Goldmünzen tauschen konnten. Heute funktioniert das Geldwesen ganz anders.

Buchgeld

Wir bezahlen im Laden oder an der Tankstelle mit einer Plastikkarte. Wir erhalten den Lohn auf unser Giro-Konto überwiesen, wir bezahlen die Miete von diesem Konto, sogar in den Ferien brauchen wir kaum noch Bargeld. Bei unseren Zahlungen fliesst meistens kein Geld, sondern es verändert sich lediglich etwas in der Buchhaltung der beteiligten Banken: Wir bezahlen mit «Buchgeld», d.h. mit dem Geld, das in den Büchern der Banken vermerkt ist. Dieses Geld kann eine Geschäftsbank fast beliebig selber kreieren, wenn sie Kredite gewährt. Muss sie dazu die Buchhaltung auf eine kreative Art fälschen? – Nein.
Ein konkretes Beispiel: Eine Bank gewährt einen Hypothekarkredit von einer halben Million Franken zum Bau eines Hauses. Sie übergibt dem Kunden in der Regel kein Bargeld, sondern sie schreibt das Bankgeld auf seinem Konto gut, d.h. sie verpflichtet sich, ihm Bargeld bei Bedarf zu bezahlen. Es fliesst kein Bargeld, sondern in der Buchhaltung der Bank wird lediglich ihr Zahlungsversprechen vermerkt, das so stehenbleibt und wie Bargeld verwendet wird. – Der Bauherr bezahlt damit den Architekten und die Bauhandwerker, indem das Zahlungsversprechen der Bank in Teilbeträgen von einem Konto auf das andere übertragen wird. Der Architekt wiederum bezahlt seine Mitarbeiter, indem die Bank oder eine andere das «Versprechen» wieder auf andere Konten überträgt. Die Mitarbeiter wiederum bezahlen so ihre Miete usw. Aus der ursprünglichen Zahlungsverpflichtung der Bank aus dem Hypothekarkredit ist Geld geworden, das losgelöst vom Kredit zu zirkulieren beginnt.
Wird die Bank, die den Kredit gewährt hat, das Zahlungsversprechen je einlösen? Nein – sie muss nur einen kleinen Betrag in Banknoten bereithalten, falls wir als Kunden am Schalter oder am Bankomaten Bargeld beziehen. Allzu häufig ist das nicht, so dass heute das Geld zu 95 Prozent aus sogenanntem Buchgeld der Banken besteht und nur zu etwa 5 Prozent aus Bargeld, für das die Zentralbank zuständig ist.
Die Geschäftsbanken können so in der Buchhaltung über ihre Kreditgewährung fast beliebig selber Geld schaffen. Die einzige Schranke ist das wenige Bargeld, das sie bereithalten müssen für den Fall, dass wir als Kunden Bargeld abheben. Haben sie zu­wenig davon, können sie es bei der Zentralbank beziehen. Sie können es auch erst beschaffen, nachdem sie einen Kredit gewährt haben. Die Zentralbank wird es ihnen kaum verweigern, falls sie nicht unmittelbar eine Inflation befürchtet.
Früher haben Bankkunden zuerst ihr Spargeld einbezahlt. Die Bank hat danach einen Teil dieses Geldes abgebucht und als Kredit wieder ausgeliehen – vor allem an Leute, die investieren wollten. Heute schafft eine Bank das Geld für den Kredit selber. Mit dem Bau des Hauses entsteht der reale Wert, der den zuvor aus dem Nichts geschaffenen Kredit abdeckt.

Konsequenz

Es leuchtet nun sofort ein, warum die Zentralbanken die Geldmenge so schlecht steuern können. Weil die vielen unterschiedlichen Banken Geld selber schaffen. Dieser Vorgang der Geldschöpfung ist kaum überblickbar und nur schlecht steuerbar, weil jede Bank ihre eigenen Geschäftsvorstellungen hat. Die Zentralbanken haben allzuoft erfahren müssen, dass ihre Geldpolitik (die zunehmend hilflos wirkt) wirkungslos verpufft. Deshalb steuern die Zentralbanken heute gar nicht wirklich die Geldmenge, sondern sie versuchen die Wirtschaft zu beeinflussen, indem sie in erster Linie die Zinsen künstlich verändern – heute zum Beispiel, indem sie ihr Geld fast gratis zur Verfügung stellen.

