Waffeninitiative, Schützen, Jäger, Ärzte

Das Ziel der Waffeninitiative ist es, die Anzahl Waffen generell und die Anzahl Armeewaffen zu reduzieren. Nebst einem zentralen Überwachungsregister werden ein Bedarfsnachweis und ein Fähigkeitsnachweis gefordert. Wer als Schütze eine neue Waffe kaufen will, muss zuerst nachweisen, dass er sie braucht, dass sie zur Ausübung seines Sportes notwendig ist. Der Jäger, der schon 3 Waffen besitzt, wird Mühe haben, den Bedarf nach einer vierten nachzuweisen. Und ganz fatal wird es beim Erbgang. Jäger und Schützen haben wertvolle Waffen, gelegentlich richtige Erbstücke. Sind die Nachkommen nicht lizenzierte Schützen oder Jäger mit nachgewiesener Prüfung, wird man die Waffen einsammeln und einstampfen. Millionen von Franken werden vernichtet, die Erben werden kalt enteignet.
Die Mitgliederzahlen der Schützenvereine werden drastisch sinken, weil die Wehrmänner das Sportgerät nicht mehr nach Hause nehmen dürfen und es ihnen nach Austritt aus der Armee nicht mehr überlassen wird. Lizenzierten Schützen wird ein Zückerchen geboten, doch kaum haben sie ein Jahr keine Lizenz, ist auch die Waffe weg. Jungschützenleiter müssen die Waffen im Zeughaus abholen und wieder dorthin bringen. Abgesehen von diesem unzumutbaren zusätzlichen Aufwand wird wohl kein Zeughausbeamter am Samstag oder Sonntag Waffen herausgeben oder entgegennehmen. Die Jungschützenleiter werden ihre Aufgabe quittieren, die Jungschützenkurse nicht mehr durchgeführt, der Nachwuchs für die Schützenvereine wird fehlen.
Jacques De Haller, der Präsident der Schweizerischen Ärztegesellschaft, ist Sozialdemokrat und will in den Nationalrat für die SP. Er vergewaltigt die Ärztegesellschaft und gibt eine Ja-Parole heraus, obwohl die Mitglieder nicht befragt wurden und die Abstimmung kein Anliegen der Ärztegesellschaft sein kann. Dabei wird eine haarsträubende Statistik als «wissenschaftliche Untersuchung» verkauft, die zum Schluss kommt, es würden viermal so viele Suizide mit Armeewaffen vollzogen, als dies das Bundesamt statistisch nachweist. Hier wird auf dem Buckel der Sanitätsoffiziere und all jener Ärzte Schindluder getrieben, die nicht daran glauben, dass mit Schusswaffenvernichtung die Selbstmord­rate und die Anzahl Kapitalverbrechen gesenkt werden kann.

Dr. med. Hansjörg Lang, Eschenz