EHEC: neues Bakterium mit neuen Eigenschaften

Bundesnachrichtendienst alarmiert

Hunderte von Patienten liegen in den deutschen Krankenhäusern – gefällt vom EHEC-Erreger, im Volksmund bereits als «Gurkenschreck» bekannt. Dazu meldet Deutschland gar die ersten Toten. Nicht wenigen Beobachtern ist der plötzliche Ausbruch dieser Pandemie nicht ganz geheuer. So vieldeutig, dass sich bereits die Geheimdienste westlicher Nationen – vorerst diskret – eingeschaltet haben. So hat der deutsche Auslandsgeheimdienst BND (Bundesnachrichtendienst) in einem nahe Paris gelegenen gemeinsamen europäisch-amerikanischen Lagezentrum an einer Besprechung über die sich von Deutschland in Europa ausbreitende EHEC-Pandemie als direktbetroffenes Land aktiv teilgenommen. Inzwischen gibt es nach ersten Analysen gar den vagen Verdacht, dass der EHEC-Erreger des Husec-41 möglicherweise vorsätzlich an verschiedenen europäischen Umschlagplätzen für Obst und Gemüse gezielt plaziert wurde …
Inzwischen sind auch in Dänemark, Grossbritannien, den Niederlanden, Österreich, Schweden und auch in der Schweiz erste EHEC-Fälle aufgetreten. Nach anfänglich nur Gurken sind inzwischen mehr oder weniger alle gängigen Gemüse- und Obstsorten suspekt. In der beim Bundesnachrichtendienst für biologische Waffen zuständigen Abteilung «TW» ist man seit dem Auftauchen der massiven Pandemie ebenso alarmiert wie in der BND-Abteilung «TE» (Terrorismus). Noch nie war der Erregerstamm Husec-41 so massiv in Erscheinung getreten. Er führt in einem ersten Schritt zu schweren blutigen Durchfällen und setzt im Körper auch ein Gift frei, das die roten Blutkörper (Erithrozyten) zerstört. So kommt es zur gefährlichen und lebensbedrohenden Blutarmut (Anämie) und zum tödlichen Nierenversagen, weil die Nieren durch die Toxine verkleben.    •

Quelle: «Vertraulicher Schweizer Brief», Nr. 1288, 31. Mai 201