Ungleichheit

Binswanger weist auf weitere Auffälligkeiten im heutigen System hin: Ein Kreditnehmer, der bei der Bank ein Darlehen aufnimmt, muss regelmässig Zins bezahlen und das Darlehen meist in Raten zurückbezahlen. Die Bank dagegen, die das Geld für den Kredit in ihrer Buchhaltung selber schafft, hat praktisch keine entsprechenden Kosten. Binswanger sieht in dieser «Asymmetrie» einen wesentlichen Grund, warum die Finanzgeschäfte besonders in den letzten Jahrzehnten sehr lukrativ geworden sind bzw. die Löhne hier hoch sind. Binswanger: «Noch im Jahr 1980 lag das Verhältnis der Einkommen eines Arbeiters zu den höchsten Einkommen in den USA bei 1:41. Heute beträgt dieses Verhältnis 1:560. Die uferlose Geldschöpfung hat vor allem jenen genützt, die im Finanzsektor engagiert waren.»

Gefährliches System

Der unbelastete Leser wird vielleicht folgendes denken: Wenn eine Bank das Geld für einen Kredit gleich selber kreiert, warum kommt sie dann in Schwierigkeiten, wenn etliche Schuldner gleichzeitig ihre Kredite nicht zurückbezahlen? – Nach den Regeln der Buchhaltung, die in der Schweiz im OR festgehalten sind, muss die Bank die Kredite als Verluste abschreiben, und diese können in einer Krise riesige Ausmasse annehmen. Sobald die Verluste grösser sind als ihr Eigenkapital oder mit andern Worten, sobald die Verluste durch das Eigenkapital nicht mehr abgedeckt sind, muss die Bank den Konkursrichter benachrichtigen – selbst dann, wenn sie noch genügend Geld in der Kasse hat.1 Deshalb sollen die Banken – so die aktuellen Reformbestrebungen – mehr Eigenkapital halten (um künftige Verluste besser abdecken zu können). Am «System» ändert sich dadurch allerdings nichts.
Die oben beschriebenen Mechanismen machen unser Geldsystem instabil und gefährlich: Einerseits ermöglicht es den Banken, mit selbst produziertem Geld leichtfertig Kredite zu vergeben und dabei gute Geschäfte zu machen. Andererseits hat es Konsequenzen für die Bank, wenn private Schuldner oder auch Staaten, die sich zuvor in diesem System leichtfertig verschuldet haben, die Kredite nicht zurückzahlen. Nur allzuoft muss­ten die Zentralbank oder der Staat bzw. die Steuerzahler einspringen. Die Rettung besteht darin, dass eine so in Schieflage geratene Bank neues Eigenkapital erhält (zum Beispiel vom Staat) oder dass sie die Kredite (oder die Wertpapiere), die abgeschrieben werden müssen, aus ihrer Buchhaltung entfernt und einer «Bad Bank» überträgt, die zuvor von der Zentralbank für diesen Zweck eingerichtet wurde. Beides ist in der Schweiz im Fall der Fast-Pleite der UBS geschehen.
Fassen wir zusammen: Die Geschäftsbanken haben im heutigen System einen grossen Spielraum, über ihre Kreditgewährung selber Geld zu schaffen. Unser Geld besteht zu 95 Prozent aus Buchgeld und nur zu 5 Prozent aus von der Zentralbank geschöpftem Bargeld. Damit ist unsere Ausgangsfrage beantwortet, warum es möglich ist, dass in Deutschland die Geldmenge achtmal stärker gewachsen ist als die Wirtschaft und warum die Zentralbanken heute das Geld so schlecht steuern können, so dass es in riesigen Mengen um den Globus «wandert» und immer wieder und in immer kürzeren Abständen ­Finanzkrisen auslöst.

