Leserbriefe

Euro-Rettungs-Fallschirme

Man weiss nicht genau, ob die jetzt anstehenden Euro-Schirme vor südlicher Sonne schützen sollen oder vor dem freien Fall Euro-feindlicher Zentren. Gesichert ist zudem nicht, wie gross die Schirme sein müssen und wie sie sich öffnen lassen. Wer soll wirklich an den Schirmen hängen?
Der an sich wertlose Dollar?
Die spekulierende Finanzwirtschaft?
Die rechtsbeugende EZB?
Klar ist nur, dass mit den Schirmen weder das Eigentum eines südlichen noch eines nördlichen EU-Bürgers gerettet werden soll – er wird als unschuldiger Schuldner stigmatisiert und über Steuern und Inflation versklavt.
Die Mehrheit der entscheidungstragenden Politiker weiss dies! Sie werden offensichtlich erpresst, bedroht und angeschrien, um eine Politik gegen die Interessen der Masse ihrer Wähler zu verfolgen. Kleben die Politiker derart an ihren Sitzen, selbst bei kriminellem Bruch ihres Amtseides?
Der wirkungsvollste Euro-Rettungsschirm öffnet sich, wenn rechtsbeugenden/kriminellen Gruppen das Spielgeld entzogen wird, d.h., wenn der Bürger Abgaben und Steuern verweigert.

economicus

«Wo Gott ist, da ist Zukunft»

Zum Papst-Besuch in Deutschland

«Wo Gott ist, da ist Zukunft» war das Motto des Papst-Besuches, das alle spüren konnten. Schon in der Nacht waren Tausende Gläubige aus verschiedenen Teilen Deutschlands, Frankreichs, Österreichs und der Schweiz aufgebrochen, um in Freiburg an der Messe mit Papst Benedikt XVI. zum Abschluss seines Deutschland-Besuchs teilzunehmen und gemeinsam mit ihm die Eucharistie zu feiern. Scharen von Menschen pilgerten im Sonnenaufgang zum Flughafengelände. Papst Benedikt wurde von 100 000 Gläubigen – Familien, Jugendlichen und älteren Menschen – begeistert empfangen und herzlich willkommen geheissen. 800 Ministranten von überall her halfen bei der Kommunionsspendung, die in Ruhe und Andacht gefeiert wurde.
Wieso kommen so viele Menschen von weit her, nehmen grosse Anstrengungen auf sich, um zu hören, was Benedikt XVI. zu sagen hat? Wie kommt es, dass die ständigen Anfeindungen gegen die katholische Kirche keine Zweifel bei ihnen wecken und eine von langer Hand geplante, politisch motivierte und geschmacklose Kampagne gegen den Besuch Benedikts in Deutschland sie nicht abrücken lässt von ihrem Weg zum Papst?
Wer zuhört, wird im Herzen durch die Worte Benedikts XVI. berührt. Er spricht aus, was die Menschen im Innersten bewegt.
In unserer heutigen Welt, die immer mehr Schein und Pomp produziert, mahnt Papst Benedikt, dass es «nicht auf das Reden, sondern auf das Tun» ankommt. In einer Zeit, in der das Gesetz der Profitsteigerung immer abgehobener über dem Wesentlichen im Leben schwebt, hebt Benedikt eine Tugend hervor, die nicht mehr hoch im Kurs steht: die Demut. Mit Paulus fordert er uns auf: Tut «nichts aus Ehrgeiz und nichts aus Prahlerei […], sondern in Demut schätze einer den anderen höher ein als sich selbst. Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das des anderen.» (Phil 2, 3–4). «Christliche Existenz ist Pro-Existenz: Dasein für den anderen, demütiger Einsatz für den Nächsten und das Gemeinwohl […]. Humilitas, das lateinische Wort für Demut, hat mit Humus, mit Erdnähe zu tun. Demütige Menschen stehen mit beiden Beinen auf der Erde. Vor allem aber hören sie auf Christus, auf Gottes Wort, das die Kirche und jedes Glied in ihr unaufhörlich erneuert.»
Nicht umsonst dankte Benedikt XVI. den vielen haupt- und nebenamtlichen Mitarbeitern in den Pfarreien, Caritas-Verbänden und Gemeinden und drückte ihnen seine grosse Wertschätzung aus. Ihre grossherzige Arbeit in Organisationen und Ehrenämtern braucht einerseits sachliche und berufliche Kompetenz. Es braucht aber mehr dazu: «Das offene Herz, das sich von der Liebe Christi treffen lässt und so dem Nächsten, der uns bedarf, mehr gibt als technischen Service.» In seiner Rede vor den in der Gesellschaft engagierten Katholiken fordert er diese auf, «nach der totalen Redlichkeit zu suchen, die nichts von der Wahrheit unseres Heute ausklammert».
Ein offenes Herz, totale Redlichkeit und Demut – was gibt es schönere Ziele für unsere Jugend, damit diese nicht auf den Tand unserer künstlichen Welt hereinfällt? Was kann den Bürgern und gläubigen Mitmenschen den Weg besser weisen für ein friedliches Zusammenleben, den Einsatz für den Nächsten und das Gemeinwohl?
Alle, die gekommen waren, richteten sich an den Worten von Papst Benedikt auf. Sie werden nachwirken als Humus für ihre Familie und für ihren Einsatz in Beruf und Gemeinde. Denn «Wo Gott ist, da ist Zukunft».

Katrin Schauberger