«So geht es nicht!»

Kurz vor Redaktionsschluss

«Wir sind hier, um mit Worten zu kämpfen, aber nicht mit Fäusten»

zf. Mit diesen Worten eröffnete Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey ihre Rede an der traditionellen Albisgüetli Tagung der SVP. Damit richtete sie als SP-Bundesrätin mit betroffener Stimme eine klare Botschaft an die linksautonomen Chaoten, die für einen schweren Übergriff auf Nationalrat Hans Fehr verantwortlich waren.
Augenzeugen berichteten, dass der Schwarze Block die Tramlinie zum Albisgüetli bereits unterhalb des Strassenverkehrsamts blockiert hatte. Die Besucher, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln angereist waren, mussten von dort aus etwa 500 Meter bis zum Albisgüetli zu Fuss gehen. Die Strasse war vollständig in der Hand des Schwarzen Blocks und die Veranstaltungsteilnehmer mussten sich auf dem Trottoir an diesem vorbeizwängen, sich beschimpfen und bespucken lassen. Von der Polizei war weit und breit nichts zu sehen.
Nationalrat Fehr reiste direkt mit dem Auto an. Nachdem er aus dem Auto ausgestiegen war, griffen ihn linksautonome Gewalttäter an und traktierten ihn mit Faustschlägen, bis er zu Boden ging. Hier wurde er weiter geschlagen, bis sie auf Grund einer Intervention von Frauen von ihm abliessen. Für die Schweiz eine Ungeheuerlichkeit. Zeichnete sich die Schweiz doch bisher dadurch aus, dass ­Politiker sich unbehelligt in der Öffentlichkeit bewegen konnten.
Die Polizei hatte zwar den Eingang des Albisgüetlis gesichert, aber dort, wo die Chaoten mit den Gästen und Besuchern ein Spiessrutenlaufen veranstalteten, gab es keinen Polizeischutz. Seit dem Wechsel im Zürcher Polizeidepartement mehren sich die Stimmen, dass der neue Polizeivorstand, der Grüne Daniel Leupi, eine linke Schlagseite hat. Sympathisierte er mit den Chaoten und ist letztlich für die ungehinderten Ausschreitungen verantwortlich? Sollte sich diese Vermutung bestätigen, müsste er seinen Hut nehmen.