Der Fehler liegt im System

Binswanger kritisiert nicht in erster Linie die wenig erfolgreiche Geldpolitik von Alan Greenspan, Ben Bernanke, Jean-Claude Trichet, Philipp Hildebrand & Co, die es alle nicht geschafft haben, die aufgeblähte Geldmenge wirklich in den Griff zu bekommen. Sondern – so Binswanger – der Fehler liegt im System und will behoben sein.
Damit ist unsere Reise mit Professor Binswanger in die Welt des Geldes noch nicht zu Ende. Binswanger wäre nicht Binswanger, wenn er den Gedanken nicht weiterspinnen und auch das Wirtschaftswachstum und die Ökologie in seine Überlegungen einbeziehen würde.
Welche Rolle spielt das Geld in der modernen Wirtschaft, und warum wäre es dringend, dass die Zentralbanken das Geld wirklich kontrollieren und steuern könnten?
Geld ist weit mehr als ein neutrales Hilfsmittel, das wir brauchen, um einzukaufen und zu sparen. Das Geld ist der «Treiber» in der modernen Wirtschaft, und die Banken sind die «Schaltzentralen». Dies sagt Hans Christoph Binswanger, Doktorvater von Josef ­Ackermann (CEO der Deutschen Bank), dem wohl bekanntesten Banker in Europa.
Muss die Geldschöpfung verhindert werden? Nein – es geht Binswanger nicht darum, die Geldvermehrung zu verhindern, sondern er will sie in den Griff bekommen und herausfinden, wieviel neues Geld die Wirtschaft braucht, um sich auf eine gesunde Art entwickeln zu können.
Die moderne Wirtschaft braucht neues Geld – aber nicht so wie heute auf eine unkontrollierte, ausufernde Art und Weise, die die Konjunktur und das Wachstum künstlich anheizt und immer wieder einbrechen lässt und die das globale «Finanz-Casino» permanent mit Unmengen neuer «Chips» versorgt.
Begleiten wir Hans Christoph Binswanger weiter durch die Welt des Geldes. Die kapitalistische Wirtschaft braucht neues Geld, weil sie wachsen muss. Binswanger spricht von einem inneren Zwang zum Wachsen. Ein Null-Wachstum würde das marktwirtschaftliche System scheitern lassen. Weshalb? Auch diese Frage soll an einem konkreten Beispiel veranschaulicht werden.

Wachstumszwang

Ein Unternehmen plant ein neues Produkt zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Dazu sind längere Vorbereitungen nötig, die mehrere Jahre dauern können. Das Produkt muss entwickelt und getestet werden. Es braucht neue Maschinen, eventuell muss neues Personal eingestellt und ausgebildet werden. Der spätere Verkauf muss geplant werden. Es entstehen Kosten, die überbrückt werden müssen, lange bevor Erträge erzielt werden. Dafür braucht es Kapital, entweder eigene Mittel (Eigenkapital) oder Kredite von Banken (Fremdkapital). In der ganzen Zeit weiss niemand mit Sicherheit, ob die neuen Produkte bei den Konsumenten auch ankommen. Vielleicht werden sie zu Ladenhütern, die sich nur mit Rabatt verkaufen lassen – und es entstehen grosse Verluste, die irgendwie gedeckt werden müssen.
Ein Beispiel: Das Nespresso-System ist heute das ertragreichste Produkt von Nestlé. Die neuartigen Kapseln wurden bereits 1974 erfunden und entwickelt. Auch die ersten Produktionsanlagen wurden in den Folgejahren errichtet. Es folgten viele schwierige Jahre mit Verlusten. In dieser Zeitspanne musste Nestlé in anderen Bereichen wachsen, um das Minus auszugleichen. Der Entscheid, das Projekt zu beenden, wurde immer wieder hinausgeschoben. Der eigentliche Durchbruch erfolgte erst 1995. Das Produkt wurde zum Verkaufschlager. Das Unternehmen «Nespresso» erzielt heute einen Umsatz von mehr als 2 Milliarden Franken, wächst 30 bis 40 Prozent im Jahr und beschäftigt 4500 Personen.

