Nein zur Waffeninitiative

Ich lehne diese Initiative ab. Sie unternimmt nichts gegen illegalen Waffenbesitz und kriminellen Waffenmissbrauch. Sie kann auch häusliche Gewalt und Suizid nicht verhindern. Vielmehr sind wir alle aufgerufen, vermehrt auf Anzeichen von Notlagen bei Frauen und bei Kindern zu achten und zu reagieren. Wer aus dem Leben scheiden will, findet immer ein Mittel dazu. Die Initiative will, dass Schützen und Jäger einen Bedarfs- und Fähigkeitsausweis beantragen müssen. Dies ist unsinnig und der administrative Aufwand unverhältnismässig gross und teuer. Ich halte die Initiative jedoch nicht für nutzlos. Auch wegen deren Lancierung haben Bundesrat und Parlament im Militärgesetz und im Waffengesetz zahlreiche Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit beschlossen. So wird keine Munition mehr abgegeben, alle Rekruten müssen eine Sicherheitsüberprüfung absolvieren, die Kantone müssen Waffenregister führen und die Armeewaffen können im Zeughaus gelagert werden. Weiter wurden bereits zahlreiche Waffeneinsammlungsaktionen mit grossem Erfolg durchgeführt. Aus diesen Gründen sage ich nein zur Waffeninitiative.

Brigitte Häberli-Koller, Nationalrätin CVP, TG