Interessengemeinschaft «Sichere Raiffeisenbank» gegründet

von Nina Rudnicki

BERG. Etwa 1,7 Millionen Genossenschafter hat die Raiffeisenbank. Zehn davon – alle aus der Region Steinach-Berg-Freidorf – sind besonders engagiert. Als Reaktion auf den Teilkauf der Bank Wegelin haben sie die Interessengemeinschaft «Sichere Raiffeisenbank» gegründet.

«Keine Überraschung»

Dass sich gerade im beschaulichen Berg Widerstand regt, dürfte die Raiffeisenbank überrascht haben. Doch die Reaktionen seitens der Raiffeisenbank bleiben verhalten. Berg sei ein Einzelfall, sagt Mediensprecher Franz Würth auf Anfrage. «Dass sich nach dem Teilkauf der Bank Wegelin einige Genossenschafter in Berg Sorgen machen, ist uns schon länger bekannt», sagt er. Deshalb sei die Gründung der IG eigentlich keine Überraschung gewesen. Aus anderen Regionen habe es nur vereinzelt besorgte Reaktionen gegeben.
Dies lässt Irene Varga schmunzeln. Sie ist Mitinitiantin der IG «Sichere Raiffeisenbank» und sagt: «Wenn es nur vereinzelte Reaktionen gegeben hat, dann müsste die Bank doch um so überraschter sein, dass es jetzt sogar eine IG aus Berg gibt.» Für sie klinge das nach einer standardisierten Antwort. Für die Bank scheint eine IG von zehn Personen kein sehr bedrohliches Szenario zu sein. Was gedenken die Genossenschafter aus Berg zu tun – weiter wachsen? «Als IG grösser zu werden, ist nicht unbedingt unser erstes Ziel», sagt Varga. «Aber wir hoffen, dass wir immer mehr Sympathisanten bekommen.» Schon jetzt gebe es viele, die sie unterstützten.

Ein unbehagliches Gefühl

Durch den Wegelin-Teilkauf befürchten die IG-Initianten einen Imageverlust der Raiffeisenbank. «Das verursacht bei vielen ein Unbehagen», sagt Varga. Darüber wolle man die Bank informieren. «Wir hoffen, dass wir nicht einfach abgespeist werden, sondern dass die Bankverantwortlichen auf die Anliegen der Genossenschafter eingehen.»

Quelle: St. Galler Tagblatt, 9. März 2012

Raiffeisenbank – Verrat am Genossenschaftsgedanken

Am 22. April 2012 findet die Generalversammlung der Raiffeisenbank Rechter Zürichsee statt, aus welchem Anlass – so wie an andern Raiffeisen-Generalversammlungen – der mit dem Kauf der Bank Notenstein bewirkte Kulturwandel sowie die diesbezüglich völlig ungenügende Information der Genossenschafter gerügt werden wird.
Pierin Vincenz hat den Genossenschaftsgedanken mit Füssen getreten, was nicht einfach so hingenommen werden darf, zumal Vincenz einen Lebensstil bis hin zu familiärer Kumpanei lebt. Er hat seine Unschuld verloren, unterscheidet sich nicht mehr von den andern geldgierigen Bankern.

Hans-Jacob Heitz, Männedorf