Zins und Gewinn als Risikoausgleich

Weil für jedes neue Produkt ein Risiko besteht, verlangen die Banken einen Zins für das zur Verfügung gestellte Kapital. Auch das Eigenkapital soll einen Gewinn abwerfen. Sonst würde niemand Geld für so etwas Riskantes zur Verfügung stellen. Es gibt genügend Beispiele für Produkte, die gescheitert sind. Auch die Genossenschaften sind in diesem Sinne gewinnorientiert. Auch sie müssen mehr einnehmen als ausgeben, um die vielfältigen Risiken im Geschäftsleben abzudecken. Tun sie dies nicht, laufen sie Gefahr zu scheitern.
Wer – per saldo – über viele Jahre einen Mehrertrag erzielen will, um das Geld für die Zinsen und den Gewinn zu erwirtschaften, muss mehr einnehmen als ausgeben. Er muss vor allem einen Mehrertrag erzielen, um die Zinsen für das Kapital zu bezahlen, das in Produkte investiert wird, die erst viel später auf den Markt kommen. Dafür ist Wachstum nötig, und neues Geld muss in das System einfliessen – aber nicht so wie heute. Binswanger: «Heute haben wir weltweit im Durchschnitt ein Wirtschaftswachstum von etwa 5 Prozent. Damit steuern wir auf einen ökologischen GAU zu. Europa müsste künftig ganz langsam wachsen, die Schwellenländer dürften ihren Wohlstand etwas rascher steigern. Per saldo würde ein Wachstum von 1,8 Prozent genügen, um das System am Laufen zu halten.»
Vielfach wird heute in den Industrieländern ein Wachstum von vielleicht 3 und mehr Prozent angestrebt. Wie verträgt sich das mit den systemnotwendigen 1,8 Prozent? Binswanger spricht diesbezüglich von einem «Wachstumsdrang», der die Wirtschaft antreibt, mehr zu wachsen, als es notwendig und vernünftig ist. Was meint er damit? Folgen wir seinen Ausführungen.

Wachstumsdrang

«Der Wachstumsdrang ergibt sich vor allem daraus, dass die Unternehmungen bzw. die Eigenkapitalgeber, also vor allem die Aktionäre […], wenn sie schon das Risiko der Investition eingehen, nicht nur einen minimalen, sondern einen möglichst grossen Reingewinn erzielen wollen. Dieses Streben nach Gewinnmaximierung wird dadurch verstärkt, dass […] die Gewinnerwartung und damit auch die Dividendenerwartung um so höher ist, je grösser die Investitionen sind, je grösser also das Wachstum der Produktion ist. Dies gilt für alle Unternehmungen und daher für die gesamte Wirtschaft.
Der Wachstumsdrang macht aber nicht bei der Forcierung des realen Wachstums halt. Vielmehr werden in der Dynamik der Geldvermehrung auch Bankkredite aufgenommen, die nicht der Finanzierung produktiver Investitionen dienen [wie in unserem Beispiel dem Hausbau, Anm. des Verf.], sondern dazu, spekulative Vermögenswerte zu kaufen. Man kauft Vermögenswerte, von denen man annehmen kann, dass sie im Preis steigen werden, wenn sich die Nachfrage wegen der ständigen Geldausweitung weiter erhöht. Wenn man sie jetzt kauft, kann man daher sozusagen gratis einen Vermögensgewinn erzielen. Dies gilt insbesondere für Aktien. Es lohnt sich daher, sich zu verschulden, also Kredite aufzunehmen und dafür Zinsen zu zahlen, wenn der Zins niedrig und die erwartete Preissteigerung höher ist als der Zins. Diese Erwartung ist eine Spekulation. Sie ist − wie jede Spekulation – gefährdet. Sie ist insbesondere dadurch gefährdet, dass die Zinsen, die man für die spekulativen Kredite aufgenommen hat, steigen können. Sie steigen, wenn die Zentralbank die Kredite für die Zurverfügungstellung von Zentralbankgeld, die die Banken wegen der Ausweitung ihrer Kredite benötigen, nur noch gegen höhere Zinsen gewährt. Diese müssen dann ebenfalls höhere Zinsen verlangen. Die Zentralbanken erhöhen die Zinsen, wenn sie – gerade wegen der spekulativen Geldvermehrung – eine inflationäre Entwicklung befürchten. In diesem Fall kommt es zu einem Platzen der Blase, zu einer Finanzkrise, an die eine Wirtschaftskrise anschliesst. Genau dies ist 2008 eingetreten, als die Federal Reserve Bank der USA den Zins von 1% auf 5% erhöht hat.»

