Lawrow für mehr Moral in der grossen Politik

Moskau lehnt laut Russlands Aussenminister Sergej Lawrow doppelte Standards in der internationalen Politik entschieden ab und plädiert für die Einhaltung der ethisch-moralischen Verhaltensnormen.
«Heute ist die Frage der moralischen Orientierungspunkte in den internationalen Beziehungen aktuell wie nie zuvor. In den Vordergrund treten jetzt globale Herausforderungen, die die Existenz der Menschheit selbst gefährden», sagte Lawrow in einem Interview für die jüngste Ausgabe der Zeitschrift Meschdunarodnaja Schisnj (Internationales Leben).
«Die Ereignisse der letzten Jahre zeigen, dass diese Gefahren eine Tendenz zur Verschärfung und Verflechtung aufweisen und von einer Region auf die andere übergreifen können.»
Eine Zusammenlegung der Bemühungen und eine Vertiefung des Vertrauens seien kaum möglich, wenn keine auf Werte bezogene Grundlage für gemeinsame Aktionen in der internationalen Arena erarbeitet werde, führte Lawrow weiter aus.
Die Probleme, mit denen die moderne Welt konfrontiert sei, müssten auf der Grundlage der Gerechtigkeit beigelegt werden.
Sobald die moralischen Werte verloren gehen, entstehen Ungerechtigkeit und Ideen, die nicht zur Beilegung des Problems beitragen, sondern es im Gegenteil zuspitzen, so Lawrow. «Die Festigung der moralischen Basis der internationalen Beziehungen erachten wir als einen Teil der grossen Politik.»
«Die Notwendigkeit der Arbeit zur Förderung von universellen und für alle annehmbaren sittlich-ethischen Verhaltensnormen in den internationalen Angelegenheiten sowie deren schrittweise Demokratisierung und Befreiung von ideologischen Stereotypen und Doppelmoral liegt klar auf der Hand», hiess es.    •

Quelle: RIA Novosti vom 13.9.12,
http://de.rian.ru/politics/20120913/264422565.html