Wachstum zu Lasten der Natur

«Was ist aber, wenn es keine Finanzkrise geben würde? Wäre dann alles in Ordnung? Nein, weil sich der Wachstumszwang und Wachstumsdrang nur durchsetzen lässt, wenn genügend natürliche Ressourcen vorhanden sind, aus denen die Rohstoffe und die Energie gewonnen werden, welche die Basis der Produktion bilden. Dabei gilt: Die Rohstoffe und Energieträger können der Natur entnommen werden, ohne dass der Eigentümer des Ressourcenvorrats der Natur etwas dafür bezahlen muss. Der Verbrauch der Natur ist für ihn gratis. Dies kommt einer Verschuldung gegenüber der Natur gleich, die man nicht begleichen muss. Das macht es lukrativ, sich möglichst viel Ressourcen der Natur anzueignen und produktiv zu verwerten; denn es entstehen selbstverständlich dort die grössten Gewinne, wo man etwas verkaufen kann, das man nicht gekauft hat, das man einfach ohne Bezahlung in Besitz nehmen konnte.
Mehr und mehr wird jedoch das Wirtschaftswachstum mit der langfristigen Knappheit der Natur konfrontiert, denn die Welt und damit die Natur ist nicht unendlich gross. Ihre Nutzung kann daher nicht beliebig ausgedehnt werden. Im Unterschied zum Papier- und Bankgeld, das der Mensch selber herzustellen vermag, ist die Welt – die Natur – dem Menschen vorgegeben und damit begrenzt.»
«Was ist angesichts dieser ökonomischen und ökologischen Krisenanfälligkeit unserer Wirtschaft zu tun? Den Wachstumszwang kann man – ich sagte es bereits – nicht grundsätzlich beseitigen, solange wir aus guten Gründen eine Wirtschaft aufrechterhalten wollen, die auf selbständigen Unternehmungen basiert, welche in der arbeitsteiligen Marktwirtschaft auf eigene Initiative investieren, dafür aber auch einem Risiko ausgesetzt sind. Niemand wird investieren, d.h. Geld als Kapital, als Vorschuss zur Verfügung stellen, wenn er nur gerade erwarten darf, dass er gleichviel zurückerhält wie er eingesetzt hat. Dann behält er doch lieber gleich das Geld in der Hand, als es einem Risiko auszusetzen!
Wir können aber das Wachstum wesentlich reduzieren und qualifizieren. Das Ziel kann und muss eine nachhaltige Wirtschaftsweise sein, die krisenresistenter und umweltschonender ist. Dabei kommt man neben Reformen im Realbereich der Wirtschaft, z.B. durch eine ‹ökologische Steuerreform›, um einschneidende Reformen im monetären Bereich nicht herum.»

Was tun?

Es genügt nicht, die Verantwortlichen in der Politik und im Geldwesen für das schlechte Ergebnis ihrer Arbeit zu kritisieren. Es braucht eine Änderung im System. Dabei geht es nicht nur um das Geld, sondern es geht um unser Wirtschaften als Ganzes. Hans Christoph Binswanger setzt den Hebel an zwei Orten an:
1. Die Aktiengesellschaft als Gesellschaftsform muss überdacht und reformiert werden.
Binswanger sieht in der Rechtsform der Aktiengesellschaft einen eigentlichen Wachstumstreiber. Es müsse gelingen, diese besonders stark auf Wachstum ausgerichtete Gesellschaftsform an die Kette zu legen. – Die Aktiengesellschaft ist ein Produkt des 17. und 18. Jahrhunderts. Im 19. Jahrhundert wurde bereits nach Möglichkeiten gesucht, die Grösse der Aktiengesellschaften zu beschränken, als Gesellschaften wie die East Indian Company zu wahren Giganten und zu eigentlichen Staaten im Staate heranwuchsen. Die «Too big to fail»-Problematik war damals noch dramatischer als heute. Hier knüpft Binswanger an.
«Ich habe das noch nicht abschliessend durchdacht, diskutiere den Vorschlag noch mit Praktikern und Wissenschaftern. Aber ich stelle mir das so vor, dass man das Kapital der Aktiengesellschaften in Namenaktien und Inhaberaktien aufteilt. Erstere, die ewige Eigentumsrechte am Unternehmen verbriefen, dürfen nicht an der Börse gehandelt werden – ausserbörslich erst nach Ablauf einer Frist von drei Jahren. Die Inhaberaktien indes werden an der Börse gehandelt. Sie haben nur eine Lebensdauer von 20 oder 30 Jahren. Danach muss das Unternehmen die Aktien zum Nennwert zurückkaufen. Das würde die Spekulation reduzieren und den Druck der Börse nehmen, dass die Aktien immer steigen müssen.» Weiter müsste man Personengesellschaften, Stiftungen und Genossenschaften fördern, um den Wachstumsdrang zu vermindern.
Binswanger verlangt nicht – wie z.B. die Ökonomen Stiglitz oder Roubini –, dass übergrosse Aktiengesellschaften, wie z.B. die global tätigen Grossbanken, die kaum mehr richtig zu führen sind und eine Gefahr für die Volkswirtschaft darstellen, mit staatlicher Gewalt einfach aufgeteilt werden. Er schlägt als Ordo-Liberaler vor, die Marktregeln auf eine weise Art so zu ändern, dass die Gesellschaften gar nicht so gross werden. Ein Beispiel aus der Geschichte soll diese Problematik ausleuchten: 1911 hatte der Oberste Gerichtshof der USA die Standard Oil Company von David Rockefeller in zahlreiche mittlere Unternehmen zerschlagen. Dieser massive staatliche Eingriff in die freie Marktwirtschaft hat die Problematik jedoch nur kurzfristig entschärft, sind doch daraus Gesellschaften wie Exxon Mobile (ESSO) und Chevron entstanden, die wieder zu Giganten herangewachsen sind. Exxon ist heute vom Börsenwert her das grösste Unternehmen der Welt.

2. Das Geldsystem muss reformiert werden

Weiter setzt Binswanger den Hebel am Geldsystem an, in dem die Banken als Schaltzentralen der modernen Wirtschaft fungieren. Aktuell könnten die Banken Geld schöpfen, soviel sie wollten. «Die Zentralbank muss wieder das Monopol auf die Kredit- und Geldschöpfung erhalten, um die Geldmenge wirklich steuern zu können.»

Zwischenlösung zwischen Goldstandard und «Papiergeld»

Binswanger: «Grundsätzlich geht es darum, eine Zwischenlösung zwischen dem früheren Goldstandard-System zu finden, in dem die Geldschöpfung durch die Einlösbarkeit des Papiergeldes in Gold und damit durch die Menge des vorhandenen Goldes beschränkt war, und dem heutigen Währungssystem, in dem eine grenzenlose Schöpfung von Papier- und Buchgeld möglich ist, ohne dass sie wirklich von der Zentralbank krisenfrei kontrolliert werden kann. Eine (Wieder-)Bindung an das Gold, die da und dort vorgeschlagen wird, würde die Geldschöpfung zu sehr einschränken. Umgekehrt lässt die heutige Währungsordnung, in der die Geschäftsbanken nur eine kleine Fraktion des Buchgeldes in Zentralbankgeld halten müssen, keine effektive Bindung der Geldschöpfung an gesamtwirtschaftliche Ziele zu.» – Was tun? Binswanger sieht zwei Möglichkeiten:

1. «100 Prozent Geld»

«Ich schlage vor, auf eine alte Idee des amerikanischen Ökonomen Irvin Fisher zurückzugreifen, der verlangte, dass jeder Kredit, den eine Bank vergibt, zu 100 Prozent mit Zentralbankgeld gedeckt sein muss. Das würde den Geschäftsbanken die Möglichkeit zur unendlichen Geldschöpfung nach reinen Renditegesichtspunkten nehmen. Wir würden einen weniger labilen und anfälligen Kapitalismus erleben.» Dieser Weg könnte ohne Verfassungsänderung im Rahmen der bestehenden Gesetze beschritten werden. Die Mindestreserven sind in der Schweiz im Nationalbankgesetz geregelt.

2. Einführung von Vollgeld

Dieser Vorschlag geht weiter. Eine Geschäftsbank, die Kredite gewähren will, muss zuerst das Geld bei der Zentralbank beziehen, in Form von Bar- und neu von Buchgeld. Die Geschäftsbanken hätten so keine Möglichkeit mehr, über ihre Kreditgewährung selber Geld zu schaffen, und könnten nur noch mit dem Geld der Zentralbank wirtschaften. Die Initianten der Tagung bezeichnen diese neuartige Form von Geld als «Vollgeld». Für eine solche Reform ist eine Verfassungsänderung nötig. Im heutigen Art. 99 der Bundesverfassung steht, dass der Bund allein das Recht hat zur Ausgabe von Münzen und Banknoten. Neu würde das Buchgeld dazu kommen und dessen Ausgabe allein der Zentralbank obliegen.

«Monetäre Modernisierung»

Der vor kurzem gegründete Verein «Monetäre Modernisierung» (Momo) will die Einführung von «Vollgeld» mit einer Volksinitiative erreichen. Die Initianten verstehen ihren Vorstoss als Alternative – nicht nur für die Schweiz. Die Nationalbank soll dazu leicht umgebaut werden. Das heutige politische System der Gewaltenteilung in Exekutive, Legislative und Gerichtswesen (Judikative) soll um eine vierte staatliche Gewalt erweitert werden, die sogenannte «Monetative». Sie soll künftig für das Geldwesen zuständig sein und das Vollgeld herausgeben. Das Geldwesen würde damit nicht verstaatlicht. Die Nationalbank würde jedoch zu einer öffentlich-rechtlichen Einrichtung und das Geld zu einem Service public. Dazu mehr im kommenden Beitrag mit dem Titel: «Monetative – ein Volksinitiative will die Vollgeldreform».    •

1 Diese Regel kennt nur eine einzige Ausnahme: Die Zentralbanken können oder dürfen nicht Konkurs gehen, weil ohne sie das «System» nicht funktioniert. Die Zentralbank kann als einzige Bank auch dann weiterarbeiten, wenn ihre Verluste das Eigenkapital übersteigen.

Literatur

Handout Referatstext Prof. H.C. Binswanger vom 13.5.2011 in Winterthur: info@monetative.ch, www.monetative.ch 
Binswanger, Hans Christoph (2006): Die Wachstumsspirale, ISBN 978-3867740720
Binswanger, Hans Christoph (2009): Vorwärts zur Mässigung, ISBN 978-3895187834